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Wo ist die Grenze zwischen Pornografie und Erotik? Die 30 scharfen Geschichten in diesem Buch wandeln auf dem schmalen Grat.
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Chris Mooney: Missing
Jetzt bestellen bei amazon.de! Mike Sullivan wird von seiner Mutter verlassen. Sein Vater steht in Verdacht, sie get├Âtet zu haben und so w├Ąchst der Junge in stetiger Angst vor seinem Vater auf. Er beschlie├čt, seinen Kindern ein richtiges Zuhause zu bieten. So ist es nicht verwunderlich, dass er trotz des Verbots seiner ├╝ber├Ąngstlichen Frau beschlie├čt, mit seiner Tochter rodeln zu gehen. Denn nichts w├╝nscht sich Sarah mehr, als eine Schlittenfahrt auf dem kleinen H├╝gel ihres Heimatortes Belham. Die halbe Stadt ist dort. Mike verliert seine Tochter f├╝r einen kleinen Augenblick aus den Augen ÔÇô und Sarah bleibt verschwunden, Suchaktionen erfolglos.

Der ehemalige Priester Francis Jonah wird verd├Ąchtigt, Sarah und noch mehrere andere M├Ądchen entf├╝hrt zu haben. Als Mike ihn zur Rede stellen will, entgleist die Situation und die Bew├Ąhrungsauflage des Vaters sieht vor, dass er sich dem Geistlichen nicht mehr n├Ąhern darf.

F├╝nf Jahre sp├Ąter liegt Jonah im Sterben. Mike und der ├Ârtliche Detective bem├╝hen sich, ihm die Morde nachzuweisen, denn bislang gibt es au├čer der ├ťberzeugung keinerlei Beweise. Aber Mike glaubt nicht an Mord, sondern ist davon ├╝berzeugt, dass Sarah noch lebt. Mit allen Mitteln versucht er herauszufinden, was damals geschah. Als Mikes Vater Leo inhaftiert wird, weil ein Anschlag auf einen der Bodyguards des Paters ver├╝bt wird, unterst├╝tzt Mike widerwillig seinen kriminellen Vater.

Mike muss sich den D├Ąmonen seiner Vergangenheit stellen ÔÇô und diese sind nicht nur sein Vater, sondern betreffen seine ganze Familie.

Chris Mooney geh├Ârt zu den erfolgreichen, neuen amerikanischen Thrillerautoren. Aufgewachsen ist er in Lynn/MA und kennt demzufolge den Muff der Kleinst├Ądte. ÔÇ×MissingÔÇť ist ein internationaler Bestseller, der seinen beiden Vorg├Ąngern Victim und Secrets folgt und in Spannung nicht dahinter steht.

Obwohl es unter Thrillerautoren derzeit modisch erscheint, lange auf ein Thema hinzuf├╝hren, gelingt es Mooney den Leser in k├╝rzester Zeit in die Geschichte zu katapultieren. Missing beginnt mit einer Achterbahnfahrt, in der bereits nach 30 Seiten alle Protagonisten klar abgesteckt scheinen.

Das Buch ist spannend, das Motiv h├Ąngt in der Luft, bleibt aber bis zu letzt fragw├╝rdig. Leider sind die Charaktere etwas zu durchgespielt, zu perfekt und wandern auf dem schmalen Grat zur Unglaubw├╝rdigkeit. Trotzdem kippt das Buch nicht ab.

Fazit: Missing ist ein solider Psychothriller, der ohne Brutalit├Ąten auskommt. Allein das schon macht ihn lesenswert.

Chris Mooney: Missing.
Rowohlt, Februar 2009.
384 Seiten, Taschenbuch, 8,95 Euro.

Ralf Seybold

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