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Gruselig geht's in unserer Horror-Geschichten-
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Peter Prange: Der letzte Harem
Jetzt bestellen bei amazon.de! In »Der letzte Harem« werden vor allem die Schicksale der Freundinnen Elisa und Fatima beschrieben, zwei jungen Mädchen aus der Türkei, die bereits in jungen Jahren – um 1895 herum – von einem Sklavenhändler aufgegriffen werden und letztlich im Harem des Sultans Abdülhamid landen, die eine mit Aussicht auf Aufstieg, die andere als Bedienstete. Fatima hilft ihrem Glück ein wenig nach und so gelingt es ihr, zur Favoritin des Sultans zu werden, dem Ziel ihrer Träume somit ein Stück näher zu rücken. Unterdessen würde Elisa alles dafür geben, die schützenden Mauern des Harems gegen den Trubel der ihn umgebenden Stadt zu tauschen, denn sie sehnt den Tag herbei, an dem sie den Harem verlassen wird. Dann wird ihre Freundin Fatima vom Sultan schwanger. Die Geburt seines letzten Kindes Bülent liegt bereits einige Jahre zurück, für den Jungen hat er große Pläne und weitere Nachkommen ließ er bisher nicht zu. Fatima bangt um die Annahme ihres ungeborenen Kindes und Elisa lernt einen deutschen Arzt kennen, der im Kampf um das Leben ebenjenes Säuglings eine nicht zu verachtende Rolle spielt.

Der Kernteil der Handlung spielt in der Türkei kurz nach der Jahrhundertwende im 20. Jahrhundert. Besonders bezaubernd sind hier die Schauplätze, die als lebhaftes Bild vor dem inneren Auge der Leser entstehen, man möchte fast meinen, Peter Prange war dabei! Zwischen Moderne und Orient beschreibt er mit kunstvoll geschwungenen Sätzen eine Welt, die erst mitten aus dem Märchen entsprungen zu sein scheint, dann jedoch von der bitteren Realität eingeholt wird. Alle drei, vier Jahre werden die neuen Ereignisse im Leben von Elisa, Fatima und dem Eunuchen Nadir beleuchtet und der Autor weiß immer genau die Stelle ausfindig zu machen, an der man unter keinen Umständen aufhören darf, zu erzählen! Die Spannung wird zwischendurch unerträglich, Fragen brennen einem über Kapitel hinweg auf den Lippen, dass man gar nicht schnell genug lesen kann!

Die Figuren sind authentisch gezeichnet, nicht nur Elisa und Fatima werden in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt, auch zahlreiche Nebenfiguren haben ihren wichtigen Auftritt und werden mit gleich bleibender Mühe ausgeschmückt. Dabei will Peter Prange kein Historiker sein, sondern bewegt sich zwischen Fiktion und geschichtlichen Zusammenhängen, eine detaillierte Tabelle mit belegbaren Ereignissen schließt sich an den eigentlichen Text an.

Ein überzeugender Roman, Tausend und eine Nacht meets Moderne. Faszinierend und erschreckend zugleich, mit überraschenden Wendungen, wird hier Geschichte aufbereitet.

Peter Prange: Der letzte Harem.
Knaur Tb., November 2008.
576 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Janine Gimbel

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