Wellensang
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Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
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Februar 2005
Aufs ├äu├čerste
von Michael Haas

Sie pre├čte ihre Schenkel zusammen, als seine Hand den Weg unter ihren Slip suchte. Sie konnte und wollte seine Ber├╝hrungen nicht mehr ertragen. Es war zu Ende. Das, was einmal ihre Beziehung gewesen war, hatte sich in einen Alptraum verwandelt. Erst gestern noch hatte er sie geschlagen, und das nur, weil sie ihm widersprochen hatte. Hatte sie kein Recht auf eine eigene Meinung?
Seine Hand zw├Ąngte sich vorw├Ąrts, suchte den Weg zwischen ihre Schenkel. Ihr wurde schlecht, er ekelte sie an. Interessierte es ihn ├╝berhaupt nicht, was sie empfand? Ging es nur darum, da├č er befriedigt war? Sie wu├čte schlie├člich wie es ablief. Er w├╝rde kurz zwischen ihren Beinen spielen, aber schnell die Lust daran verlieren, dann w├╝rde er sich auf ihr abm├╝hen, bis er in einem letzten St├Âhnen von ihr herunter glitt, sich von ihr abwandte und sofort einschlief. Was sie dabei empfand, schien ihn nicht zu interessieren. Im Grunde konnte sie w├Ąhrend dessen ihre N├Ągel feilen, es w├╝rde ihm vermutlich nicht auffallen.
ÔÇťBitte Benjamin, ich m├Âchte nicht, nicht so! Oder bin ich f├╝r dich nur noch ein Befriedigungsautomat?ÔÇŁ, sagte sie in die Stille ihres Schlafzimmers, das ihr mit einem Mal so fremd vorkam.
ÔÇťStell dich nicht so an, Bianca, sonst willst du es doch auch.ÔÇŁ, sagte er scharf und pre├čt ihre Schenkel mit Gewalt auseinander. Sie versp├╝rte einen tiefen Schmerz, als er seinen Finger tief in sie schob und aus einem Reflex heraus ergriff sie die Hand und stemmte sie von sich.
Sie mu├čte weg, jede Sekunde l├Ąnger in diesem Bett w├╝rde den Ekel, der in ihr aufstieg, noch verst├Ąrken. Ruckartig stemmte sie sich hoch, um aufzustehen, doch seine Hand legte sich auf ihre Schulter und pre├čte sie wieder zur├╝ck.
ÔÇ×La├č mich, ich will nicht, verstehst du das?ÔÇť, schrie sie.
Einen kurzen Augenblick sah er sie verwirrt an. Es war nicht oft vorgekommen, da├č sie sich ihm widersetzte.
Zorn stieg in ihm auf, sie konnte es in seinen Augen sehen und er war wieder kurz davor, sie zu schlagen, seine Hand zuckte nerv├Âs. Doch irgend etwas schien ihn davon abzuhalten.
Er zerrte nun an ihrem Slip, ri├č ihn mit Gewalt hinunter und sie h├Ârte den Stoff rei├čen. Dann war er ├╝ber ihr. Sie wu├čte nicht, warum sie sich nicht weiter wehrte, vielleicht war es die Angst, doch noch geschlagen zu werden.
Unbarmherzig drang er in sie ein. Ein heftiger Schmerz durchzuckte ihren Unterleib. Am liebsten h├Ątte sie aufgeschrien, doch sie unterdr├╝ckte das Bed├╝rfnis, schlo├č die feuchten Augen und wandte den Kopf zur Seite.
Die Schmerzen in ihrem Unterleib wurden unertr├Ąglich, als er wild in sie stie├č. Mit irrem Blick, die Augen verdreht, nahm er sie ├╝berhaupt nicht mehr wahr. Wieso sie ihn pl├Âtzlich anstarrte, konnte sie sich nicht erkl├Ąren, aber es l├Âste blankes Entsetzen in ihr aus. Pl├Âtzlich konnte sie nicht mehr widerspruchslos hinnehmen. Ha├č wallte mit solcher Wucht in ihr auf, da├č sie ihre Hand unter ihn schob, seine Hoden zu fassen bekam und blitzschnell und mit aller Kraft zudr├╝ckte.
Sein K├Ârper sackte zusammen und er presste einen kurzen Schrei hervor. Dann glitt er von ihr und wand sich unter Schmerzen neben ihr. Sofort ergriff sie ihre Chance, sprang auf und rannte aus dem Zimmer.
Auf dem Flur war es ihr, als erwache sie aus einem b├Âsen Traum. Sie begann am ganzen K├Ârper zu zittern und ihr Atem ging rasend schnell. Der Gedanke daran, welchen Zorn sie mit ihrer Aktion auf sich gezogen hatte, st├╝rzte ├╝ber sie herein, da├č sie sich ├Ąngstlich umsah. Jeden Moment konnte er sich erholt haben und sie mochte sich nicht ausmalen, was er dann mit ihr anstellen w├╝rde. Ihr mu├čte irgend etwas einfallen, wie sie sich dem entziehen konnte. Nur mit ihrem kurzen T-Shirt bekleidet konnte sie das Haus unm├Âglich verlassen. Etwas zum Anziehen war aber im Schlafzimmer und dorthin konnte sie nicht zur├╝ck.
Aus dem Schlafzimmer drangen Ger├Ąusche. Erst ein tiefes Seufzen, dann h├Ârte sie seine Stimme, wie er gepresst fluchte. Satzfragmente drangen an ihr Ohr und das, was sie sich daraus zusammen reimte, lie├č Panik in ihr aufsteigen. Er kochte vor Zorn und unter keinen Umst├Ąnden wollte sie sich diesem Zorn aussetzen. Das bedeutete aber, da├č sie so schnell es eben ging, das Haus verlassen mu├čte. Wie ein gehetztes Tier suchte sie nach einer L├Âsung. Pl├Âtzlich kam ihr der Gedanke an den W├Ąschekorb im Badezimmer. Dort hinein hatte sie vorhin ihre schmutzige W├Ąsche gestopft. Vorsichtig schlich sie ins Bad.
Sie streifte die Hose gerade ├╝ber, als sie das Poltern h├Ârte. Das konnte nur das kleine Tischchen neben ihrem Bett gewesen sein, das er umgeschmissen hatte. Es bedeutete aber auch, da├č er nicht mehr wehrlos auf dem Bett lag und ...
ÔÇ×Du verdammte Schlampe, wenn ich dich in die Finger bekomme, bring ich dich um.ÔÇť, dr├Âhnte seine Stimme pl├Âtzlich durchs Haus und hallte in dem gekachelten Badezimmer unnat├╝rlich wider. Eiskalt lief es ihr den R├╝cken herunter.
Gehetzt sah sie sich um. Es gab keine M├Âglichkeit sich zu verstecken und noch weniger irgendeine M├Âglichkeit sich gegen ihn zu wehren. Unbewu├čt hielt sie die Luft an und lauschte ins Haus.
Fieberhaft versuchte sie zu erahnen, was er gerade tat und wo er sich befand. Als sie ihn die Treppe hinunter laufen h├Ârte, l├Âste sich ihre Starre.
Was sollte sie jetzt tun? Nach unten, um das Haus zu verlassen, konnte sie nicht, weil er dort war. Das Risiko, ihm in die Arme zu laufen, war einfach zu gro├č. Wenn sie im Badezimmer blieb, w├╝rde er sie, sobald er wieder nach oben kam, sofort finden. Wenn, dann brauchte sie ein gutes Versteck, in dem er sie nicht sofort vermutete.
ÔÇ×Wo bist du Dreckst├╝ck? Wenn ich dich kriege, mach ich dich platt.ÔÇť, hallte es durchs Haus.
Die einzige, wenn auch geringe Chance, die sie sah, war die Abstellkammer. Auch dort w├╝rde er sie ├╝ber kurz oder lang finden, aber wenigstens hatte sie dort die M├Âglichkeit, es noch etwas hinauszuz├Âgern. Zudem bestand die Aussicht, dort etwas zu finden, mit dem sie sich gegen ihn wehren konnte.
Als sie vorsichtig das Badezimmer verlie├č, war ihre Angst so gro├č, da├č sie bef├╝rchtete, das Schlagen ihres Herzen k├Ânne er durchs Haus h├Âren.
Auf Zehenspitzen schlich sie eine T├╝r weiter, hinter der sich die Abstellkammer befand. Die ganze Zeit lauschte sie zur Treppe hin, ob er wieder nach oben kam. Dann schrak sie zusammen, als von unten ein f├╝rchterlicher Radau nach oben drang, und dann h├Ârte sie wieder seine Stimme.
ÔÇ×Ich finde dich schon. Komm raus du bl├Âde Kuh, oder glaubst du wirklich, du k├Ânntest dich vor mir verstecken?ÔÇť
Von unten drang weiter unbeschreiblicher Krach nach oben. Holz barst, Glas splitterte und jetzt wu├čte sie, da├č er vollends die Kontrolle verloren hatte.
Ger├Ąuschlos schl├╝pfte sie in die Abstellkammer und sah sich um. Seit Monaten hatte sie sich vorgenommen, das heillose Durcheinander aufzur├Ąumen. Panisch suchte sie nach einer M├Âglichkeit, wie sie in diesem Chaos abtauchen konnte, ohne soviel L├Ąrm zu machen, da├č er gleich wu├čte, wo sie war.
Als sie h├Ârte, wie er die Treppe herauf gepoltert kam, schn├╝rte ihr die Angst die Kehle zu. Vorsichtig zog sie die T├╝re zu und stand unvermittelt im Dunkeln. Wie in Zeitlupe schaltete sie das Licht ein, aus Furcht, er k├Ânnte das Klicken des Schalters h├Âren. Hinter den Koffern unter dem Regal waren Decken gestapelt. Diese zog sie nun vorsichtig hervor und es entstand ein Hohlraum, in den sie sich quetschen konnte. Drei der vier Decken legte sie auf die Koffer, dann schaltete sie das Licht aus und tastete sich vorsichtig im Dunkel vorw├Ąrts, bis sie schlie├člich in den Hohlraum gekrabbelt war. Die eine Decke hatte sie mitgenommen und gerade, als sie sie sich ├╝ber den Kopf zog, h├Ârte sie, wie die T├╝r zur Abstellkammer aufgerissen wurde. Ein schwacher Lichtschein drang durch den Wollstoff der Decke. Sie hielt erschrocken den Atem an und ihre Angst wuchs, da├č sie f├╝rchtete, da├č er das Zittern ihres K├Ârpers sehen w├╝rde.
W├╝tend fegte er einige Sachen aus den Regalen, die wie Geschosse neben ihr einschlugen. Sie war kurz davor, aufzuschreien, ihre Nerven lagen blank. Hatte er sie wohlm├Âglich schon entdeckt? Mu├čte sie jeden Moment damit rechnen, da├č er sie aus ihrem Versteck zog?
Pl├Âtzlich wurde es dunkel. Sie bef├╝rchtete schon, da├č er unmittelbar ├╝ber ihr war, um sie aus ihrem Versteck zu ziehen, doch es geschah nichts. Es war so still im Haus, als w├Ąre au├čer ihr niemand da. Krampfhaft lauschte sie, ob sie ihn nicht irgendwo h├Ârte, doch alles blieb still. Sie verlor jegliches Gef├╝hl f├╝r Zeit. Sie konnte nicht sagen, wie lange sie schon unter der Decke gehockt und in die Dunkelheit gehorcht hatte. Vielleicht waren es Stunden, wohl aber eher nur Minuten oder gar Sekunden. Ihr Herz tobte in ihrer Brust. Was sollte sie jetzt machen? Was konnte sie machen? Hatte er wohlm├Âglich aufgegeben und war gegangen? Sie wu├čte nicht mehr, was sie denken sollte, sie hatte nur das Bed├╝rfnis so weit wie m├Âglich von ihm wegzukommen. Sie wagte sich nicht auszumalen, was er mit ihr anstellen w├╝rde. Jegliches Gef├╝hl f├╝r Zeit war weg. Sie hockte unter der Decke, die Luft die sie atmete, war warm und stickig. Die K├Ârperhaltung, die sie einnehmen mu├čte, um unter dem Regal Platz zu finden, lie├č ihre Beine einschlafen. Wie lange w├╝rde sie noch so verharren k├Ânnen?
Doch da h├Ârte sie diesen Schlag, der das ganze Haus zum Vibrieren brachte. Sie war sich sicher, da├č die Haust├╝re ins Schlo├č gefallen war. Er lie├č die T├╝r immer hart hinter sich zuknallen, sie hatte sich schon tausend Mal dar├╝ber ge├Ąrgert, jetzt allerdings erleichterte es sie. Einen Moment lang horchte sie noch in die Dunkelheit, schob dann die Decke beiseite und krabbelte langsam wieder unter dem Regal hervor.
Was hatte er vor? Vielleicht glaubte er ja, sie sei sofort, zu Anfang schon, aus dem Haus gelaufen. Vielleicht hatte er aufgegeben und suchte jetzt in irgendeiner Kneipe Trost f├╝r die Dem├╝tigung, die ihm seine Frau angetan hatte. Konnte sie das wirklich glauben, oder war nur der Wunsch Vater dieses Gedankens. Sie stand noch im Dunkeln, wagte nicht, die T├╝re zu ├Âffnen. Angestrengt lauschte sie weiter in die Stille. Was, wenn er wieder vor der T├╝re stand und nur darauf wartete, da├č sie heraus kam?
Ihre Hand tastete im Regal neben ihr, auf der Suche nach irgend etwas, mit dem sie sich wehren konnte. Ihre Finger ber├╝hrten alte Wanderschuhe, ausrangierte T├Âpfe und dann f├╝hlten sie etwas l├Ąngliches, das ihr sofort griffig in der Hand lag. Es war der neue Eispickel, den er f├╝r seine letzte Klettertour gekauft hatte. Sie wog ihn in der Hand, f├╝hlte an seiner Spitze. Ob sie sich wirklich gegen ihn behaupten konnte wu├čte sie nicht, aber der Eispickel in ihrer Hand vermittelte ihr etwas Sicherheit. Vorsichtig trat sie an die T├╝r und legte ihr Ohr gegen das Holz. Das einzige, was sie h├Ârte, war das Blut, das in ihren Schl├Ąfen pochte.
Langsam dr├╝ckte sie die Klinke und schob die T├╝re zentimeterweise auf. Noch immer hatte sie das Gef├╝hl, er w├╝rde sie jeden Moment ergreifen, doch es geschah nicht. Als sie schlie├člich auf dem Flur stand, hielt sie den Eispickel noch immer zum Schlag bereit. Um kein Ger├Ąusch zu verursachen, schlich sie vorw├Ąrts. Auf dem obersten Treppenabsatz blieb sie stehen, doch noch immer blieb alles ruhig. Er war also wirklich gegangen. Langsam lie├č sie den Eispickel sinken und ging die Treppe hinab. Unter keinen Umst├Ąnden wollte sie jetzt im Haus bleiben. Sie w├╝rde zur Nachbarin gehen und von dort versuchen, ihre Freundin zu erreichen, vielleicht konnte sie bei ihr erst einmal untertauchen.
Sicher w├╝rde er sie nicht so einfach ziehen lassen und da war es gut, wenn sie nicht alleine war.
Als sie das Erdgescho├č erreichte, traute sie ihren Augen nicht. Die halbe Wohnungseinrichtung lag zerschlagen auf dem Boden. Sie hatte nur noch das eine Bed├╝rfnis, raus, und das, so schnell es eben ging.
Gerade wollte sie sich der T├╝r zuwenden, als sie hinter sich ein Ger├Ąusch vernahm. Ein schleifendes Ger├Ąusch, das rasend schnell auf sie zukam. Ihr Kopf wirbelte herum und aus den Augenwinkeln sah sie etwas auf sich zurasen. Schon traf sie sein Faustschlag und sie taumelte zur├╝ck. Einen Moment wurde es schwarz um sie herum, dann breitete sich ein tiefes Dr├Âhnen in ihrem Kopf aus.
Er stand wie ein Riese vor ihr, sein Blick kam aus einer anderen Welt.
ÔÇ×Hast du geglaubt, du k├Ânntest mich an der Nase herumf├╝hren, was?ÔÇť, sagte er mit einer Stimme, so kalt wie Eis. Dann lachte er schrill.
Auf der Kommode neben ihm sah sie pl├Âtzlich das gro├če, scharfe Fischmesser liegen. Er mu├čte es aus der K├╝che geholt und dort hin gelegt haben. Was hatte er vor? Wollte er sie...
Schon schnellte seine Hand zu dem Messer und ging er langsam auf sie zu.
ÔÇ×Keine Frau macht das mit mir. Verstehst du, keine Frau. Daf├╝r wirst du bluten, du Dreckst├╝ck.ÔÇť
Die Angst schn├╝rte ihr die Kehle zu. Es gab keine M├Âglichkeit ihm zu entkommen. Sie hatte sich selbst in eine ausweglose Situation man├Âvriert. Die Haust├╝r lag nun so ung├╝nstig, da├č sie dicht an ihm vorbei m├╝├čte, um sie zu erreichen. Den Weg ins Haus versperrte er, diese Auswegslosigkeit lie├č sie erschaudern. Das Messer blitzte im Licht und langsam hob er es in die H├Âhe seiner Schulter.
Pl├Âtzlich war sie sich bewu├čt, da├č er ernst machen w├╝rde. Wie hypnotisiert starrte sie in seine Augen, von denen fast nur noch das Wei├če zu sehen war. Die Kn├Âchel der Hand, die das Messer hielt, traten wei├č hervor. Selbst er, schien in seinem wei├čen Unterhemd und seiner wei├čen Haut zu strahlen. Sie h├Ârte seinen rasenden Atem. Wieder das Blitzen der Klinge. Dann sah sie, wie er eine ruckhafte Bewegung machte und die Klinge auf sie zu raste.
Sie bewegte sich, ohne das sie diese Bewegungen wirklich bewu├čt steuerte. Ihr K├Ârper glitt ein St├╝ck zu Seite. Die Klinge rauschte um Haaresbreite an ihrer Schulter vorbei. Dann sp├╝rte sie, wie ihr Arm eine kurze Bewegung nach hinten machte und dann im gro├čen Bogen von oben herab auf seinen Kopf zu raste. Das Ger├Ąusch, als der Eispickel in seine Stirn eindrang, erinnerte sie an eine platzende Kokosnu├č, die zerschlagen wird. Erschrocken lie├č sie los und sprang zur├╝ck. Wenige Augenblicke blieb er stehen, der Eispickel ragte wie ein Kunstwerk aus seiner Stirn. Fragend starrte er sie an, aber auch durch sie hindurch, dann fiel er r├╝cklings wie ein Baum und das Ger├Ąusch einer platzenden Kokosnu├č wiederholte sich, als sein Kopf auf die Fliesen schlug. Die Stille, die darauf folgte, war wie eine Befreiung. Ihr K├Ârper straffte sich, sie f├╝hlte nichts. Langsam ging sie an ihm vorbei, trat vor die T├╝r, atmete die frische Luft und erst, als sie bei der Nachbarin klingelte, wurde ihr bewu├čt, was geschehen war.

ENDE

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