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Susanne Ruitenberg und Julia Breitenöder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
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Chris Mooney: Missing
Jetzt bestellen bei amazon.de! Mike Sullivan wird von seiner Mutter verlassen. Sein Vater steht in Verdacht, sie getötet zu haben und so wächst der Junge in stetiger Angst vor seinem Vater auf. Er beschließt, seinen Kindern ein richtiges Zuhause zu bieten. So ist es nicht verwunderlich, dass er trotz des Verbots seiner überängstlichen Frau beschließt, mit seiner Tochter rodeln zu gehen. Denn nichts wünscht sich Sarah mehr, als eine Schlittenfahrt auf dem kleinen Hügel ihres Heimatortes Belham. Die halbe Stadt ist dort. Mike verliert seine Tochter für einen kleinen Augenblick aus den Augen – und Sarah bleibt verschwunden, Suchaktionen erfolglos.

Der ehemalige Priester Francis Jonah wird verdächtigt, Sarah und noch mehrere andere Mädchen entführt zu haben. Als Mike ihn zur Rede stellen will, entgleist die Situation und die Bewährungsauflage des Vaters sieht vor, dass er sich dem Geistlichen nicht mehr nähern darf.

Fünf Jahre später liegt Jonah im Sterben. Mike und der örtliche Detective bemühen sich, ihm die Morde nachzuweisen, denn bislang gibt es außer der Überzeugung keinerlei Beweise. Aber Mike glaubt nicht an Mord, sondern ist davon überzeugt, dass Sarah noch lebt. Mit allen Mitteln versucht er herauszufinden, was damals geschah. Als Mikes Vater Leo inhaftiert wird, weil ein Anschlag auf einen der Bodyguards des Paters verübt wird, unterstützt Mike widerwillig seinen kriminellen Vater.

Mike muss sich den Dämonen seiner Vergangenheit stellen – und diese sind nicht nur sein Vater, sondern betreffen seine ganze Familie.

Chris Mooney gehört zu den erfolgreichen, neuen amerikanischen Thrillerautoren. Aufgewachsen ist er in Lynn/MA und kennt demzufolge den Muff der Kleinstädte. „Missing“ ist ein internationaler Bestseller, der seinen beiden Vorgängern Victim und Secrets folgt und in Spannung nicht dahinter steht.

Obwohl es unter Thrillerautoren derzeit modisch erscheint, lange auf ein Thema hinzuführen, gelingt es Mooney den Leser in kürzester Zeit in die Geschichte zu katapultieren. Missing beginnt mit einer Achterbahnfahrt, in der bereits nach 30 Seiten alle Protagonisten klar abgesteckt scheinen.

Das Buch ist spannend, das Motiv hängt in der Luft, bleibt aber bis zu letzt fragwürdig. Leider sind die Charaktere etwas zu durchgespielt, zu perfekt und wandern auf dem schmalen Grat zur Unglaubwürdigkeit. Trotzdem kippt das Buch nicht ab.

Fazit: Missing ist ein solider Psychothriller, der ohne Brutalitäten auskommt. Allein das schon macht ihn lesenswert.

Chris Mooney: Missing.
Rowohlt, Februar 2009.
384 Seiten, Taschenbuch, 8,95 Euro.

Ralf Seybold

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