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Lauren Groff: Die Monster von Templeton
Jetzt bestellen bei amazon.de! Nach zwei Jahren der Abwesenheit kehrt die 28-jährige Willie, die über viele Generationen mit dem bekannten Marmaduke Temple verwandt ist, zurück in ihre Heimatstadt Templeton im Staat New York, USA. Dort wuchs sie im Haus der Großeltern nur mit ihrer Mutter auf. Sie sei, so erzählte Vi ihr bereits in jungen Jahren, in der Freizügigkeit einer Hippie-Gemeinde gezeugt wurden und als Vi durch den Tod ihrer eigenen Eltern zurück nach Templeton kam und merkte, dass sie schwanger sei, blieb sie mit dem Kind in der Stadt. Nun ist Willie selbst schwanger und verzweifelt. Der Vater ist kein geringerer als ihr Professor, der zudem verheiratet ist. Wird er für das Kind Verantwortung übernehmen?
Willies Mutter findet keinen besseren Zeitpunkt, um ihrer Tochter zu eröffnen, dass sie den genauen Namen von Willies Vater sehr wohl kennt und der Mann in Templeton wohnt. Willie muss feststellen, dass ihr bisheriges Leben auf einer Lüge aufgebaut hat und setzt alles daran, die wahre Identität ihres Vaters aufzudecken, während im an die Stadt angrenzenden Flimmerspiegelsee ein Ungeheuer geborgen wurde. Welche Ungeheuer wird Willie in ihrer eigenen Vergangenheit bergen müssen?

Im Vorwort stimmt die in Cooperstown, New York, geborene Autorin die Leser auf ein Buch der ganz besonderen Art ein. Sie behauptet, dass die Kunst des Schreibens einer Geschichte darin läge, zu lügen und dabei die Wahrheit zu sagen. Nach diesem Schema funktioniert »Die Monster von Templeton«. Lauren Groff nutzt ihre Heimatstadt und den dort geborenen Schrifsteller James Fenimore Cooper sowie den Mythos um das Monster von Loch Ness, um eine über Jahrhunderte reichende Geschichte heraufzubeschwören. Sie spannt ein faszinierendes Band zwischen Vergangenheit und Fiktion, das die Leser zum Staunen bringen und zugleich mit einem traurigen Blick zurücklassen wird. Denn die Figuren aus Templeton wachsen einem in den gut 500 Seiten ans Herz, da sie eine besondere Eigenschaft haben – sie sind lebendig!

Verfolgt werden mehrere Handlungsstränge, in deren Mittelpunkt oft Willie steht. Einerseits ihre Suche nach der Identität des eigenen Vaters, ihre Schwangerschaft und die Krankheit ihrer Freundin Charlotte. Zudem der Wirbel um ‚Flimmy’, das Ungeheuer aus dem See, und zahlreiche Tagebucheinträge, Notizen, Briefwechsel von Willies Verwandten, die – manchmal in gekürzter Version – dem Leser ebenfalls zur Verfügung stehen, und Meinungen anderer involvierter Charaktere zum Geschehen oder zu Willie selbst. Dabei wird im Text immer wieder auf tolle, unkonventionelle Elemente gesetzt. Ein immer wieder fortgeschriebenes Schaubild zu Willies Stammbaum, in dem neue Erkenntnisse eingebaut werden und Bilder der Verwandten – beides liebevoll von Autorin und gegebenenfalls Übersetzerin kommentiert. Diese gelungene Mischung führt dazu, dass so gut wie nie Langeweile aufkommt.

Sympathische Witze, keine derben Schenkelklopfer, und besagte liebenswerte Charaktere runden das Gesamtbild ab. Bei Willie, Vi, Charlotte und all den Templetons und Averells läuft im Leben nicht immer alles glatt. Bereits das macht sie zu glaubwürdigen Charakteren, von denen viele ein dunkles Geheimnis hüten. Die Ungewissheit über die Vergangenheit, gepaart mit der drohenden Zukunft braut eine Mischung herauf, der man sich nicht entziehen kann. Spannend wie ein guter Krimi und doch gleichfalls eine Geschichte fürs Herz. »Die Monster von Templeton« ist eine so reichhaltige Erzählung, das für jeden Geschmack etwas dabei ist!

Wenn auch das Ende allzu amerikanisch daherkommt, bleibt »Die Monster von Templeton« ein Feuerwerk. Ein Buch mit farbenfrohen, lebensechten Charakteren aus unterschiedlichsten Zeiten und Generationen. Hier tut es einem in der Seele weh, das Buch nach Beendigung zur Seite legen zu müssen!

Lauren Groff: Die Monster von Templeton.
C.H. Beck, Februar 2009.
507 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,90 Euro.

Janine Gimbel

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