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Stephan Ottenberg: Die Wächter Arimonts - Am Abgrund des Schicksals
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Der vorliegende Roman ist bereits das zweite Werk einer Serie, welches sich mit den Wächtern Arimonts befasst. Als Rezi-Exemplar wurde mir jedoch nur Band 2 gegeben, so dass ich den ersten Teil nicht kenne. Allerdings wartet der Roman mit einer Einführung und einem Rückblick auf, so dass auch neue Leser ohne Probleme in die Story finden.

Einst wurde Etanar, der Herrscher der Dunkelheit, besiegt und von den Wächtern Arimonts in einer großen Schlacht getötet. Zumindest sein Körper, denn sein Geist lebte weiter. Während sich die Recken von einst also ihrem sonstigen Leben widmen, schmiedet Etanar Pläne für seine Rückkehr. Da er sich hierzu eines Lebenden bedienen muss, ist das Misstrauen unter den Helden groß; ein jeder könnte derjenige sein, der Sauron – Pardon, Etanar – zu seiner Rückkehr verhilft. Dennoch machen sich die Gefährten auf den Weg, um genau das zu verhindern. Andere schließen sich an, und bald schon zieht eine muntere Gruppe durch die Lande, um in vielen Schlachten die Kreaturen der Dunkelheit zu besiegen und somit die Rückkehr Etanars zu verhindern. Ganz nebenbei geht es auch noch um eine verschwundene Geliebte, die einer der Helden gerne wieder in seine Arme schließen würde.

Wir halten also fest:

Es gibt einen Herrscher der Dunkelheit, dessen Geist nicht besiegt wurde. Und es gibt eine Gruppe heldenhafter Geschöpfe (die üblichen Verdächtigen – Zwerge, Elfen, Magier und Menschen), die dies vereiteln wollen. Auf ihrer Reise kommen sie an verschiedenen Orten vorbei, die mehr oder weniger bedroht sind und gerettet werden müssen. Auch ein schwacher König darf nicht fehlen, Hilfe muss von außerhalb kommen und am Ende ... Okay, ich will es nicht verraten. Aber wer nun denkt, ich hätte gerade eine kurze Zusammenfassung von Herr der Ringe geliefert, der irrt. Ich bin noch immer bei Die Wächter Arimonts. Und der Autor heißt auch nicht John Ronald Reuel Tolkin, sondern Stephan Ottenberg. Und doch könnte einem der Verdacht kommen, hier hätte sich jemand ganz entschieden von jenem Klassiker der Fantasy-Literatur inspirieren lassen. Ein bisschen zu viel für meinen Geschmack.

Nun gibt es ja die These, dass ohnehin alles schon einmal erzählt wurde und es nur darauf ankommt, es besser und origineller zu machen. Gerne würde ich an dieser Stelle schreiben, dass dies dem Autor gelungen ist. Doch kann ich nicht. Denn das Buch krankt an mehreren Stellen. Zum einen ist es die Anzahl der Personen. Allein die Gruppe der Wächter wächst enorm an. Die Namen, die sich der Autor hat einfallen lassen, sind zudem recht ungewöhnlich und klingen doch oft ähnlich. Dies führte zumindest bei mir zu Verwirrungen.

Weiterhin merkt man dem Autor seine Unerfahrenheit hat. Etwas, dass ein besseres Lektorat sicherlich hätte ausmerzen können. Daher gilt dieser Vorwurf auch dem Verlag. Gleich auf den ersten Seiten wird der Leser mit „großen Menschenmengen“ konfrontiert, die auf einer Wiese stehen. Da frage ich mich natürlich, was uns der Autor damit sagen will. Stehen mehrere Gruppen auf der Wiese und bilden eine Menge? Denn egal wie viele Menschen auf einer Wiese stehen – es ist eine Menge. Wobei man dies noch verschmerzen könnte. Schlimmer sind die ausführlichen, häufig wiederkehrenden und so nahezu erschlagenden Schilderungen von Städten oder Landschaften. Der Autor ist bekennender Rollenspieler, und wie man mir inzwischen sagte ist es bei diesen Leuten Usus, sich in derartigen Beschreibungen zu ergehen. Etwas, das sie dann auch auf ihre Bücher übertragen – so sie denn welche schreiben. Auch hier hätte der Lektor des Verlages eingreifen und die Beschreibungen auf ein vernünftiges Maß stutzen müssen.

Ansonsten ist die Sprache dem Genre angepasst, wirkt dann aber durch teils ungelenke Formulieren zumindest holprig. Wobei es nicht immer Fehler sein müssen, sondern einfach ungünstig gewählte Ausdrücke. Er hat ein anderes Schicksal vor sich, um ein Beispiel zu nennen. Und solche Dinge findet man häufiger, so dass der Leser mehr als einmal stolpert. Um in einer Geschichte zu versinken, darf aber gerade das nicht sein. Fantasy lebt davon, dass sich der Leser freiwillig in eine fremde Welt begibt, sie annimmt und ihren Geschichten folgt. Wird er dabei durch solche Stolpersteine in seinen Bemühungen gestört, verliert der gesamte Roman rasch seinen Reiz.

Die Story selbst ist durchdacht und fließt dahin, es gibt kleinere Überraschungen. Echte Höhepunkte und Aha-Effekte sucht man jedoch mit der Lupe. Wobei die Anleihen an Herr der Ringe einfach zu deutlich sind. Schon der Klappentext lässt dies erahnen, und so wird es dann auch.

Fazit:

Laut Bekunden des Autoren fand er schon mit dem ersten Teil ohne lange zu suchen einen Verlag, der sein Werk auf den Markt brachte. Dieses Fortsetzung ist also sein zweites Buch überhaupt, und das merkt man an allen Ecken und Enden. Es wurde zu sehr nach Herr der Ringe geschaut, es gibt zu viele Stolpersteine und der Preis von 14,90 € ist ein zu stolzer Preis für ein solches Werk.

Sicherlich hat Stephan Ottenberg Talent und ein gestrenger Lektor könnte hier bedeutend mehr aus der Story holen, als letztlich gedruckt wurde. In der vorliegenden Form allerdings erfüllt der Roman nicht die Erwartungen, die ein Fantasy-Fan in ihn setzt.

Stephan Ottenberg: Die Wächter Arimonts - Am Abgrund des Schicksals.
Kontrast-Verlag, Pfalzfeld, 2006.
239 Seiten, Taschenbuch.

Gunter Arentzen

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