Ganz schön bissig ...
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Juni 2003
Die Explosion
von Silvia Both


Jetzt passierten mehrere Dinge gleichzeitig: Silke wurde aus ihrem Bett an die Wand geschleudert. In der Küche stürzte der Küchenschrank um. Schrecklich klirrend. Aus dem Treppenhaus drangen Schreie. Benommen erhob sich Silke. Sie hatte nur wenige Schrammen. Verblüfft schaute sie auf das Durcheinander. Die Möbel, ihre Bücher, nichts stand mehr an seiner ursprünglichen Stelle. Ein Erdbeben, eine Gasexplosion? Ein Anschlag? Schnell raus hier. Knallend schlug sie die Wohnungstür wieder zu. Das Treppenhaus stand in Flammen. Schnell zum Fenster, das es nicht mehr gab. Die Scheiben lagen auf der Straße. Da lag auch ein Mensch. Verrenkt, verbrannt. Sirenengeheul. Der Rauch vom Treppenhaus drang in ihr Schlafzimmer. Mirko, ihr Nachbar. Es musste ihn aus der Wohnung geschleudert haben. Sein Gesicht! Er bewegte sich. Feuerwehrmänner rannten auf ihr Haus zu. „Hier! Hilfe!“ schrie sie. Jemand zeigte nach oben. Zum Springen zu hoch. Gaffer reckten die Hälse. Ein Notarzt kniete bei Mirko. Noch mehr Rauch. „Hilfe!“ Sie geriet in Panik, riss am offenen Fenster. Scherben fielen aus dem Rahmen. Ein Stuhl, schnell. Aus dem Feuerwehrwagen schob sich langsam eine Leiter auf sie zu. Höher! Mehr nach rechts! Dicker Qualm von hinten. Wasserstrahl in die Nachbarswohnung. Silke umklammerte den Fensterrahmen, hockte auf dem Fensterbrett. Ein Feuerwehrmann stieg auf der Leiter heran. „Gleich bin ich bei Ihnen. Keine Angst.“ Keine Angst. Sie zitterte. Da, eine Hand. „Ich habe Sie. Jetzt machen wir uns an den Abstieg. Kommen Sie, hier den linken Fuß aufsetzen. Ich halte Sie.“ Langsam stieg sie rückwärts die Leiter herunter, unterstützt von ihrem Retter. Unten angekommen legte sie sich auf den Asphalt. Sie war in Sicherheit. Ihr Fenster verschwand hinter schwarzem Nebel. Filmriss.

© Silvia Both

Letzte Aktualisierung: 00.00.0000 - 00.00 Uhr
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