Honigfalter
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Andreas Brandhorst: Äon
Jetzt bestellen bei amazon.de! In Kalabrien, Italien, vollbringt ein 9-jähriger Junge Wunderheilungen. Nach der offiziellen Bekanntgabe durch den Vatikan reisen tausende Pilger und Kranke zu dem kleinen Dorf, um den Jungen Raffaele mit eigenen Augen zu sehen. Auch der Hamburger Journalist Sebastian Vogler wird von seinem Chef gezwungen, nach Kalabrien zu fahren, um von dort zu berichten. Dabei ist er gerade mit einer Reihe von Selbstmorden beschäftigt und lässt dieses Rätsel nur ungern hinter sich. Skeptisch beginnt er seine Reise.
Kurz nach seiner Ankunft bricht Sebastian, der bereits in Deutschland seit Wochen von starken Kopfschmerzen gequält wurde, zusammen. Im Krankenhaus wird ein Hirntumor festgestellt, der sofort operiert werden soll. Vom einen Moment auf den anderen ist Sebastian selbst auf Raffaeles Hilfe angewiesen. Er wird tatsächlich geheilt, doch dann entdeckt sein Chef in Hamburg, dass es Verbindungen zwischen den Toten und dem Wunderknaben gibt. Sie alle waren innerhalb des letzten Jahres bei Raffaele. Besteht für Sebastian noch Hoffnung und kann er das Rätsel um die Wunderheilungen und Morde lösen?

Im Mittelpunkt der Handlung, die den Aufhänger für die Geschichte bietet, steht ein Junge namens Nikolaus, historisch belegbar der Anführer des deutschen Kinderkreuzzuges von 1212, bei dem tausende Kinder aus Frankreich und Deutschland versuchten, ins Heilige Land zu ziehen. In »Äon« wird davon berichtet, wie der Junge auf einen Mann trifft, den er für Jesus hält – auch das lässt sich noch historisch belegen. Auf ähnliche Weise folgt der Autor oft derartigen Spuren aus der Vergangenheit, dichtet dann aber etwas hinzu, das ihm Stoff für seinen Roman gibt. Die Entwicklungen gehen rasant von statten und werden detailliert beschrieben, dass man letztlich nur noch glauben möchte, dass es genau so passiert ist.

Als Leser folgt man einer Vielzahl von Figuren, wenn auch der Journalist Sebastian Vogler mehr Aufmerksamkeit als die anderen erhält. Die ‚Kontaminierten’, all jene, die mit der besonderen Saat infiziert wurden, sind in gleicher Weise Handelnde wie ein italienischer Priester, mehrere deutsche Polizisten, der Zeitungschef oder die Katholikin Anna, die zugleich Sebastians Exfrau ist. Sie spannen ein Netz über viele Länder Europas, die Handlung ist nicht nur auf Hamburg beschränkt, sondern findet auch in Italien, Lettland und Frankreich statt, dem Land, in dem es zu einem furiosen Finale in den Pariser Katakomben kommt. An den entscheidenden Stellen ist der Text phantastisch geschrieben, insbesondere einige Szenen am Anfang und Ende gehen unter die Haut. Die Handlung ist angereichert mit Action und Abwechslung, bietet aber gleichermaßen ruhige Teile, in denen auch Fragen aufkommen, denen man sich stellen sollte. Szenen- und Ortswechsel findet dabei immer an den spannendsten Stellen statt, die Leser werden so geschickt dazu gezwungen, immer weiter zu lesen.

Abwechslung im Text bieten die später eingebrachten Erinnerungen des Jungen Nikolaus, aus dessen Sicht Erfahrungen während des Kreuzzugs geschildert werden. Störend hingegen erweist sich mit der Zeit die Rahmenhandlung generell, die immer und immer wieder beschrieben wird, ohne im Mittelteil des Romans wirklich weiterzukommen. Dies ist einer der unliebsamen Nebeneffekte der vielen Figuren, die sich natürlich alle auf einem unterschiedlichen Wissenstand befinden, was den Zusammenhang zwischen Kreuzzügen, Kontaminierten und Wunderheilungen angeht.

Insgesamt ein rasant erzählter Roman, der nur selten langweilig wird und in dem die dargebotene Geschichte unterhaltsam aufbereitet wird.

Andreas Brandhorst: Äon.
Heyne, Januar 2009.
608 Seiten, Taschenbuch, 13,00 Euro.

Janine Gimbel

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