'paar Schoten - Geschichten aus'm Pott
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Das Ruhrgebiet ist etwas besonderes, weil zwischen Dortmund und Duisburg, zwischen Marl und Witten ganz besondere Menschen leben. Wir haben diesem Geist nachgespürt.
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Juli 2001
Das Geschenk
von Dirk-Uwe Becker

"Happy birthday to you!" Die ganze Gesellschaft brach in Hochrufe auf das Geburtstagskind aus. Anne reichte ihrem Mann ein Glas Sekt und küsste ihn dann innig. "Auch von mir alles Gute, Schatz!", sagte sie. "Ich hab aber noch kein Geburtstagsgeschenk für Dich besorgen können. Erstens hatte ich bisher keine Zeit. Und zweitens hast Du ja alles, was sich ein Mann in Deinem Alter nur wünschen kann." Frank schluckte erst einmal den Sekt hinunter. "Eigentlich hast Du recht!", sagte er. "Ich habe im Prinzip alles und wüsste jetzt auf die Schnelle auch nichts." "Siehst Du!", Anne schob sich gerade ein Kanapee in den Mund. "Aber ich bin gar nicht so - ich habe doch was für Dich!" Während sie schmatzend den Krabbencocktail verzehrte, zog Anne ihren Frank beiseite. "Wenn die Gäste heute Abend weg sind, werde ich Dich im Bett so richtig verwöhnen, Schatz. Das hast Du Dir doch schon so lange gewünscht, seit ich wegen des Schulstresses und meiner Hausfrauenpflichten kaum noch Zeit für Dich finde." Anne sah Frank strahlend an. Mit einer reaktionsschnellen Bewegung hatte sie das Senfgurkenstückchen aufgefangen, das Frank gerade aus dem offenen Mund gefallen war. Geistesabwesend steckte Anne es sich selbst in den Mund. "Hm," sagte sie "schmeckt ja vorzüglich! Gurken sollen eine aphrodisische Wirkung besitzen, Schatz. Hier, probier mal!"

Da die Geburtstagsparty schon mit dem Nachmittagskaffe begonnen hatte, verließen die letzten Gäste gegen 23 Uhr das Haus. Frank zog Anne gleich ins Schlafzimmer. "Ich bin jetzt aber sehr gespannt auf mein Geschenk!", sagte Frank, während er sich zwischen Flur und Bett bereits der halben Kleidung entledigt hatte. Hm, Anne überlegte. In diesen Sockenhaltern und der Boxeruntershorts, dessen starkes Bündchen kaum den Bauch zu tragen vermag, sieht mein Göttergatte ja nicht gerade wie ein einladendes Partyhäppchen aus. Anne knöpfte ihre Bluse auf. Langsam ließ Anne ihren Rock nach unten sinken. Sie hatte sich heute morgen von ihrem eigenen Geld extra im Dessous-Laden schwarze Unterwäsche mit durchbrochenen Spitzen gekauft. Ihre Brustwarzen lugten neugierig und rot vor Scham daraus hervor. Frank lag schon nackt auf dem Bett und ließ seine Blicke gierig über Annes verführerischen Körper gleiten. "Autsch!" Die Sache mit dem nippelfreien BH war doch nicht so toll, wenn ihr das Teil die Dinger beim Ausziehen auch noch abriss! "Ist was, Anne?", fragte Frank und richtete sich halb auf. "Ach nichts, Schatz! Das war nur ein Seufzer meines Verlangens", erwiderte Anne. Ich bin doch keine Sado-Maso-Tante, dachte sie. Dies Teil würde Frank so schnell nicht mehr an ihr bewundern können, das wusste sie jetzt. Frank hatte sich wieder aufs Bett zurücksinken lassen, ganz in Erwartung seine exhibitionistischen Geschenkes. Dass es bei uns Frauen auch immer so aufwendig sein muss, dachte Anne, während sie versuchte, den Schnappverschluss ihres BH's zu öffnen, ohne dass ihre Fingernägel dabei wieder abbrachen. Mit einem kecken Schwung ihrer langen Beine schleuderte sie das Höschen in die Ecke. "So - das Geschenk ist fertig!", sagte sie zu Frank und ließ sich neben ihm aufs Bett sinken. "Dann wollen wir mal sehn..."

Anne besah sich ihren Gatten, der die Augen in Erwartung der kommenden Genüsse bereits geschlossen hatte und wie auf dem Präsentierteller da lag. Ihre Finger ergriffen Franks Brustwarzen und zwirbelten sie zärtlich. Franks Stöhnen zeigte Anne, dass das Geschenk dabei war, seine Wirkung zu entfalten. Gut so, dachte sie und ließ ihre Finger über sein Brustbein bis zum Nabel gleiten, der die Form eines zugeknoteter Luftballons besaß, dem die Aufblastülle fehlte. Wenn ich das Teil nur aufkriegen könnte, sinnierte Anne, den Nabel betrachtend. Wenn die Luft daraus entweichen könnte, um seinen Bauch etwas kleiner werden zu lassen. Nur so viel, dass er in seiner Männlichkeit nicht gekränkt wird - andererseits aber der Gürtel nicht mehr als Spannband herhalten muss. Ihre Finger näherten sich jetzt seinem Schambereich. Fasziniert sah Anne auf das blassweiße Fleischpflänzlein, das zwischen Franks Oberschenkeln hing und sich jetzt langsam bewegte, als ihre Fingerkuppen begannen, an der Innenseite seiner Schenkel entlang zu streichen. Sie visierte Franks Bauch an. Komisch, dachte Anne. Der Schnuller da unten bläht sich auf, als ob jemand hinein bläst, aber der Bauch wird auch nicht schrumpeliger dadurch. Also doch keine Verbindung zwischen Ballonbauch und Penistülle zum Druckausgleich. Schade! Anne liebte das quietschende Geräusch, wenn bei einem aufgeblasenen Luftballon die Gummitülle so weit auseinander gezogen wird, dass die Luft gepresst entweichen konnte.

Frank fing an zu schnurren. Aha, es geht ihm gut. Anne war zufrieden mit sich. Sie ließ ihre langen Haare über seinem Bauch pendeln, so dass die Haarspitzen gerade eben die Haut berührten. Auf Franks Körper bildete sich Gänsehaut. Aber es schien ihm nicht unangenehm zu sein, denn er schnurrte weiter. Anne starrte gebannt auf diesen Fleischstab, der ihr aus der Tiefe der Bettoberfläche entgegen wuchs. Ein blasser, blaugeäderter, wahrscheinlich von Alters wegen leicht gekrümmter Leuchtturm in einer Wiese mit verkohltem Gras, kam ihr in den Sinn. Nur dass er an der Spitze nicht leuchtet. Anne hätte sich fast verschluckt. Wenn der auch noch leuchten würde, Anne gluckste in sich hinein. Sie dachte an die Pärchen, die sich bei einbrechender Dunkelheit im Stadtpark zum tête-a-tête trafen. Wenn das Teil an der Spitze leuchten würde...zig Glühwürmchen nachts im Stadtpark, schwingen auf und schwingen nieder. Mittlerweile pendelten ihre Haare über Franks Unterleib, umhüllten seinen Zeugungsturm und ließen ihn teilweise wieder sichtbar werden, als ob auf dem Grund eines Sees ein dicker Aal seinen neugierigen Kopf aus dem Dickicht der Tangwälder heraus strecken würde.

Mal sehen, ob ich ihn nicht doch zum Leuchten bringe, und wenn es nur ein schwaches Glühen ist, dachte Anne. Sie nahm das leicht pulsierende Teil in die Hand und begann mit der Ayurveda-Massage. Natürlich hatte sie mehrere Bücher, versteckt in ihrem Sekretär, über Tantra und andere Liebestechniken. Aber ihr fehlte lange das geeignete Versuchsmaterial. Jetzt lag es vor ihr. Ziemlich ruhig. Nur leise vor Erregung zitternd. Anne spürte die Zunahme der Mächtigkeit. Es erinnerte sie irgendwie an einen Vulkan. Zuerst ist nichts los. Alles ruhig. Dann die ersten leichten Zuckungen des Bodens, gefolgt von ein paar schmutzig-weißen Rauchwolken aus dem Schlot. Igitt! Anne zog ihre Hand zurück. Das ist ja ein Unterwasservulkan. Kleine Tröpfchen statt Wolken. Im Wohnzimmer unten schlug die Uhr zur 24ten Stunde. Anne setzte sich ruckartig auf. Ihr Blick fiel auf Frank, dessen Augen immer noch geschlossen waren. Sein Leuchtturm schwankte im Sturm seiner Gefühle. "Anne – was ist los? Warum machst Du nicht weiter? Ich stehe kurz vor dem Durchbruch." Frank hatte seine Augen geöffnet und sah Anne an. "Weißt Du, wie spät es ist, mein kleiner Vulkan?", hielt sie ihm entgegen. "Es ist jetzt Null Uhr. Der neue Tag hast begonnen. Geburtstag war gestern." Franks verblüffter Gesichtsausdruck erheiterte Anne. "Heißt das, ...?" "Jawohl – das heißt das!" Anne zog sich ihr Neglige über und kroch unter die Bettdecke. "Aber ich bin jetzt gerade so richtig in Fahrt!" Frank zog seinen Schmollmund, den Anne bestens kannte. "Bleib noch ein bisschen so unbedeckt liegen. Die Kühle wird Dein Problem schnell lösen." Mit diesen Worten zum Tagesanfang drehte sich Anne auf die Seite und schlief ein.

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