Futter für die Bestie
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Gruselig geht's in unserer Horror-Geschichten-
Anthologie zu. Auf Gewalt- und Blutorgien haben wir allerdings verzichtet. Manche Geschichten sind sogar witzig.
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Volker Kutscher: Der stumme Tod
Jetzt bestellen bei amazon.de! Berlin im Jahre 1930 war eine pulsierende Großstadt voller Leben und Zukunftspläne. Neue Techniken begannen die Kunst zu verändern, Schallplatten und Radio traten mit der Lektüre in Konkurrenz. Und der neu entwickelte Tonfilm revolutionierte das Kino – nicht länger nur Bilder, sondern auch Sprache wurde den Schauspielern jetzt abverlangt, was für manchen das Ende der Karriere bedeutete. Aber nicht jeder Filminteressierte wusste die Möglichkeiten der neuen Technik zu schätzen, sah gar das Ende des Films als wahre Kunst gekommen. All das interessiert den Kommissar Gereon Rath aus Köln zunächst nur am Rande. Er versucht in der Berliner Mordkommission Fuß zu fassen und die Rätsel um verschwundene und tote ehemalige Stummfilmschauspielerinnen, die gerade auf dem Weg zu Tonfilmschauspielerinnen waren, aufzuklären.

Im Berlin der 30er Jahre gab es aber auch viele Probleme, die die Menschen damals beschäftigten und deren Auswirkungen erst im Nachhinein deutlich wurden. Die Weltwirtschaftskrise hatte ein Heer von Arbeitslosen auf die Straßen gebracht, die instabile Politik der Weimarer Republik schlug oft in Gewalt um und Antisemitismus war in vielen Kreisen alltäglich. Volker Kutscher bringt es fertig, dieses Berlin vor dem Auge des staunenden Lesers aufzubauen, ohne dass der Blick des Lesers unwillkürlich einige Jahre in die Zukunft schweift. Wie verzweifelt man auch mit illegalen Mitteln um die vorhandenen Arbeitsplätze kämpft, zeigt er am Beispiel der Ford-Werke, die von Berlin nach Köln umziehen sollen. Politik taucht am Rande in der Wessel-Beerdigung auf, für die die Berliner Polizei Ruhe und Sicherheit sicherstellen muss. All das wird erwähnt, ohne jemals ins Klischeehafte aufzugleiten, die Figuren leben in den 30er Jahren und haben eine Vergangenheit, die den 1. Weltkrieg mit einschließt, aber sie sind deutlich mehr als Staffage für einen erhobenen Zeigefinger.

Erzählt wird im Wechsel zwischen der Perspektive des Kommissars und des Mörders. Ungewöhnlich ist, dass der Leser den Mörder bereits nach etwas der Hälfte des Romans kennt, nicht jedoch der Kommissar. Der Spannung schadet das in keiner Weise.

Gereon Rath ist ein herrlicher Kommissar mit Schwächen und eigenem Kopf, den er sich häufig an der preußischen Mentalität seiner Berliner Kollegen anstößt. Mit ihm ist mir etwas passiert, was schon lange nicht mehr vorgekommen ist: Es trieb mich nach Einbruch der Dunkelheit noch an den nächsten größeren Bahnhof, um den ersten Band von Volker Kutscher zu besorgen. Ich wollte einfach wissen, was diesem Kommissar geschehen ist, damit er so geworden ist, wie er ist. Und außerdem möchte ich bitte ganz dringend im dritten Teil erfahren, was denn jetzt mit Charley und diesem Cowboy wird und was Gereon Rath mit seinem neuen Hund anstellen wird und wie er seine Kollegen und Vorgesetzte dann das nächste Mal verärgern wird.

Fazit: Spannender Krimi mit starkem Protagonisten in einer aufregenden Zeit. Unbedingt empfehlenswert.

Volker Kutscher: Der stumme Tod.
Kiwi, Februar 2009.
541 Seiten, Hardcover, 19,95 Euro.

Regina Lindemann

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