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Jonathan Stroud: Die Eisfestung
Jetzt bestellen bei amazon.de! Bekannt in Deutschland ist Jonathan Stroud durch seine Bartimäus-Trilogie. Dieses Jugendbuch vom ihm hat keine Fantasy-Anteile und benötigt auch keine, um eine zunehmend unheimlichere und beängstigendere Stimmung zu schaffen. Der Autor spielt gekonnt den Tasten seiner Leser, die da heißen: Vorstellungskraft und Vorurteile.

Drei Teenager dringen in eine Burg ein, die den Winter über geschlossen ist, sonst aber wohl eine der vielen Besichtigungsstätten England. Die Rollen sind klar verteilt: Marcus der Anführer, Emily die Nachdenkliche, Simon der Mitläufer. Sie beschließen, das Abenteuer zu wiederholen und gleich eine ganze Nacht in der Burg zu verbringen. Zum vereinbarten Zeitpunkt taucht Marcus grün- und blaugeschlagen auf. Er SAGT es nicht ausdrücklich, aber Leser wie Protagonisten kommen zu der Überzeugung, dass Marcus zu Hause misshandelt wurde - und nicht zum ersten Mal. Nach und nach entwickelt sich das an sich harmlose Abenteuer in ein Kammerspiel. Man sorgt sich umeinander, man streitet um die Vorherrschaft in der Gruppe, entzweit und versöhnt sich. Bis vor der Burg ein Polizeiaufgebot auftaucht, das die Jugendlichen als „Belagerung“ interpretieren, der man widerstehen muss. Vorstellung und Realität driften auseinander, das gemeinsam gefundene Ziel „der Belagerung standhalten“ lässt jeden anderen Gedanken als Verrat erscheinen.

Die Eisfestung reicht an die Bartimäus-Bücher nicht heran, schon wegen der fehlenden humoristischen Einlagen nicht. Wenn man es jedoch unabhängig davon liest, ohne Erwartungshaltung, dann hat das Buch durchaus seinen eigenen Charme. Es handelt von sozialen Unterschieden, von Charisma und Verführungskunst, der die eigene Meinung sehr schnell erliegen kann. Emily fällt auf ihren - grundsätzlich natürlich richtigen - Glauben herein, wenn jemand leidet, muss man ihm helfen. Marcus macht sich ihre Zivilcourage zunutze, und das gehört zum perfidesten, was passieren kann: Wenn jemand ein eigentlich richtiges Verhalten für etwas Falsches ausnutzt.

Fazit: Lesen und danach unbedingt drüber nachdenken, was eigentlich genau in der Eisfestung geschehen ist.

Jonathan Stroud: Die Eisfestung.
cbt, Januar 2009.
281 Seiten, Taschenbuch, 7,95 Euro.

Regina Lindemann

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