Futter für die Bestie
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Gruselig geht's in unserer Horror-Geschichten-
Anthologie zu. Auf Gewalt- und Blutorgien haben wir allerdings verzichtet. Manche Geschichten sind sogar witzig.
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Jon Kalman Stefansson: Himmel und Hölle
Jetzt bestellen bei amazon.de! Im Darwinjahr fällt mir dieses Buch zufällig in die Hände und irgendwie wird Island für mich ein wenig zum Galapagos Archipel, denn dieser eigentümliche Menschenschlag, der da so prosaisch und hoch beeindruckend beschrieben wird, hat etwas ganz eigenes entwickelt. Quasi aus den Tiefen der Islandsagen erwachsen und sie kommen nicht - und wollen es auch nicht - von den Mythen und Legenden weg, die ihr Leben prägen und das sie so fortsetzen. Da ist zum Beispiel die absolute Abhängigkeit vom Meer und die eigentümlichen Geschichten rund herum. Entweder sind sie alle selbst schon Trolle oder zumindest auf dem Weg dorthin - Menschen, die sich weigern schwimmen zu lernen, weil der Herr ihnen ja sonst Flossen gegeben hätte. Auf der Suche nach der Atmosphäre dieses Buches bin ich bei einem weiteren bedeutenden Autor fündig geworden: Christoph Ransmayrs "Die Schrecken des Eises und der Finsternis" macht ähnlich frierend bei der Lektüre. So düster und eisig alles auch beschrieben ist, so hochphilosophisch wird hier vom Leben erzählt. Unglaubliche Zitate, bei denen das Herz aufgeht. Beispiel? "Manche Worte können wahrscheinlich die Welt verändern, sie können uns trösten und unsere Tränen trocknen. Manche Worte sind Gewehrkugeln, andere Geigenklänge. Manche können den Eispanzer um das Herz zum Schmelzen bringen. Und doch taugen Worte nicht viel, und wir verirren uns auf den öden Hochlandheiden des Lebens und gehen verloren, wenn wir nichts als einen Stift zum Festhalten haben." Wahrlich kein Buch für Unterhaltungsjunkies, eher ein Buch für Menschen, die den Rand des Lebens erahnen, den Sinn nicht mehr suchen, aber das Beste draus machen.

Es ist die Geschichte eines Jungen den wir begleiten, was weiß ich in welchem Jahrhundert? Ist das wichtig? Gut, sagen wir vor ca hundert Jahren, er geht mit einem Freund, der John Miltons Verse aus dem "Verlorenen Paradies" innerlich bebend auswendig lernt und so vergisst seinen Anorak beim rausrudern auf einer Nussschale zum Dorschfang vergisst, anzuziehen. Das Eis, der Donner, der Schnee, die Schrecken der See allgemein, kommt über sie und der Freund stirbt an der Kälte. Unglaubliche Beschreibungen vom Kampf mit der tobenden See und dem Überleben. Der Junge macht sich auf, das Buch zurück zu bringen. Tappert halb erfroren durch die Kälte starrenden Hochheiden mit den lauernden Felsen und Bergen, die scheinbar selbst leben, wachsen oder schrumpfen - je nach Lichteinfall und Wetter. Und er landet am Ende des Tages am Tisch in einem Wirtshauses , wo er einen hünenhaften Kapitän mit Bierflaschen versorgt und einem blinden Teufelskerl den Kaffee nachschüttet. Das Buch zeigt, was alles möglich ist auf der Welt. Wie ein Gemälde vor dem man schaudernd steht, nein ehrfürchtig.

Jon Kalman Stefansson: Himmel und Hölle.
Reclam, Februar 2009.
231 Seiten, Hardcover, 18,90 Euro.

Fred Ape

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