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Susanne Ruitenberg und Julia Breitenöder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
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Ricarda Jordan: Die Pestärztin
Jetzt bestellen bei amazon.de! Im Mainz zu Anfang des 12. Jahrhunderts hinterlässt eine sterbende Unbekannte ein Kind in einem Hurenhaus, das durch das Eingreifen der Hebamme von einem jüdischen Haushalt unterstützt bei einer Ziehmutter aufwächst. Das auf den Namen Lucia getaufte Mädchen erweist sich als klug und wissbegierig. Aber sie wird fortgeschickt, als sie heranwächst und sich eine Liaison zwischen ihr und dem Sohn des Hauses anbahnt. Durch die maurische Amme der jüdischen Tochter kam sie mit arabischen Medizinschriften in Kontakt. Dieses Wissen erweist sich als wertvoll, als 1348 die Pest auch nach Mainz kommt. Lucia arbeitet zusammen mit dem engagierten Arzt Clemens von Treist und heiratet ihn, kurz bevor sie ihn krank in einem Pesthaus zurücklassen muss. Es verschlägt sie nach Landshut, wo sie zuerst im Judenviertel wohlwollend aufgenommen und später wieder vertrieben wird und danach in Adelskreise gerät, wo man ihre wahre Herkunft entschlüsselt.

Dana Geissler liest sehr angenehm und professionell, es ist mehr die Vorlage, die hier kein echtes Vergnügen aufkommen lässt. Kaum ein Klischee wird ausgelassen, von der barmherzigen armen Hebamme über den bösen Onkel bis zur verbotenen Liebe zum tapferen, aufrechten Recken. Deutlicher als „böser Onkel“ sind die Antagonisten auch selten profiliert. An manchen Stellen stolpert man über die nicht saubere Logik, etwa bei der Ausbildung von Lucias Mann Clemens, der gleich an drei Universitäten Medizin studiert hat, engagiert und neugierig ist, unter anderem in Salerno war – bekannt und berühmt gerade für seine Nähe zu arabischen Einflüssen in der Medizin – und dann vom Standardwerk der arabischen Medizin noch nie gehört hat. Oder bei der Beschreibung des Turniers: Ich habe noch nie versucht, eine Turnierlanze, mindestens armdick, länger als ein Pferd und so schwer, dass es Ösen in jeder Rüstung zum besseren Halt gab, zu werfen, glaube aber trotzdem nicht, dass ein Ritter in voller, unbeweglicher Rüstung damit zielgenau und kräftig genug werden kann, um die Ansatzstellen der gegnerischen Rüstung zu durchdringen. Dass man während des Hörens über solche Fragen überhaupt nachdenkt, zeigt zum einen die Häufung davon und zum Zweiten, dass die Geschichte auch nicht so spannend erzählt ist, dass man die Realität einfach vergisst.

Fazit: Sehr leichte Kost und nichts für erfahrene Mittelalterleser


Ricarda Jordan: Die Pestärztin.
Lübbe, März 2009.
CD, 19,95 Euro.

Regina Lindemann

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