Der Tod aus der Teekiste
Der Tod aus der Teekiste
"Viele Autoren können schreiben, aber nur wenige können originell schreiben. Wir präsentieren Ihnen die Stecknadeln aus dem Heuhaufen."
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August 2005
Nachtcafé
von Anne Zeisig

„Diesen Schlafanzug kannst du mitnehmen! Ich will so ein angerautes, flauschiges Zeug nicht!“
„Aber Vater! Seit ich mich erinnern kann, trägst du Flanellpyjamas. Sogar schon, als Mutter noch lebte, da ... “
„Aber Vater!“, äffte der fünfundsiebzigjährige Wilhelm seine Tochter Gisela nach. Er legte den Schlafanzug hastig zu einem Bündel zusammen und steckte es in den Leinenbeutel seiner Tochter.
Sie schüttelte den Kopf. „Es wird Zeit, dass du entlassen wirst. Der Krankenhausaufenthalt hier auf dieser Altenstation steigt dir zu Kopf.“
Wilhelm lehnte sich im Bett zurück und verschränkte die Arme vor seiner Brust: „Der neue Schlafanzug muss einfarbig sein. Dunkelrot oder blau. Er soll aus so einem glänzenden Stoff sein.“
„Glänzend.“
Er nickte.
„Aus Satin also.“
„Jawohl.“
Seine Tochter nahm den Leinenbeutel: „Mitten im Winter willst du einen Satinpyjama.“
„Ja.“
„Vater. Du weißt, dass Satin nicht wärmt?“
Er strich mit den flachen Händen über die Bettdecke und glättete sie: „Das stört mich nicht. Wichtig ist, dass du mir den neuen Schlafanzug bringst, bevor es Abendessen gibt.“
Sie zupfte sich am Ohrläppchen: „Was? Ich soll im Berufsverkehr durch die halbe Stadt fahren? So schlimm wird es nicht sein, wenn du diese Nacht im Flanellpyjama zu Bett gehst.“ Sie holte den Schlafanzug aus dem Beutel und legte ihn auf sein Bett. „Morgen bringe ich dir einen Neuen.“ ...

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Geschichte gehört zu den Siegergeschichten und erscheint in unserer Literaturzeitschrift Schreib-Lust Print. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns nicht selbst Konkurrenz machen möchten, indem wir die Geschichte ebenfalls hier komplett veröffentlichen.

Vielen Dank!

Andreas Schröter

Letzte Aktualisierung: 29.06.2006 - 20.56 Uhr
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