Mainhattan Moments
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Susanne Ruitenberg und Julia Breitenöder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
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F. Scott Fitzgerald: Junger Mann aus reichem Haus (1922-26)
Jetzt bestellen bei amazon.de! Enthält neben einem Vorwort von John Updike die Erzählungen
Junger Mann aus reichem Haus,
Die Hochzeitsparty,
Die letzte Schöne des Südens

Junger Mann aus reichem Haus. Der Titel der Sammlung sowie der ersten der drei Erzählungen erinnert an eine Kontaktanzeige. Und gerade mit den Frauen haben alle drei Protagonisten ihre Schwierigkeiten. Alle finden sie das, was sie nach Verlust derselbigen als die große Liebe zu bezeichnen wagen. Die Hauptrolle spielt jedoch meistens das Geld. F. Scott Fitzgerald behandelt die Reichen wie eine eigene Spezies, deren Verhalten es zu erforschen gilt. Und Geld bedeutet nicht immer gleich Glück, das beweist er, indem er seine drei Helden glorreich scheitern lässt, sei es wegen einer Überheblichkeit, ausgelöst durch Elternhaus und Reichtum, wegen einem Mangel an Geld und Ansehen oder aber wegen einer augenscheinlichen selbstverschuldeten Handlungsunfähigkeit.

Junger Mann aus reichem Haus
Anson Hunter ist reich. Er stammt aus einer angesehenen Familie, schon als Kind wird ihm ein städtischer Akzent antrainiert. Er wird dazu erzogen, wie sein Vater einmal beruflichen Erfolg zu haben, viel Geld zu verdienen. Anson fühlt sich anderen überlegen. Er lernt Paula kennen, die, wie er später erfährt, selbst ein ansehnliches Vermögen besitzt. Eine seltsame und doch enge Beziehung entwickelt sich zwischen den beiden, Anson soll der Familie vorgestellt werden. Paulas Mutter ist mit einer Heirat nach dem Krieg einverstanden, bis Anson den guten ersten Eindruck, den er hinterlassen hat, mit einer Alkoholeskapade zunichte macht, die ihm weder Paula noch deren Mutter verzeihen wollen. Die Gefühle schwinden, die Verlobung geht in die Brüche. Der Kontakt zwischen Anson und Paula besteht jedoch weiterhin. Er durchschaut ihre Versuche, ihn dadurch zurück zu gewinnen, in ihre Briefe die Namen anderer Männer einfließen zu lassen. Als sie sich schließlich wieder sehen und Paula, zermürbt von drei langen Jahren des Wartens auf die eine Frage aus seinem Munde hofft und wieder einmal bitter von Anson enttäuscht wird, der sich dank seiner anerzogenen Überheblichkeit ihrer so sicher ist, zerbricht ihre Liebe endgültig. Als er per Telegramm die Nachricht von Paulas baldiger Hochzeit empfängt stürzt er sich in seine Arbeit, beginnt mehr zu trinken denn je. Nach einigen belanglosen Affären bekommt er schließlich mit Dolly Karger eine zweite Chance…

Die Hochzeitsparty
Michael trifft Caroline als er siebzehn Jahre alt ist. Er verliebt sich hoffnungslos in sie und verliert sie wieder – nach nur einer Ballsaison – weil er nach Ansicht ihrer Familie zu wenig Geld besitzt. Und auch Caroline zieht es in Richtung des „großen, glänzenden Lebensstroms“ in dem sich die Reichen zu bewegen scheinen. Michael kann sie nie vergessen, klammert sich an die wenigen Fotos und Erinnerungen, die er an die gemeinsame Zeit bewahren kann, bis er einen Brief erhält, der ihn glauben lässt, sie für immer verloren zu haben.
Zufällig begegnen sich die beiden in Paris wieder, wo Carolines baldige Hochzeit mit einem wohlhabenden Börsenmakler stattfinden soll. Er lässt sich von deren Verlobten dazu überreden, zum Junggesellenabschied zu kommen, Caroline lädt ihn zum Tee einer Bekannten ein und selbstverständlich soll er auch bei der Hochzeit nicht fehlen. In seinem abgetragenen Anzug schämt Michael sich, er schwitzt vor Demütigung und fühlt sich kleiner und unbedeutender als je zuvor, kaum wert noch einmal auf Carolines Familie zu treffen. Doch etwas geschieht in Caroline im Laufe dieses Wiedersehens. Und Michael bleibt dies nicht verborgen. Am selben Tag erbt er eine Viertelmillion Dollar und beschließt, die Hochzeit mit allen Mitteln zu verhindern…

Die letzte Schöne des Südens
„Die letzte Schöne des Südens“ ist Ailie Calhoun, eine typische Southern Belle aus gutem Hause, stets von mehreren Männern zugleich umworben. Sie zieht den jungen Andy in ihren Bann, dem sie als eines der drei zur Verfügung stehenden und in Frage kommenden Mädchen Tarletons vorgestellt wird. Er versucht vergeblich, sie für sich zu gewinnen. Zwar geht sie mit ihm aus, jedoch muss er sich ihre freien Abende mit zuweilen zwei anderen Bewerbern teilen. Er sieht die anderen kommen und gehen und obwohl er weiß, dass er Ailie mehr Liebe schenken könnte, würde sie nur wollen, wird er unfreiwilligerweise zu einem platonischen Freund und Vertrauten für sie. Er begleitet sie weiterhin, die Hoffnung verliert er nie ganz. Bis sie sich nach sechs Jahren, in denen Andy sein Studium in Harvard abschließt, noch einmal wieder sehen…

Drei unterhaltsame und zugleich anspruchsvolle Erzählungen F. Scott Fitzgeralds und ein ehrliches Vorwort von einem seiner Bewunderer, John Updike, sind in diesem Buch gesammelt. Prädikat: Absolut lesenswert, nicht zuletzt auf Grund der unheimlichen Leichtigkeit des Schreibstils und den immer wieder im Leser aufkeimenden romantischen Hoffnungen im Kontrast zur Unzufriedenheit der Protagonisten und dem hoffnungslosen niederdrückenden Realismus.

F. Scott Fitzgerald, 1896 in St. Paul (Minnesota) geboren, wurde 1920 mit seinem ersten Roman Diesseits vom Paradies auf einen Schlag berühmt und reich. Mit seiner Frau Zelda stand er jahrelang im Mittelpunkt von Glanz und Glimmer. Alles endete jedoch im schrecklichen Kater der Wirtschaftskrise, in Alkohol, Zank und Geldproblemen. 1937 ging Fitzgerald als Drehbuchautor nach Hollywood, wo er 1940 starb.
Sein wohl bekanntestes Werk ist Der große Gatsby. Aktuell für das Kino verfilmt wurde seine Erzählung Der seltsame Fall des Benjamin Button mit Brad Pitt und Cate Blanchett in den Hauptrollen.

F. Scott Fitzgerald: Junger Mann aus reichem Haus (1922-26).
Diogenes, Dezember 2008.
163 Seiten, Taschenbuch, 8,90 Euro.

Carolin Glock

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