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Laurell K. Hamilton: Ruf des Blutes – Ein Anita Blake Roman, Band 8
Jetzt bestellen bei amazon.de! Werwölfe und Vampire in Tennessee – oder die Vampirhenkerin zwischen zwei Männern


Richard, der Anführer der Werwölfe von St. Louis steckt in Schwierigkeiten. In einem verschlafenen Nest mitten in Tennessee erforscht er, um seinen Doktor zu machen, eine Gruppe frei lebender Trolle. Doch dann wird er ins Gefängnis geworfen. Er soll eine der ortsansässigen Schönheiten allzu heftig angeschmachtet haben, versuchte Vergewaltigung, so lautet die Anklage. Seine Familie weiß sich nur einen Rat – seine Ex-Freundin Anita Blake, immerhin lizensierte Vampir-Henkerin und als solche in Polizeisachen involviert, muss helfen. Auch wenn Anita sich für den Meistervampir Jean-Claude als Bettgefährten entschieden hat, zögert die kleine Powerfrau keine Sekunde, ihrem Freund zu Hilfe zu eilen.

Kaum im malerischen Tal angekommen gerät sie zunächst mit dem Vampir-Meister von Tennessee, dann mit den Werwölfen und schließlich mit einem Dämon aneinander. Dabei wird sie manipuliert, gefangen genommen, geschlagen, verletzt und erpresst. Als ihre Gegner dann aber ihre fast Schwiegermutter kidnappen und vergewaltigen ist endgültig Schluss mit lustig – jetzt wird Anita grätig, und das ist etwas, das selbst Dämonen Angst einjagen kann ...

Im mittlerweile achten Band der nach wie vor erfolgreichsten Urban Fantasy-Reihe der Staaten schnürt die Autorin ein geharnischtes Paket voller Gefühle, Sex und Gewalt.

Schon bislang ging es nicht eben zimperlich zu, wenn Anita zu Werke geht. Da fliegen die Messer und Silberkugeln, da wird beschworen und gefightet und auch der sexuelle Aspekt rückt immer deutlicher in den Mittelpunkt der Handlung. Und, wie das bei einer Liaison mit einem Vampir und einem Werwolf so üblich ist, erwartet uns kein Blümchen-Sex, sondern wilde, animalische Lust, deren Ausprägung an Sado-Maso Praktiken erinnert. Geschickt kokettiert die Autorin hier mit den entsprechenden Beschreibungen, verpackt diese aber glaubwürdig in ein Gerüst aus Beziehungsirrungen und Wirrungen, so dass sie selbst bei der teilweise plakativen Darstellung des Aktes nie die Grenzen zur Pornographie überschreitet.
Statt dessen konzentriert sie sich auf die Beschreibungen von Anita, wie sie zwischen den zwei Alpha-Männern – dem Werwolf Richard und dem Vampir Jean-Claude – schwankt. Beide faszinieren sie auf ihre jeweilige Weise, zu Beiden fühlt sie sich hingezogen, eine Menage-A-Trois aber lehnt die nach wie vor, aufgrund ihrer Erziehung sexuell verklemmte Vampirhenkerin – noch – ab. Dieser innere Zwiespalt, der unter anderem dazu führt, dass sie nervlich angespannt viel aggressiver agiert als bisher wurde von der Autorin überzeugend herausgearbeitet.

Allerdings nehmen die entsprechenden Beschreibungen gerade im Mittelteil doch einen sehr breiten Raum ein. Zwar liest sich das Ganze interessant, doch will man Anita und den Plot unwillkürlich anschieben um endlich zu erfahren, wie die Auseinandersetzung letztlich ausgeht.

Dass Anita im Verlauf der Ereignisse ihre Moralvorstellungen zum Teufel schickt und damit innerlich austrocknet, ihre Menschlichkeit auf der Strecke bleibt, ist überzeugend real dargestellt.

Kritisch anzumerken bleibt, dass gerade die Zeichnung der Bewohner des Tals im Hinterwäldlerischen Tennessee doch sehr stereotyp ausgeprägt ist. Der korrupte Sheriff, das oberflächlich-naive Cowgirl, der gierige Landbesitzer, das wirkt doch ein wenig zu abgestandenen als dass die Figuren den Leser wirklich interessieren würden. Überhaupt konzentriert sich die Autorin fast zur Gänze auf ihre positiven Handlungsträger, die Bösewichte tauchen lediglich als grobgezeichnete Antagonisten auf.

Insgesamt gesehen einer der schwächeren Romane der Reihe, auch wenn hier Grundlagen für die Fortsetzung gelegt werden.


Laurell K. Hamilton: Ruf des Blutes – Ein Anita Blake Roman, Band 8.
Bastei-Lübbe, 2009.
572 Seiten, Tschenbuch, 9,95 Euro.

Carsten Kuhr

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