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Peter Ward: Der Rubindrache
Jetzt bestellen bei amazon.de! Der 15-jährige Rokshan lebt mit seinem Vater, einem reichen Kaufmann, und Bruder An Lushan in der chinesischen Stadt Marakanda im Jahre 818. Das Land ist von einer Legende umgeben, nach der der Weise Herr einen Drachengeist in die Verbannung geschickt hat und ihn seines Namens beraubt hat. Nur das Nennen besagten Namens und das Zusammenbringen wichtiger mystischer Gegenstände können ihn befreien. Als Rokshans Vater auf Anordnung des Kaisers hin gefangen genommen wird, da er der Zahlung von dreihundert Drachenpferden, sehr wertvollen Tieren und zugleich den Nachfolgern der nun von der Bildfläche verschwundenen Drachen, nicht nachkommt und mit einem vermeintlichen Rebellen, seinem eigenen Bruder Zerafshan, in Verbindung gebracht wird, sind die Brüder Rokshan und An Lushan auf sich allein gestellt. Der ältere Sohn begibt sich zum Volk der Darhad um mit ihnen einen Handel abzuschließen, Rokshan folgt den Worten des Geschichtenerzählers Shou Lao, der ihn zum Aufbruch drängt, um die Vorhaben seines Onkels aufzudecken und so die Ehre seines Vaters zu retten.

Eingebettet ist die Geschichte in real existierende Mythen, die in Form von Schriftstücken in dem Kloster Labrang in China gefunden wurden. In seinem Debütroman versucht der Engländer Peter Ward sein großes Interesse an Asien und Mythologien einfließen zu lassen. Das gelingt zugegeben sehr gut: »Der Rubindrache« ist unterteilt in mehrere Abschnitte, einem jeden wird eine in Labrang gefundene Schrift zugrunde gelegt, deren Inhalt dann in die Geschichte einfließt.

»Der Rubindrache« unterscheidet sich nicht nur durch den historischen Kontext von vielen anderen aktuellen Drachenbüchern. Die Drachen als solche spielen hier lediglich eine Schlüsselrolle, viel wichtiger sind die Drachenpferde, die Wesen, in die die Drachen verwandelt wurden, um das Unheil, das sie über die Welt gebracht haben, abzuwenden. Wer ein Buch im Stile von »Eragon« sucht, sollte sich deshalb eher nach anderen Titeln umsehen. Peter Wards Buch lebt von den Mythen und dem asiatischen Raum, in dem es spielt, und ist dadurch etwas greifbarer als gänzlich erfundene Jugendfantasy.

Leider lässt die Umsetzung dieser Idee an vielen Stellen zu wünschen übrig. Wortwiederholungen fallen negativ ins Auge und die ein oder andere unglückliche Formulierung lässt sich nicht übersehen, was das Lesevergnügen schmälert. Einige Konflikte werden auch – selbst für ein Jugendbuch – unbefriedigend behandelt. Roskhan, aus dessen Perspektive der Großteil des Textes erzählt wird, müsste eigentlich in eine Identitätskrise geraten. Diese wird jedoch innerhalb der Geschichte mit einigen wenigen Absätzen nebenbei erwähnt und keinesfalls ausreichend aufgegriffen. So manches Kapitel hängt an seinem Ende gänzlich in der Luft, etwas Neues wird eingebracht, dann aber nicht genauer thematisiert.

Eine tolle Idee – chinesische Mythen, ein junger Held und eben mal nicht die klassischen Drachen –, die leider in der Umsetzung einige Schwächen aufweist.

Peter Ward: Der Rubindrache.
Cbj, Januar 2009.
492 Seiten, Gebundene Ausgabe, 18,95 Euro.

Janine Gimbel

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