Futter für die Bestie
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Gruselig geht's in unserer Horror-Geschichten-
Anthologie zu. Auf Gewalt- und Blutorgien haben wir allerdings verzichtet. Manche Geschichten sind sogar witzig.
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August 2001
Erotik
von Karim el Bureiasi

Ich muss zurück, und neu verstehen, das ist alles, vielleicht ein Einfaches, vor allen Dingen aber bist es du, fremder Augenblick ins Wortlose gesendet, deine Lippen haben ein Bestimmtheit, die ich nicht fürchte, deine Augen sind zu groß, vorerst kreise ich dich ein mit der Bedacht eines Feiglings, unverwandt ist dennoch mein mich Nähern, während du stehst, suche im Abwarten deiner Haltung eine Geste, nichts ist schwärzer als die Erinnerung an schreckliche Tage, die ich durcheilte auf der Suche nach einer Antwort auf das Unverständliche, warum bebt mein starkes Herz, meine Haut ist feucht, die Stirn lässt sich nicht glätten, so sehr ich auch mit kühler Hand dagegen wirke, deine Augen schrecken mich, es ist der Kohlenstaub, der sie beschattet, wie Katapulte fliegen deine Blicke, so zielgerichtet treffen sie mein Herz, ich ducke mich, ich beuge mich ein kleines Stück, zu dir. Ich schwöre deine Augen sind zu groß, ich falle dir entgegen, vorerst wie ein Sterbender, wie ein Liebender, auf rotem Samt möchte ich landen, deine Lippen möchte ich berühren, mit den Händen spüre ich ihren sanften Widerstand, die Schwellung des Trotzes, als ich falle, falle ich an dir vorbei, du hältst mich nicht, schon wieder nicht, deine Umarmung, die mich zu einem anderen macht, bleibt aus, ich falle an dir vorbei, ich falle zurück. Ich versuche den Schwindel zu vertreiben, die Demut zu verlieren, dein Körper schreit mich an, dein Hals spannt sich zu einem Bogen, deine Hände bleiben verborgen und geizen mit Gold, dein Gesicht wird finster, du lachst, deine Zähne zerreißen meine Geduld, du schickst mich weg mit einer Geste grausamer Brüderlichkeit. Ich atme ein letztes mal bevor ich vorwärts stürze, dich greife, die Hitze deiner Haut schlägt mir entgegen, wie Wüstenwind, zu rasch, als fürchtete ich zu verbrennen umgreifen meine Affenarme, umgreift mein ganzer Körper dich, mein ganzer Kopf ist angefüllt, Besitzen will ich dich, "Meins", ruft es in mir und wieder, wieder. Es ist als verlöre ich jeden Verstand. Und als mein Kopf an deiner Schulter ruht, reis' ich ins Land des Lebens und will nie mehr zurück. Deine Arme liegen an meinem Hals, dein Atem stürmt über mich hinweg, der Geruch deines Haares ist ein lüsternes Weib, als du mich zu Boden ziehst, sehe ich die Zeit vergehen, spüre ich den Verlust wie ein Messer in mir, deine Griffe sind aus Gold, denen nicht zu entgehen ist, deine Zähne schlagen in meine, ein süßes Ziehen wie Rauch, du lächelst und du weißt und du verzeihst aus Lust, die dringt mir in die Lenden wie Gift, ich bin vollkommen verloren. Deine Hände kennen mich und ich ergebe mich, ein samtenes Tuch umfängst mich, deine Lippen dabei so leicht geöffnet, das ihnen nichts entfällt, kein Wort, nur stoßweißes Atmen als ich durch dich gleite, wie Sand durch deine Finger. "Meins", flüstere ich und atme pures Glück. "Meins", flüstere ich und kralle mich in deine haltlose Haut aus Stein. "Meins", flüstere ich sterbend als du die Luft gierig durch deine Zähne ziehst. Ein Leichtes sich da ermattet zu lösen und als sich unsere Häute trennen, bin ich verschwendet.

Letzte Aktualisierung: 00.00.0000 - 00.00 Uhr
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