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Wo ist die Grenze zwischen Pornografie und Erotik? Die 30 scharfen Geschichten in diesem Buch wandeln auf dem schmalen Grat.
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Juni 2003
Telefonitis ist gef├Ąhrlich!
von Angelika Walk


"Hallo Sara? Hast du einen Moment Zeit f├╝r mich?" fragte Susanne ihre Schulfreundin aus alten Tagen am Telefon.
Susanne hatte es sich bequem gemacht. Die Zigaretten auf dem Tisch, Kerzen an verschiedenen Pl├Ątzen in ihrem kleinen Wohnzimmer verteilt und bereits angez├╝ndet.
Seit Susanne geschieden war, vor genau 6 Wochen, hatte sie sich angew├Âhnt Samstag Abends mit ihrer Freundin zu telefonieren.
Sara`s G├Âttergatte machte immer Nachschicht, und so ging sie auch niemanden auf die Nerven und Sara war froh jemanden zum Schnackeln zu haben.
Sie gew├Âhnte sich gerade erst daran allein zu sein, und geno├č es.
"Klaro doch! Was sollen zwei alte Schachtel wie wir denn sonst mit einem Samstag Abend anfangen!" lachte Sara ins Telefon.
"Naja, ich k├Ânnte mir auch vorstellen, das ich mal ausgehen werde, aber im Moment bin ich einfach froh das ich meine Ruhe habe und mit keinem Kerl irgendwas teilen muss. Tut schon gut, so alleine.
Was machen die Burschen?"
So zog sich das Gespr├Ąch in die L├Ąnge. Man kam von H├Âcksken auf St├Âcksgen, und die Zeit schien unwichtig geworden zu sein.
"Mensch Susanne, wir telefonieren schon ├╝ber eine Stunde. Jetzt sollten wir endlich Schlu├č machen, das wird zu teuer, aber wei├čt du noch damals....?", Sara erinnerte sich an Susannes erste Liebe und so ging das Gespr├Ąch weiter.
"Sara, warte mal einen Moment, ich muss mir mal was zu trinken holen, mein Mund ist schon ganz trocken vom vielen Faseln," unterbrach Susanne ihre Freundin.
Sie legte den H├Ârer beiseite, fuhr sich mit den Fingern kurz durch ihr schulterlanges, blondes Haar. Auf dem Weg in die K├╝che schaute sie kurz in den Spiegel und grinste ihr Gesicht mit den blauen Augen an. "Hast ja sch├Âne Augen, musst du schon einsehen!" schie├čt es ihr durch den Kopf.
In diesem Moment sp├╝rte sie etwas warmes, feuchtes an ihren F├╝├čen.
Fassungslos schaute sie auf den Boden.
Dann schrie sie laut: "So'ne Schei├če!"
Rannte zum Telefon und berichtete ihrer Freundin, das sie grad den Untergang der Titanic in ihrer K├╝che h├Ątte.
"Hast du das Wasser ausgedreht?" fragte Sara verst├Ârt, die den Eindruck hatte, das Susanne daneben schien.
"Wasser abgedreht? Scheiiiiiii├če!" schrie sie ins Telefon, lie├č den H├Ârer einfach fallen und rannte dann erst einmal ins Badezimmer um den Wasserhahn zuzudrehen.
Sie hatte vollkommen vergessen, das sie sich ein Bad einlaufen lassen wollte. Und das Telefonat war doch nur kurz geplant!
Sie schaute kurz auf die Uhr. Das Wasser lief jetzt seit gut drei Stunden. "Herje und keine Hausratversicherung?" dachte sie, w├Ąhrend sie s├Ąmtliche Badet├╝cher die sie finden konnte im Bad, in der K├╝che und im Schlafzimmer verteilte. Sooo vieeeel Wasser!
Sie konnte eh im Moment nichts anderes tun.
Dann fiel ihr Sara ein, die wohl am Telefon wartete. Sie hatte bereits aufgelegt. Susanne rief sie an und erz├Ąhlte ihr die ganze Bescherung. "Und morgen kommt meine Freundin aus Hannover, wir wollten uns ein sch├Ânes Wochenende machen! Das wird ja dann wohl auch nichts!"
Bald darauf verabschiedeten sie sich.
Susanne konnte nicht einschlafen. Sie zerbrach sich den Kopf wie sich das PVC in der K├╝che und im Schlafzimmer nach dieser Feuchtigkeit verhalten w├╝rde. Geld f├╝r neue Teppiche hatte sie nicht.
Jasmin aus Hannover stand bereits mitten in der Nacht vor der T├╝re. Es wurde ein lautes Hallo und Jasmin erkannte die Situation sofort. "Hoffentlich sind die W├Ąnde hier dicht! Wenn dein Wasser so lange gelaufen ist, da k├Ânnte auch was durchsickern!" meinte sie.
"Oh man, mach mir nicht noch mehr Panik als ich eh schon habe!"
Sie redeten bis in den Morgen, ehe sie sich zu Bett legten.
Zuvor blies Susanne die Kerzen aus, damit sie nicht auch noch ein Feuer entfachen w├╝rde.

"Rrrring, rrrring!" t├Ânte es gegen 10 Uhr an Susannes Haust├╝re. Eine Nachbarin stand vor ihr, als sie im Schlafanzug vorsichtig um die T├╝re schielt, die sie nur einen Spalt ge├Âffnet hat. "Sagen sie, haben sie irgendein Problem mit ihrem Badezimmer?", fragte sie.
Ehe Susanne antworten konnte, hatte Jasmin schon nein gesagt.
"Warum fragen Sie?", horchte Susanne auf.

"Also da unten der Keller, da scheint was nicht in Ordnung zu sein. Da pl├Ątschert es ungemein und das Wasser steht mindestens schon 10 cm hoch!" ganz aufregt ├╝berschlug sich die Stimme der Nachbarin.
Entsetzt sah Susanne ihre Freundin an.
"Na, das m├╝ssen wir uns doch mal anschauen!" lachte Jasmin nur.
Eine viertel Stunde sp├Ąter gingen sie in den Keller. Susannes Herz schien stillstehen zu bleiben, bei dem Anblick des Sees in Nachbars Keller.
Sie war keines Gedankens mehr f├Ąhig.
"Na sowas?" sagte Jasmin, w├Ąhrend sie sich genauesten umsah.
Die gesamte Kellerdecke war durchn├Ą├čt, und es tropfte an mehreren Stellen gleichzeitig. Es h├Ârte sich an, als w├╝rde es genau in diesem Keller regnen!
"Ich ruf den Hausverwalter an!" fl├╝sterte Susanne, den Tr├Ąnen nahe. In ihrem Kopf machte es st├Ąndig pling. "Pling, 200 Euro neuer PVC Boden. Pling: Renovierungskosten 300? 400? 500 Euro? Vielleicht sogar 1000 Euro? Pling, pling pling!
"Wie soll ich das blo├č bezahlen?" ist das einzige was sie denken konnte.
"Nu mach mal nicht so ein Gesicht. Man sieht in deinen Augen schon die Registrierkasse klingeln! Das ist nicht von deiner Badewanne! Ganz sicher nicht. Da ist was oberfaul im Haus. Glaub mir!" beruhigte Jasmin, die bei einem Architekten arbeitete und Gutachten ├╝ber alte H├Ąuser erstellte.
"Dein Wort in Gottes Ohr!" antwortet Susanne skeptisch. Ihr Magen war verkrampft, das Herz pochte in schnellem Rhythmus, das es ihr Angst machte.

Der Hausverwalter schickte einen Handwerker, der in Susannes Badezimmer die Wand aufh├Ąmmerte. Es dauerte nicht lange, und ein ganzer Schwall Wasser scho├č ihnen entgegen.
Ein starker Rohrbruch hatte den See im Keller verursacht.
Grinsend stand Susanne neben dem Klempner.
"Ja, ja, so ein Rohrbruch, der kann schon vieles verursachen!" und freute sich, das sie die Registrierkasse in ihrem Kopf schlie├čen konnte.

Wenn heute das Telefon klingelt, schaut sie erst einmal nach, ob das Wasser auch sicher aus ist, denn so eine Katastrophe wollte sie nie wieder erleben.



"Hallo Sara? Hast du einen Moment Zeit f├╝r mich?" fragte Susanne ihre Schulfreundin aus alten Tagen am Telefon.
Susanne hatte es sich bequem gemacht. Die Zigaretten auf dem Tisch, Kerzen an verschiedenen Pl├Ątzen in ihrem kleinen Wohnzimmer verteilt und bereits angez├╝ndet.
Seit Susanne geschieden war, vor genau 6 Wochen, hatte sie sich angew├Âhnt Samstag Abends mit ihrer Freundin zu telefonieren.
Sara`s G├Âttergatte machte immer Nachschicht, und so ging sie auch niemanden auf die Nerven und Sara war froh jemanden zum Schnackeln zu haben.
Sie gew├Âhnte sich gerade erst daran allein zu sein, und geno├č es.
"Klaro doch! Was sollen zwei alte Schachtel wie wir denn sonst mit einem Samstag Abend anfangen!" lachte Sara ins Telefon.
"Naja, ich k├Ânnte mir auch vorstellen, das ich mal ausgehen werde, aber im Moment bin ich einfach froh das ich meine Ruhe habe und mit keinem Kerl irgendwas teilen muss. Tut schon gut, so alleine.
Was machen die Burschen?"
So zog sich das Gespr├Ąch in die L├Ąnge. Man kam von H├Âcksken auf St├Âcksgen, und die Zeit schien unwichtig geworden zu sein.
"Mensch Susanne, wir telefonieren schon ├╝ber eine Stunde. Jetzt sollten wir endlich Schlu├č machen, das wird zu teuer, aber wei├čt du noch damals....?", Sara erinnerte sich an Susannes erste Liebe und so ging das Gespr├Ąch weiter.
"Sara, warte mal einen Moment, ich muss mir mal was zu trinken holen, mein Mund ist schon ganz trocken vom vielen Faseln," unterbrach Susanne ihre Freundin.
Sie legte den H├Ârer beiseite, fuhr sich mit den Fingern kurz durch ihr schulterlanges, blondes Haar. Auf dem Weg in die K├╝che schaute sie kurz in den Spiegel und grinste ihr Gesicht mit den blauen Augen an. "Hast ja sch├Âne Augen, musst du schon einsehen!" schie├čt es ihr durch den Kopf.
In diesem Moment sp├╝rte sie etwas warmes, feuchtes an ihren F├╝├čen.
Fassungslos schaute sie auf den Boden.
Dann schrie sie laut: "So'ne Schei├če!"
Rannte zum Telefon und berichtete ihrer Freundin, das sie grad den Untergang der Titanic in ihrer K├╝che h├Ątte.
"Hast du das Wasser ausgedreht?" fragte Sara verst├Ârt, die den Eindruck hatte, das Susanne daneben schien.
"Wasser abgedreht? Scheiiiiiii├če!" schrie sie ins Telefon, lie├č den H├Ârer einfach fallen und rannte dann erst einmal ins Badezimmer um den Wasserhahn zuzudrehen.
Sie hatte vollkommen vergessen, das sie sich ein Bad einlaufen lassen wollte. Und das Telefonat war doch nur kurz geplant!
Sie schaute kurz auf die Uhr. Das Wasser lief jetzt seit gut drei Stunden. "Herje und keine Hausratversicherung?" dachte sie, w├Ąhrend sie s├Ąmtliche Badet├╝cher die sie finden konnte im Bad, in der K├╝che und im Schlafzimmer verteilte. Sooo vieeeel Wasser!
Sie konnte eh im Moment nichts anderes tun.
Dann fiel ihr Sara ein, die wohl am Telefon wartete. Sie hatte bereits aufgelegt. Susanne rief sie an und erz├Ąhlte ihr die ganze Bescherung. "Und morgen kommt meine Freundin aus Hannover, wir wollten uns ein sch├Ânes Wochenende machen! Das wird ja dann wohl auch nichts!"
Bald darauf verabschiedeten sie sich.
Susanne konnte nicht einschlafen. Sie zerbrach sich den Kopf wie sich das PVC in der K├╝che und im Schlafzimmer nach dieser Feuchtigkeit verhalten w├╝rde. Geld f├╝r neue Teppiche hatte sie nicht.
Jasmin aus Hannover stand bereits mitten in der Nacht vor der T├╝re. Es wurde ein lautes Hallo und Jasmin erkannte die Situation sofort. "Hoffentlich sind die W├Ąnde hier dicht! Wenn dein Wasser so lange gelaufen ist, da k├Ânnte auch was durchsickern!" meinte sie.
"Oh man, mach mir nicht noch mehr Panik als ich eh schon habe!"
Sie redeten bis in den Morgen, ehe sie sich zu Bett legten.
Zuvor blies Susanne die Kerzen aus, damit sie nicht auch noch ein Feuer entfachen w├╝rde.

"Rrrring, rrrring!" t├Ânte es gegen 10 Uhr an Susannes Haust├╝re. Eine Nachbarin stand vor ihr, als sie im Schlafanzug vorsichtig um die T├╝re schielt, die sie nur einen Spalt ge├Âffnet hat. "Sagen sie, haben sie irgendein Problem mit ihrem Badezimmer?", fragte sie.
Ehe Susanne antworten konnte, hatte Jasmin schon nein gesagt.
"Warum fragen Sie?", horchte Susanne auf.

"Also da unten der Keller, da scheint was nicht in Ordnung zu sein. Da pl├Ątschert es ungemein und das Wasser steht mindestens schon 10 cm hoch!" ganz aufregt ├╝berschlug sich die Stimme der Nachbarin.
Entsetzt sah Susanne ihre Freundin an.
"Na, das m├╝ssen wir uns doch mal anschauen!" lachte Jasmin nur.
Eine viertel Stunde sp├Ąter gingen sie in den Keller. Susannes Herz schien stillstehen zu bleiben, bei dem Anblick des Sees in Nachbars Keller.
Sie war keines Gedankens mehr f├Ąhig.
"Na sowas?" sagte Jasmin, w├Ąhrend sie sich genauesten umsah.
Die gesamte Kellerdecke war durchn├Ą├čt, und es tropfte an mehreren Stellen gleichzeitig. Es h├Ârte sich an, als w├╝rde es genau in diesem Keller regnen!
"Ich ruf den Hausverwalter an!" fl├╝sterte Susanne, den Tr├Ąnen nahe. In ihrem Kopf machte es st├Ąndig pling. "Pling, 200 Euro neuer PVC Boden. Pling: Renovierungskosten 300? 400? 500 Euro? Vielleicht sogar 1000 Euro? Pling, pling pling!
"Wie soll ich das blo├č bezahlen?" ist das einzige was sie denken konnte.
"Nu mach mal nicht so ein Gesicht. Man sieht in deinen Augen schon die Registrierkasse klingeln! Das ist nicht von deiner Badewanne! Ganz sicher nicht. Da ist was oberfaul im Haus. Glaub mir!" beruhigte Jasmin, die bei einem Architekten arbeitete und Gutachten ├╝ber alte H├Ąuser erstellte.
"Dein Wort in Gottes Ohr!" antwortet Susanne skeptisch. Ihr Magen war verkrampft, das Herz pochte in schnellem Rhythmus, das es ihr Angst machte.

Der Hausverwalter schickte einen Handwerker, der in Susannes Badezimmer die Wand aufh├Ąmmerte. Es dauerte nicht lange, und ein ganzer Schwall Wasser scho├č ihnen entgegen.
Ein starker Rohrbruch hatte den See im Keller verursacht.
Grinsend stand Susanne neben dem Klempner.
"Ja, ja, so ein Rohrbruch, der kann schon vieles verursachen!" und freute sich, das sie die Registrierkasse in ihrem Kopf schlie├čen konnte.

Wenn heute das Telefon klingelt, schaut sie erst einmal nach, ob das Wasser auch sicher aus ist, denn so eine Katastrophe wollte sie nie wieder erleben.

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