Nur eine Nacht von Brunhilde Rusch
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Ich habe den Himmel offen geseh'n
nur eine Nacht - in herrlichem Traum,
konnte sogar auf den Wolken geh'n,
waren so weich wie Watte und Flaum.
Alles aus Gold, überall strahlendes Licht,
kein Mensch, der geweint noch geklagt,
nur Freude, Gesang, Schmerzen gab es nicht,
alles war so, wie die Bibel es sagt.
Der Himmel ist offen, jeder kann hinein,
nicht nur im Traum - für nur eine Nacht,
doch es gibt keinen Freifahrtschein,
weil Gott Jesus zum Weg gemacht.
Nur eine Nacht sind Tränen geflossen
aus Blut, die aus Liebe geweint,
Er hat sie für dich und mich vergossen,
Er starb, damit wir im Himmel vereint.
Nur eine Nacht streck' dich nach Ihm aus,
Er wartet voll Sehnsucht auf dich,
Er ist die Tür in das Vaterhaus,
ruf' glaubend zu Ihm: "Rette mich!"
Nur eine Nacht
Weißt du, da gab es nur eine Nacht,
in der ich mit dir Schluss gemacht,
ich war so enttäuscht, d'rum wollte ich geh'n,
dich, den ich liebe, gar nicht mehr seh'n.
Ich lief einfach fort, nur eine Nacht weit,
war getrennt von dir eine ganze Zeit,
du warst nicht da, du fehltest mir sehr,
in mir die Sehnsucht, mein Herz war so schwer.
Wir hatten doch nicht nur eine Nacht
uns geliebt, uns unendlich glücklich gemacht,
so viele Jahre, die gemeinsam wir gingen,
die wir wie Kletten aneinander hingen.
Auf einmal - o Gott - bin ich aufgewacht,
hab' über alles noch 'mal nachgedacht,
nach dem Streit zu vergeben hatte ich versäumt,
darum - nur eine Nacht - so schlecht geträumt. |
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