Der himmelblaue Schmengeling
Der himmelblaue Schmengeling
Glück ist für jeden etwas anderes. Unter der Herausgeberschaft von Katharina Joanowitsch versuchen unsere Autoren 33 Annäherungen an diesen schwierigen Begriff.
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Dezember 2003
Gestrandet
von Uschi Lange


Die Wellen schwappten sanft gegen das Boot, das in der kleinen Bucht vor Anker lag. Die letzten Sonnenstrahlen versanken am Horizont im blaugrünen Meer. Tess und Hanna dösten in ihren Kojen. Morgen wollten sie die kleine Insel erkunden, vor der sie lagen.
Die beiden Freundinnen hatten vor etwa vier Wochen ihren Segelschein gemacht und befanden sich nun auf ihrem ersten großen Törn von Los Angeles nach Tahiti. Ihr Kurs hatte sie nun zu dieser kleinen Insel geführt, die auf keiner Seekarte zu finden war. Bis zur totalen Erschöpfung hatten sie in den reichlichen Karten gesucht und gerechnet, aber bisher nichts gefunden. Tess hatte zur Sicherheit stapelweise Material über den Pazifischen Ozean mitgenommen und Hanna hatte nur seufzend den Kopf geschüttelt: „Muss das denn sein?“ Doch Tess blieb unbeirrt: „Man kann nie wissen!“ Sie schrieb das Logbuch und wollte später daraus eine Reisedokumentation machen, deshalb hatte sie auch noch ihren Laptop dabei. Nun waren dessen Akkus fast aufgebraucht auf der Suche nach ihrem derzeitigen Standort.

Der kommende Morgen schickte gleißendes Sonnenlicht durch die Bullaugen. Hanna taumelte verschlafen an Deck, der frische Kaffeeduft hatte ihre Nase gekitzelt und sie aufwachen lassen. Tess wusste, wie sie Hanna aus der Koje locken konnte und hatte bereits das Frühstück gemacht. Sie stand nachdenklich mit einer dampfenden Tasse am Bug der „Two Missis“.
Hanna fragte nervös: „Jetzt hast du soviel Material mitgenommen, weißt du denn endlich, wo wir nun sind?“ Mit einem süffisanten Lächeln drehte Tess sich um: „Na klar, heute morgen habe ich noch mal unseren Kurs mit den Strömungen und den Wettereinflüssen aus dem Internet neu berechnet. Leider hat der Laptop dann seinen Geist aufgegeben.“
„Ist ja toll, geht’s vielleicht noch komplizierter? Du weißt, wie ich diesen Kram hasse! Also, wie heißt nun diese Insel?“
„Nun ja, den Namen kenne ich noch nicht, aber wir müssten uns auf einer der 17 Marquesesinseln befinden, also nicht mehr so weit entfernt von Tahiti.“
„Na toll, und wie weit ist es noch? Ich muss unbedingt wieder unter Menschen!"
„Sei nicht so ungeduldig, in spätestens zwei Tagen laufen wir im Hafen von Tahiti ein. Schließlich haben wir Urlaub und sind nicht auf der Flucht! Lass uns nachher einfach in Ruhe die Insel erkunden. Morgen früh segeln wir dann weiter, versprochen!“
„Du und dein Wissenschaftsfimmel! Na gut, das Wasser ist superklar , da können wir erst in der Bucht schnorcheln und dann deine blöde Insel studieren. Aber morgen starten wir ganz früh, okay?“ Tess nickte und Hanna war beruhigt. Tess ließ sich nichts anmerken, aber sie wusste, sie hatten die Marquesesinseln bereits passiert. Irgendwie waren sie von ihrem regulären Kurs abgewichen, sonst hätten sie nun auf Puka-Puka, einer Tuamotu-Insel sein müssen. Nun, in einem Punkt hatte sie recht: es war nicht mehr sehr weit bis Tahiti, ihrem Zielhafen, nur die Strecke war eine andere als vorher ausgetüftelt.
Hanna kam im Bikini mit Tauchermaske, Flossen, Schnorchel wieder an Deck und gab Tess ihre Sachen. Sie holte noch ihre Unterwasserkamera, dann stiegen sie die Badeleiter am Heck hinunter und ließen sich ins klare Meereswasser gleiten. Es war herrlich, die Pflanzen und die exotischen Fische zu beobachten und die wunderschönen Korallen zu fotografieren.
Plötzlich erstarrte Tess, vorsichtig gab sie Hanna das Zeichen zur Rückkehr, um sie nicht zu erschrecken. Doch Hanna wollte noch nicht umkehren, drehte sich um und sah sie kommen. Zwei Schwarzspitzenhaie schlängelten sich majestätisch in ihre Richtung! Die letzten Meter bis zum Boot hetzten die beiden Frauen panisch mit weit ausholenden Kraulzügen. Außer Atem und erschöpft fielen sie an Deck.
„Puh, ich hasse Haie!“ stieß Hanna wütend hervor, „und sag’ jetzt nichts zu ihrer Verteidigung! Lass uns einfach nur verschnaufen und dann mit dem Schlauchboot rüber zum Strand fahren. Vom Wasser hab’ ich für heute genug. Ich hab’ jetzt Lust auf Kokosnussmilch!“ Tess atmete tief durch und schwieg, auch wenn sie gerade wirklich darüber resümieren wollte, dass die Haie wahrscheinlich genauso viel Angst vor ihnen gehabt hätten.
Sie kleideten sich um, nahmen einen kleinen Hammer, ein Messer und Tess nahm ihren Notizblock mit, dann paddelten sie zum Strand. Sie zogen das Schlauchboot auf den Sand und befestigten es an einer nahen Palme. Hanna schaute sich um: „Hey, da vorne ist eine schiefe Palme mit großen Kokosnüssen! Die sind bestimmt einfach runter zu holen, lass uns zwei davon pflücken, dann können wir deine Erkundungstour starten.“ Tess war einverstanden und so saßen sie kurze Zeit darauf im Sand und tranken die frische Kokosmilch.
Plötzlich merkte Tess, wie sie sehr schläfrig wurde. Sie versuchte zwar noch aufzustehen, aber ihre Beine versagten: „ Es ist noch helllichter Tag, wir sollten jezz losgehen, komm schschon Hanna!“ Doch die schlief bereits tief und auch Tess konnte ihre Augen kaum mehr offen halten. Sie wunderte sich, es war doch kein Wettereinbruch oder Hurrikan angesagt gewesen! Doch durch ihre halbgeschlossenen Augen nahm Tess verschwommen wahr, wie sich augenblicklich das Meer mit dichtem Nebel überzog.
Der Himmel verdunkelte sich und ein unheimliches Rascheln durchdrang die Insel. Sie schaute zu Hanna, friedlich schlummernd lag die neben ihr im heißen Sand. Was passierte hier? Schlief sie selbst auch bereits? Tess versuchte das Ufer zu erkennen und zwang sich, wenigstens ihre Augen halbwegs offen zu halten.

Eine alte, brüchig aussehende Karavelle glitt in die Bucht und legte an einem verwitterten Holzsteg an, der auf einmal aufgetaucht war. Nach und nach erschienen mehrere Blockhütten, die sich im Halbkreis um ein riesiges Lagerfeuer schlossen. Eine leichte Brise bewegte die stickig gewordene Luft. Plötzlich wurde es lebendig und laut! Tess zuckte zusammen.
Aus den Hütten kamen mehrere Männer und ein paar Frauen in arg zerlumpter, mittelalterlicher Kleidung. Sie sahen aus wie Zigeuner, oder -, ja, eher wie Piraten! Bewaffnet mit Säbeln und alten Pistolen, in einer Hand Krüge oder Becher, gingen sie auf das Feuer zu und winkten den Ankömmlingen der Karavelle einladend zu. Dies war eine Truppe finster aussehender Gestalten, angeführt von einem bärtigen, großen Kerl mit einem Dreispitz auf dem Kopf, der ein Holzbein hatte, das dumpfe Klopfgeräusche hinterließ. Mit sonorer Stimme donnerte er: „ Auf zum Feiern! Für jeden gibt’s Rum und das Wildschwein röstet auch bereits im Feuer. So ist’s recht! Die Beute verteilen wir nach dem Essen!“ Das johlende Geschrei der Piraten klang wie elektrisierend herüber.
Ungläubig riss Tess ihre Augen auf, griff nach Hannas Arm und zog kräftig daran. Ihre „Two Missis“ und das Schlauchboot waren verschwunden, jedenfalls war nichts mehr zu sehen, bei der dichten Watte, die keine zehn Meter vor ihnen auf dem Wasser wabberte. Tess sah plötzlich zwei wankende Gestalten am Strand auf sich zusteuern. Ihre Nackenhaare stellten sich auf, ihr Mund wurde trocken, und wie reagierte Hanna, mal wieder? Erbost richtete die sich auf und zischte: „Was ist denn los? Tess, du drückst meinen Arm zu Brei, lass endlich los! Hey, was soll das bedeuten, drehen die hier einen Film?“
„Psst, halt’ die Klappe! Ich hab’ keine Ahnung, was hier abläuft. Lass uns für alle Fälle sehr vorsichtig sein und quatsch’ nicht so viel!“ flüsterte Tess heiser und ließ die herannahenden Gestalten nicht aus den Augen.
Als diese bei ihnen ankamen, schrieen sie plötzlich los: „Hey, Leute, hier liegen zwei Meeresnixen am Strand! Kommt schnell! Helft sie einfangen, die bringen Glück!“ Tess konnte sich erst vor Schreck nicht rühren und als sie endlich aufspringen wollte, flogen schon riesige schwarze Netze über sie. Wie zwei Fische zappelten die beiden, als die Meute sie unter lauten Jubelrufen ans große Feuer durch den Sand schleiften.
„Hey, Captain, diese Glücksnixen sollten wir behalten, dann wird unsere nächste Fahrt sicher mit reicher Beute belohnt! Wer von uns soll sie kriegen?“ Tess spürte plötzlich, wie eine raue Männerhand unter ihr Kinn griff und blickte in das Gesicht eines schmutzigen, bärtigen Piraten. Sein stinkender Atem ekelte sie, aber trotzig schaute sie ihm direkt in seine eisblauen Augen. Seine Stimme klang hart und doch angenehm warm, als er bestimmte: „Diese Nixe ist für mich, euren Captain!“ Dann ließ er sie los und beugte sich über die zitternde Hanna. „Die da kriegt Hunter, der Zimmermann! Mary, komm her! Gib den beiden was Ordentliches zum Anziehen! Dann sollen sie mit uns feiern! Yeah, Leute, das Glück ist mit uns!“ Alle hoben ihre Becher, die voll Rum fast überschwappten und fingen an gräulich zu singen und zu tanzen. Diese Mary zog die schaudernde Tess und Hanna mit festem Griff zu einer der Hütten und schubste sie hinein. „Da, in den Kisten sind Kleider. Ich bring euch zurück, wenn ihr fertig seid. Aber beeilt euch, Captain Silver mag es nicht, wenn man ihn warten lässt!“ Widerwillig wühlte Tess in den Sachen. Sie ließ ihre Kleidung an und stülpte sich nur ein rotes Kleid über, während Hanna wie selbstverständlich ihre Caprihose auszog und in blauseidenes Kleid schlüpfte. „Nimmst du das etwa nicht ernst hier? Also, Hanna, du bist so...!“ Aber schon kam Mary herein, begutachtete ihren Aufzug, reichte ihnen noch Armbänder und Ketten zum Schmuck und stieß sie hinaus, zurück ans Feuer und zu der tobenden Piratenbande. Pistolen knallten und schmutzige Lieder dröhnten an ihre Ohren. „Also, Tess, dein Captain sieht aus wie Johnny Depp in „Fluch der Karibik“, mit seiner langen, dunklen Mähne und dem Goldzahn. Hoffentlich sieht meiner wenigstens aus wie Orlando Bloom!“ flüsterte Hanna Tess leise kichernd ins Ohr, die genervt ihre Augen verdrehte, wie naiv Hanna sich benahm! Während Tess ein frostiges Lächeln aufsetzte, durchforstete sie ihr Gedächtnis. Der Film, in dem diese Piraten vorkamen, lief bereits, also konnten es keine Dreharbeiten mehr sein. Aber der Name des Captain kam ihr bekannt vor, bloß woher? Nirgends waren Kameras oder irgendwelche Technik zu entdecken. War das ein furchtbarer Alptraum?
Stocksteif saß Tess nun neben dem Captain an einem groben Holztisch. Sie hatte überhaupt keinen Appetit mehr, vor allem bei diesen unsäglichen Schmatzgeräuschen um sie herum. Konnte ein Traum so realistisch sein?
Plötzlich spürte Tess eine Hand auf ihrem Oberschenkel. Ihr kam es vor, als ob sie sich durch den Kleider- und Hosenstoff durchbrannte, aber sie wagte nicht, sie wegzustoßen. Sie blickte den Captain frech an und sah ihn aufmunternd grinsen. Dann schoss ihr der Name durch den Kopf, wenn das Long John Silver aus der „Schatzinsel“ war, sah er verdammt jung und gut aus. Sein dunkles Haar wellte sich bis über seine Schultern, sein dunkler, allerdings ungepflegter Bart bedeckte seine Oberlippe und fast vollständig sein Kinn. Das ließ seine eisblauen Augen furchteinflössend blitzen, wie Leuchtfeuer, die Schiffe an die Klippen locken und zerschellen lassen. Ansonsten waren seine Gesichtszüge eher fein und edel. Seine Statur war, bis auf das Holzbein, eher muskulös und schlank. Aber seine Kleidung wurde wohl selten gereinigt, die Ausdünstungen beleidigten Tess empfindliche Nase. Sie schaute nach Hanna und sah sie neben einem schmalen, blonden Kerl, der herzhaft lachte. Hanna flirtete mal wieder schamlos. Sie schien sich wohl zu fühlen. Es mochte dieser Hunter sein, denn als sich ein betrunkener Pirat näherte, schlug er ihm seine Faust ins Gesicht und Hanna floh in seinen Arm. Wem der wohl ähnlich sah, dieser Hunter, das würde wohl nur Hanna wissen. Brrr! Tess schüttelte sich, aber schließlich war Hanna alt genug, um auf sich selbst aufzupassen! Jetzt küsste sie den Kerl auch noch! Tess wandte sich ab.
„Ist dir kalt, mein Nixchen?“ fragte Captain Silver und tätschelte wieder ihren Schenkel. Nun schob sie aber sacht seine Hand zur Seite und erwiderte süß lächelnd: „Ein wenig, wenn ich bitte einen Umhang haben könnte?“ Captain Silver schickte die mürrisch dreinblickende Mary sofort das Gewünschte holen. „Wie ist eigentlich euer vollständiger Name, Captain?“ fragte Tess vorsichtig. Der lachte blechern: „Was, du kennst mich nicht? Ich bin Jack Kidd Silver, Sohn von Long John Silver und Piratenkönig dieser Insel, die den Namen Flint trägt, meines berüchtigten Vorgängers! Ha, ha, ha!“ Alle stimmten johlend ein, als ob Tess einen Witz gemacht hätte. Da sind wir aber verdammt vom Kurs abgekommen, dachte Tess sarkastisch. Captain Silver schlang seinen Arm um ihre Hüften und drückte sie an sich, sodass Tess fast keine Luft mehr bekam. Wütend krallte sie ihre Nägel in seinen Arm. Sein Griff lockerte sich, aber er ließ nicht los und lachte schallend.
Die meisten seiner Leute verschwanden jetzt in den Hütten oder schnarchten an dem Platz, an dem sie umgefallen waren. Tess blickte um sich, auch Hanna war mit Hunter verschwunden, dieses Luder! Sie wurde nervös, lange würden auch sie nicht mehr hier sitzen bleiben. In diesem Moment reichte ein Pirat dem Captain grinsend eine Fackel: „Wünsche eine besonders erholsame Nacht, Captain Silver!“ Dann waren sie allein.
Der Captain stand auf, während er Tess nicht losließ, und zog sie mit sich:
„Komm, meine hübsche, rote Nixe, ich zeige dir meinen Palast!“ Tess wurde schwindelig, hoffentlich versagten ihre Beine nicht, vielleicht konnte sie später fliehen. Sie gingen vom Strand aus durch den Wald auf eine kleine Lichtung zu. Dort erschien in flackerndem Licht eine große Blockhütte, umrundet von Palisaden. Vor dem Tor standen zwei Wächter, die sie hämisch grinsend grüßten und einließen. Dumpf schloss sich das schwere Holztor hinter ihnen. Tess wurde heiß und kalt vor Angst. Hier würde sie niemals rauskommen!
Lieber Gott, lass mich bitte endlich aufwachen aus diesem Albtraum, flehte sie stumm. Der Captain warf sie auf ein riesiges Bett, das mitten im Raum stand, wandte sich dann um und ging in einen Nebenraum. Der Duft von Lavendelseife und heißem Wasserdampf zog kurz darauf durch den großen Raum und benebelte Tess’ Sinne. Sie schloss ihre Augen und legte sich zurück, darauf hoffend endlich aufzuwachen. Plötzlich strichen starke Hände sanft über ihren Körper, fuhren langsam zu ihrem Hals und schlugen ihr gänzlich unerwartet ins Gesicht!
Tess wollte aufspringen und dem ungehobelten Kerl ihre Fingernägel quer durchs Gesicht ziehen, kampflos wollte sie sich nicht ergeben.

Doch, als sie ihre Augen öffnete, beugte sich ein fremdes Männergesicht mit Dreitagebart, Doppelkinn und Goldkettchen um den Hals über sie und eine kratzige Stimme befahl: „Hallo, sie müssen jetzt unbedingt aufwachen! Ihr Fieber ist gesunken und bald wird es auch ihnen besser gehen.“ Im Hintergrund konnte Tess verschwommen noch einen Mann erkennen, der sich bereits mit Hanna unterhielt. Bekleidet waren die Fremden mit blauen Segelshorts und weißen Piquethemden. In der Bucht lag neben der „Two Missis“ ein anderes Segelschiff vor Anker. „Wo bin ich?“ fragte Tess erstaunt. „Sie haben zu lange in der Sonne gelegen und einen Hitzschlag erlitten. Zum Glück sind mein Bruder Tom und ich, mein Name ist Mike Saunders, mit unserem Segelboot hier vor Anker gegangen und haben sie beide gefunden und Soforthilfe geleistet. Zufällig bin ich Arzt. Sie haben verdammtes Glück gehabt!“ Tess fühlte sich erschöpft, erst fing sie leise an zu kichern, dann hysterisch an zu lachen, um schließlich erleichtert aufzuschluchzen, oder? Sie blickte ihren Retter an. Ein gepflegter Bierbauch quoll über seine kurze Shorts und sein breites Lächeln entblößte einen blitzenden Goldzahn. Als er sie aufrichten wollte, ließ Tess sich einfach wieder nach hinten in den Sand fallen und schloss krampfhaft ihre Augen:
„Oh nein, bitte, ich will zurück !“

Letzte Aktualisierung: 28.06.2006 - 15.59 Uhr
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