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Robert Redick: Windkämpfer
Jetzt bestellen bei amazon.de! Ist das der große Fantasy-Abenteuerroman ?

Was braucht man, um ein faszinierendes Fantasy-Abenteuer-Gran zu spinnen?

Nun, im großen Kochbuch „Wie schreibe ich einen Fantasy-Bestseller“ kann man nachlesen, dass folgende Ingredienzien ganz nützlich wären:

Ein Waisenjunge mit einer magischen Gabe, zwei mächtige, einander feindlich gestimmte Reiche, Spione, Verräter und Schurken satt, dazu intelligente Tiere, Magie, ein riesiges Segelschiff und ein paar Piraten, wenn gerade welche übrig sind – voila, der Bestseller sollte angerichtet sein.

Redick hält sich an das Rezept – und er scheitert damit!

Fangen wir am Beginn an.

Im Hintergrund erwartet uns ein Seefahrer-Imperium, das sein Vorbild, das Englische Commonwealth kaum leugnen kann. Der nautische Handel brachte Reichtum ins Land, die militärische Vormachtstellung wurde nur durch ein zunächst mysteriöses, weit entferntes Reich bedroht. Der beginnende Verfall des Reiches hat zu Überlegungen geführt, wie man den schwelenden Konflikt beenden kann.

Botschafter sollen ausgetauscht werden, persönliche Beziehungen geknüpft und Vertrauen aufgebaut werden. Mit der I.M.S. Chathrand, dem letzten der riesigen Segelschiffe des Imperiums soll der Kontakt hergestellt werden. Nicht weniger als sieben Decks hat das Schiff, doch die Mission, so erfährt der Leser gleich zu Anfang der Lektüre scheint gescheitert zu sein – die Chathrand ist zusammen mit ihrer gesamten Besatzung verschollen. Auf gut 700 Seiten erfährt der Leser, wie es dazu kommen konnte.

Zu Viel des Guten verdirbt das Rezept

Eigentlich ist die Ausgangslage so uninteressant nicht. An Bord des Schiffes treffen sie alle aufeinander – der Waisenjunge, der wahnsinnige Kapitän, der intrigante Spion, der habgierige Händler etc.

In nicht weniger als sieben Handlungsebenen berichtet uns der Autor dann vom Fortgang der Handlung – und verliert bei all der Detailtreue, den riesigen Mengen an Fakten und Daten, die er mit sich schleppt, nur leider seinen Leser aus den Augen.

Da mögen die Sätze noch so stilistisch meisterhaft erdacht worden seien, allein, es mangelt am Lesefluss. Viel zu oft erklärt der Autor seinem Leser Situationen statt diesen selbst urteilen zu lassen, häuft er Fakten und Einfälle über seine Handlung, und erstickt diese damit.

Hinzu kommt, dass der kompliziert aufgebaute Plot insbesondere zu Beginn des Romans den Leser verwirrt. Zu viel strömt auf ihn ein, dauernd wechseln die Sichtweisen, die Personen, insbesondere die Protagonisten erweisen sich zudem als recht stereotyp. Dies ändert sich zwar im Verlauf des Buches, zumal sich auch noch interessante Nebencharaktere dazu gesellen, dennoch wird der Leser hier überfordert, so dass Viele wohl frustriert das Handtuch werfen werden.

Wie passt das alles zusammen, wann endlich ergeben die Puzzleteile ein zumindest grobes Bild und wenn es wenigstens nur Umrisse wären, die man erblicken könnte, das fragt man sich. Allein, es dauert viel zu lange, bis sich die jedes für sich interessanten Teilchen an ihren Platz fügen.

Ridick ist sicherlich ein Autor, der Einfälle hat. Er weiss genau, was er seinem Leser erzählen will, allein die grosse Kunst zu wissen, was er weglassen kann, was er streichen muss ist ihm, noch zumindest, nicht geläufig. Was sich hinter all den Ideen verbirgt, das ist in sich durchaus spannend, ja letztlich überraschend, doch der Weg dahin zu kompliziert, als dass ihm viele Fans folgen werden.

Robert Redick: Windkämpfer.
Heyne, April 2009.
731 Seiten, Taschenbuch, 15 Euro.

Carsten Kuhr

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