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Carla Rot: Patentlösung
Jetzt bestellen bei amazon.de! Simone Dreyer, eine junge Schauspielerin, die seit ihrem 11. Lebensjahr in London lebt, sitzt am Düsseldorfer Flughafen und lässt ihr Vorsprechen bei der Firma D-Games Revue passieren. Nachdem sie in London nur Absagen kassiert hat, ist sie aus purer Verzweiflung zu diesem Casting in ihre Geburtsstadt gereist. Und hat den Text, den die Schauspieler sprechen sollen, in der Luft zerrissen. Trotzdem – oder gerade deswegen? – hat sie den Job als Spieleentwicklerin bekommen und verkürzt sich die Wartezeit, indem sie die Szene umschreibt. Sie bleibt nicht allein am Tisch, zwei Herren setzten sich nacheinander dazu; der erste kommt ihr vage bekannt vor. Offenbar sind sie verabredet, beachten Simone nicht. Erst, als Simone ihre Handtasche vom Boden aufklauben muss, die der zweite herunter gestoßen hat und danach der ganze Tisch umstürzt, werden sie ihrer gewahr, zum Glück gehen sie bald.
In der Warteschlange vor der Sicherheitskontrolle trifft sie den ersten der Herren wieder. Er schluckt eine Tablette und bricht Minuten später sterbend in Simones Armen zusammen; vergiftet, durch Zyankali.
Es stellt sich heraus, dass der Ermordete der Patentanwalt ihre Vaters war. Der verstarb vor 12 Jahren an einem Unfall, bevor er seine Erfindung patentieren lassen konnte, seine Firma ging in Konkurs, Frau und Tochter mussten in London neu anfangen. Für Kommissar Flessner ist die Sache klar: Simone hat späte Rache geübt ...

Es gibt Leser, die kritisieren die Rückblende auf Simones Vorgeschichte und das Casting am Anfang dieses Krimis. Ich kann mich dem nicht anschließen. Im Gegenteil, mir hat es gefallen, Simone und ihre impulsive Art kennen zu lernen, bevor sie in den Klauen der Polizei dasitzt und befragt wird; um eine Figur, die ich kenne, bange ich mehr als um einen bloßen Namen. (Nebenbei bemerkt geschieht der Mord auf Seite 22, also ist die Wartezeit nicht lang).
Die Szene bei D-Games ist so witzig und lebendig, dass ich gleich in die Handlung hineingezogen wurde. Es ist für mich absolut plausibel, dass Simone im Café diesen Triumph Revue passieren lässt, nachdem ihre Situation vorher ausweglos schien. Und nebenher läuft die Handlung mit den beiden Herren ab, die sich sehr merkwürdig verhalten, wie aus dem Augenwinkel wahrgenommen, das ist sehr geschickt gemacht.
Mich hat beim Lesen eines erstaunt: Wie es der Autorin gelungen ist, so viel Handlung und spannende Wendungen in diese 238 Seiten zu packen. Hast Du einen Trick zur Verdichtung angewandt, möchte ich sie fragen, man meint beim Lesen, all das könnte unmöglich in ein Taschenbuch passen.
Die Figuren sind lebensecht und plastisch. Bei den Nebenfiguren besonders Hauptkommissar Zeitz, der kurz vor seiner Pensionierung steht und es nicht mehr mit allen Vorschriften so genau nimmt; der Kanzleipartner des Ermordeten, der an einem Waschzwang leidet; Alexa, die frühere Sekretärin von Simones Vater, bei der Simone zu Gast ist, eine unabhängige, schwer zu durchschauende Frau. Simone, die impulsive Schauspielerin, die ihre eigenen Gefühlsregungen nicht verbergen kann und die mehr als einmal erst redet, und danach erst nachdenkt, ist eine liebenswerte Hauptfigur.
Durch gelungene Passagen aus der Innenansicht der Figuren konnte ich mich in jeden Perspektivträger gut hineinversetzen. Die Dialoge sind lebendig und an manchen Stellen ausgesprochen witzig.
Nebenbei und ohne die Handlung zu behindern, schildert die Autorin anschaulich, wie ein Computerspiel entsteht, liefert dem Leser einen interessanten Blick hinter die Kulissen.
Die Spannung schraubt sich durch Wendungen und unerwartete Entdeckungen bis zu einem rasanten Showdown am Ende immer höher.
„Patentlösung“ ist der erste Kriminalroman der Autorin. Und hoffentlich nicht der letzte!

Carla Rot: Patentlösung.
TB, Droste, März 2009.
238 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Susanne Ruitenberg

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