Honigfalter
Honigfalter
Liebesgeschichten ohne Kitsch? Geht das?
Ja - und wie. Lesen Sie unsere Geschichten-
Sammlung "Honigfalter", das meistverkaufte Buch im Schreiblust-Verlag.
mehr ... ] [ Verlagsprogramm ]
 SIE SIND HIER:   HOME » MITMACH-PROJEKT » SCHREIBAUFGABE » Armin Wacker IMPRESSUM
NEWSLETTER
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Jetzt anmelden! ]

UNSERE TOP-SEITEN
1.) Literatur-News-Ticker
2.) Leselust
3.) Forum
4.) Mitmach-Projekt
5.) Schreib-Lust-News 6.) Ausschreibungen 7.) Wettbewerbs-Tipps
Oktober 2002
Schmugglerjagd
von Armin Wacker


„ Sie patrouillieren die nächsten 4 Wochen im Sektor 13-Rot." Die arrogant, versnobt Stimme von Comodore Bashir klang Ron, Leutnant erster Klasse und kommandierender Offizier seiner Majestät Zollkutter „N´Drafi", im Ohr während er den Wochenbericht, welchen er an seine Vorgesetzten abzusenden gedachte, noch einmal kurz durchlas: „ 138 stellare Staubpartikel, zwei Kometensichtungen und ein kontrollierter sargonisches Sklavenfrachter.

Wahrhaftig äußerst wichtige Beobachtungen aus den Außenbezirken der imperialen Herrschaftsgebiete", Ron knurrte mehr als das er sprach. So sehr er auch Sklavenjäger und Händler verachtete; da die Papiere des Frachters in Ordnung waren und sich keine imperialen Bürger unter der Ladung befanden, musste er ihn unbehelligt zum Markt auf Daltron VII weiterfliegen lassen.

13-Rot. Ein System hauptsächlich bestehend aus einem weißen Zwerg, zwei Gasriesen mit zusammen fast 30 Monden und einem Asteroidengürtel. Hinzu kam noch einmal ein 2 Kubiklichtjahre großes Raumgebiet. Gürtel und Monde waren während des letzten Krieges ein beliebter Tummelplatz für Schmuggler und anderes zwielichtiges Gesindel gewesen. Das System lag zwar keine 100 Lichtjahre von der Heimatwelt entfernt, befand sich aber abseits der üblichen Handelsrouten und Raumbasen. In diesen ruhigen Friedenszeiten schien seine Einsatzorder daher ehr einer Abschiebung gleichzukommen. Zitternd wölbten sich die Stachel seines Rückenpanzers unter dem weiten, dunklen Wollcape hervor. „Funker, Bericht kodieren und an Zollaußenposten 5, zu Händen Ordonanzoffizier Spng´Bra-Ner senden. Langsam erhob sich Leutnant Ron. Es war die 26te Stunde. Zeit den routinemäßigen Rundgang durch die Kommandozentrale zu beginnen welchen er sich seit seinem ersten Tag an Bord dieses Schiffes angewohnt hatte. Von der Waffenkontrolle ausgehend zur stellaren Kartographie führte der Weg zum Rudergänger und endete vor dem wachhabenden Offizier Ta´lon: „ Ta´lon, sie übernehmen. Ich ziehe mich in mein Quartier zurück." Dort angekommen warf Ron den Umhang von der Schulter und ließ sich in seine Schlafmulde fallen. Still glitt inzwischen sein Service - Robot in den Raum und bereitete das Abendessen vor. „Gedünstete Bah´k´tani´s". Nicht grad seine bevorzugte Abendmahlzeit. Was würde er jetzt für ein Cocktail aus frischen Gach – Würmern oder schwarz und kross gebranntem Janas – Filet geben. Er fand, es würde Zeit das einmal eine fette Prise etwas zusätzliches Geld in seine Privatschatulle spülte.

Während er essend seinen Gedanken nachging gellten plötzlich Sirenen durch das kleine Schiff. „Gelber Alarm, positive Ortung auf.......", klang die Stimme des Wachhabenden aus der Bordsprechanlage. Hastig schlang Ron die letzten Reste hinunter kroch aus der Mulde, warf sich den Umhang über und ging mit eiligen Schritten Richtung Brücke. Dort angekommen, erfasste er mit einem schnellen Blick auf den Hauptschirm die Situation.

Wohl zuerst verdeckt durch den größten Mond des zweiten Gasriesen wurde nun ein Schiff von der Langstreckenortung erfasst. „ Schiffstyp nicht im Flottenarchiv verzeichnet. Energiespektrum unbekannt. Bewaffnung unbekannt." Mit monotoner Stimme gab der Ortungsoffizier seine Erkenntnisse bekannt. Was folgte war durch unzähligen Übungsalarmen eingeschliffene Routine. „Gefechtsalarm. Abfangkurs berechnen und beschleunigen.! " Scharf und knapp gab Lt. Ron die einzelnen Kommandos. Alle trüben und missmutigen Gedanken waren wie weggeblasen. Fast wagrecht standen die Stachel der Rückenpanzer bei allen Brückenmitglieder hervor. Knallend schlossen sich die Sicherheitsschotts zwischen den einzelnen Schiffsabteilungen . Energiebänke für die Geschütze wurden geladen und die Schächte der Raketenwerfer mit Geschossen bestückt. Das Jagdfieber hatte ihn und seine Crew ergriffen. Die dumpf vibrierenden Triebwerke ließen das kleine Schiff erzittern und trieben es dem unbekannten Gegner entgegen.

Die „N´Drafi" machte sich bereit zum Kampf gegen einen unbekannten Feind.



„Kommunikation ?". Ein Gefühl von Ungeduld erfasste ihn langsam. „Weiterhin Negativ", kam es vom Funker zurück. „Auf allen Kanälen weiterrufen. " befahl Lt. Ron. Inzwischen hatte sich die „N´Drafi" bis auf wenige tausend Kilometer dem unbekannten Schiff genähert. Immer noch kam keine Reaktion. Lt. Ron befand das genug Zeit mit Warten verstrichen war. Er entschloss sich zu handeln. „Erster Warnschuss vor den Bug, dann einen in die Haupt-Triebwerke", „1O mit 3 Mann Beiboot besetzen und klarmachen zum entern.". Langsam wurde es ernst. Das dumpfe Zittern von zwei Disruptorsalven und der, nur wenige Minuten später aus seinem Startschacht ausgeworfenen, Enterkapsel lief durch das Schiff. Alle Anwesenden auf der Brücke sahen auf dem Hauptschirm wie das Beiboot sich dem fremden Objekt näherte. Suchscheinwerfer glitten über den unregelmäßig geformten Rumpf und blieben im vorderen Bereich des Schiffes an seltsam anmutenden Zeichen hängen.

HANSESTADT WISMAR

SCVN 1805 HAPAG LLOYD TERRA

Die Enterkapsel suchte sich eine geeignete Stelle am Rumpf, dockte an und brannte ein Loch in die Außenhülle um sich auf diesem Weg Zugang zum Inneren zu verschaffen..

Kurze Zeit später meldete sich der 1te Offizier. Alles wurde mysteriöser als es schon war. Das Schiff entsprach keiner bekannten Bauart. In dem was scheinbar die Zentrale des Schiffes darstellte war aber eine automatische Steuereinheit aus imperialer Produktion installiert. Vorsichtig setzte die Entermannschaft die Untersuchungen fort. Da sich das Schiff endgültig als unbemannt herausstellte, beschloss Lt. Ron es mit dem Traktorstrahl in Schlepp zu nehmen und zur Heimatraumbasis zu verbringen. Die größte Überraschung aber brachte aber sein erster Offizier Ta´lon bei seiner Rückkehr mit an Bord.

„Das müssen sie sich ansehen." Zitternd warf Ta´lon ein kleines Päckchen auf den Kartentisch. „Drogenschmuggler", zischte er verächtlich. Lt. Ron erkannte sofort was er vor sich hatte. Neben tausender Tonnen von Gütern die sie noch nie gesehen hatten, bestand die Ladung aus einer der gefährlichsten Drogen die das Imperium kannte . Sie tauchte vor gut 2 Jahren auf. Niemand wusste woher sie kam, wo sie produziert wurde oder von welchem Planeten sie stammte. Alle wussten nur eins, sie war extrem Gefährlich.

Die Grenze zwischen Rausch und Tod so schmal wie bei keiner anderen Droge die das Imperium kannten. „5 Streifen in einem Päckchen, 6 Päckchen in einem Paket. 100 Pakete pro Kiste. 100 Kisten hatte der Frachter geladen. Die hatten gut und gerne Eine Milliarde Schwarzmarktwert geladen" Die Rechnung des ersten Offiziers war so simpel wie beeindruckend.

Schweigend nahm Lt. Ron das kleine Paket in die Hand und betrachtete es. 6 kleine grüne Packungen die mit eine roten Streifen versehen waren. Auch hier fanden sich die seltsamen Zeichen die man am und an vielen Stellen im Schiff gesehen hatte. Genug um sie auf der Heimatbasis mit Sicherheit entziffern zu können. Lt. Ron wiegte die Packung von einer Hand in die andere. Noch einmal betrachtete er die Schrift. Er fragte sich was sie wohl zu bedeuten hatte?

Wrigleys

Doublemint

Chewinggum















Gewidmet Cecil Scott Forester

1899 – 1966



Armin Wacker © 2002

Letzte Aktualisierung: 00.00.0000 - 00.00 Uhr
Dieser Text enthält 7136 Zeichen.

Druckversion

 LINKTIPPS: Naturwaren Diese Website wird unterstützt von:

www.mswaltrop.de
Copyright © 2006 - 2019 by Schreiblust-Verlag - Alle Rechte vorbehalten.