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David Whitley: Die Stadt der verkauften Träume
Jetzt bestellen bei amazon.de! Der Junge Mark wird von seinem Vater im schwerkranken Zustand an einen Arzt verkauft. Diesem gelingt es, ihn zu heilen und dann in seine Dienste zu stellen. Als Diener des Doktors lernt er Lily kennen, die für dessen Großvater arbeitet. Sie ist als Waisenmädchen in der Stadt Agora aufgewachsen und träumt davon, endlich Freiheit zu erlangen. Während die beiden Jugendlichen zueinander Vertrauen fassen, bietet sich endlich eine Möglichkeit, die Festung, auf der sie bisher gelebt haben, zu verlassen und die Stadt zu erkunden. Mark entscheidet sich dagegen und begibt sich stattdessen in die Obhut des alten Mannes, während Lily mit dem Doktor in Agora ein neues Zuhause sucht. Sie bleiben in Kontakt, auch als Mark bei dem Astrologen in die Lehre geht. Dann deckt der Junge das Geheimnis des alten Mannes auf und fühlt sich plötzlich von ihm verraten – kann er das Unheil, welches ihm bevorsteht, noch abwenden?

Erzählt wird die Geschichte im Wechsel mit besonderem Blick auf Lili und Mark, der Fokus liegt vor allem auf der voranschreitenden Handlung. Weniger interessante Stellen werden mit einigen Sätzen umrissen, aber nie genauer ausgeführt, so dass keine Langeweile aufkommt. Mysteriöse Zwischenspiele, die man als Leser mit jeder Seite besser, aber nie endgültig einordnen kann, bieten eine willkommene Auflockerung und lenken den Blickwinkel auf Personen, die außerhalb der eigentlichen Geschehnisse stehen.

Die Figuren sind geheimnisvoll gezeichnet und überraschen durch ihre Entscheidungen immer wieder. Glaubt man, einen Charakter nun einschätzen zu können, ist man sich wenige Seiten später dessen oft nicht mehr sicher. Letztendlich passen Mark, Lily, der Doktor Theo, Lilys Freundin Benedikta und alle anderen perfekt zusammen, ihr Schicksal ist – auch wenn das nicht auf den ersten Blick sichtbar wird – miteinander verbunden. Obwohl die Protagonisten im Wesentlichen Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren sind, bietet »Die Stadt der verkauften Träume« Nachdenkliches und Interessantes für alle Altersstufen und lässt sich nicht als Jugendbuch abstempeln. In Agora sind Jugendliche mit zwölf Jahren voll geschäftsfähig und müssen sich in der Stadt behaupten, besonders Mark bekommt das im Roman am eigenen Leib zu spüren. Schnell muss er in eine Rolle hineinwachsen, für die er eigentlich noch zu jung ist.

Der deutsche Titel scheint unglücklich gewählt: In Agora wird Vieles verkauft, letztendlich auch Träume, doch im Mittelpunkt der Handlung steht vor allem der Verkauf der Menschlichkeit, der Gefühle, dessen, was den Menschen ausmacht. Diese Dinge sind den Bewohnern Agoras im am Profit orientieren Tauschhandel abhanden gekommen. Die Männer und Frauen können sich nicht mehr vorstellen, für einen anderen Menschen etwas zu tun, ohne eine Gegenleistung zu erhalten. Diese erschreckende Erkenntnis wird jedoch weder im deutschen Titel, noch im englischen (benannt nach dem Mitternachtsstatut, um das sich die ganze Geschichte unterbewusst ragt) deutlich.
Dafür wurde im Goldmann Verlag Wert auf ein ansprechendes Cover gelegt, das in Blautönen – umringt von den Sternzeichen – einen Ausblick in die Weite der Welt gibt, die die Einwohner Agoras nie zu Gesicht bekommen. Ansprechend und hübsch gemacht ist dieses Buch dadurch.

Das Ende, welches der Autor seinem Buch gibt, ließ mich unbefriedigt zurück. Es wirkt überstürzt und öffnet die Handlung unfertig. Hier ist es durchaus denkbar, dass David Whitley sich für diese Variante entschieden hat, um im Falle eines Erfolges, einen weiteren Band um Lily, Mark und das Mitternachtsstatut anzuschließen.

Ein spannendes Buch, das gleichermaßen nachdenklich stimmt über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, lediglich das Ende bleibt zu bemängeln.

David Whitley: Die Stadt der verkauften Träume.
Goldmann, März 2009.
384 Seiten, Taschenbuch, 7,95 Euro.

Janine Gimbel

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