Madrigal für einen Mörder
Madrigal für einen Mörder
Ein Krimi muss nicht immer mit Erscheinen des Kommissars am Tatort beginnen. Dass es auch anders geht beweisen die Autoren mit ihren Kurzkrimis in diesem Buch.
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August 2001
Musik im Blut
von Brigitte Tholen

Das Flackern des Lagerfeuers warf Lichtpunkte auf den Strand und die Menschen die sich dort versammelt hatten. Sie saßen im Sand, lauschten den fremdländischen Tönen der afrikanischen Musik. Jill stand langsam wie unter Hypnose auf. Das gleichmäßige Trommeln nahm Besitz von ihrem Körper. Vibrierte in ihrem Kopf, nahm seinen Weg in ihren Magen, ihren Unterleib und ließ die Füße wild auf den Boden stampfen. Sie vergaß alles um sich herum, hörte nur noch das rhythmische Schlagen der Holzstäbe auf den Instrumenten. Sie streckte ihre Arme, wirbelte ihren Körper um die eigene Achse. Die Luft roch nach verbrannten Kräutern. Jeder Atemzug schien das wilde Feuer in ihr weiter an zu heizen. Sie schloss die Augen und warf den Kopf in den Nacken. Sie fühlte sich berauscht. Im Takt der Musik riss sie ihr T-Shirt über den Kopf, löste ihren BH und warf beides in hohem Bogen in den Sand. Lustvoll genoss sie das Gefühl der Freiheit, wie der leichte Wind zärtlich ihre hartgewordenen Brustwarzen streichelte und die Wärme der offenen Flammen ihre leicht gebräunte und wie Samt schimmernde Haut berührte.
Nach und nach standen auch die anderen Frauen und Männer auf. Tanzten, warfen ihre Kleidung in den Sand und gaben sich der Musik und ihrem Zauberzwang hin. Der Mond hatte sich durch die Wolken gekämpft und beleuchtete die unwirkliche Szene. Die nackten Körper wanden sich und ihre Füße stampften rythmisch. Sand wirbelte auf, liebkoste die Haut und rieselte zurück auf den Boden.
Jills Atem wurde mit der Musik immer schneller, ihre Hand glitt herunter zu ihrer Brust. Lustwellen durchzuckten sie und ekstatisch ließ sie ihre Finger über die Haut wandern. Bald schienen es nicht mehr nur ihre Hände zu sein. Weiche, hart zufassende und sich lustvoll erkundende Berührungen vermischten sich mit ihren eigenen. Ihr Körper bog sich ihnen entgegen. Fremde Finger berührten ihr Schamhaar und wanderten in die Feuchtigkeit ihres Lustzentrums. Sie blieb stehen, bewegte nur noch ihren Oberkörper um den Kontakt mit den sie beglückenden Händen nicht zu verlieren. Drängte sich ihnen entgegen, keuchte voller Verlangen. Wollte sie in sich spüren, diesem neuen Rhythmus verfallen. Während sich ihr Oberkörper immer mehr nach hinten beugte, spürte sie, wie jemand ihre Brust koste und wiederum andere zärtlich über ihren Bauchnabel und Po strichen. Sie glaubte vor Lust zu zerfließen.
Plötzlich fasste jemand ihre Hüften und drang voller Kraft in sie ein. Sie schrie laut vor Lust, hörte nicht mehr das Trommeln der Musik, sondern nur das Tosen ihres Blutes in den Ohren, als sie zum Höhepunkt kam.

Schweißgebadet öffnete Jill die Augen und versuchte verwirrt sich zurechtzufinden. Sie lag im Sand, die Sonne brannte auf der Haut. Neben ihr auf einem Badetuch lag ihre Schwiegermutter und starrte sie mit offenem Mund an. "Geht es dir nicht gut?", fragte sie schließlich und runzelte die Stirn. "Du hast so schrecklich geschrieen."

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