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November 2005
Seitensprung
von Florian Nikolai Yves Kurzmann

Bring Senf mit, hatte Sie gesagt. Bring Senf mit, die Worte surrten durch seinen Kopf. Senf, Senf, Senf, ein Pochen es wollte sein Kopf zerbersten. Zu lange musste er ihre Stimme ertragen, zu lange ihre Launen. Hier war er nun im Europacenterfranzmanndelikatessenfachhandel am Zoologischen, heute flappsig oft nur noch Zoo genannt von den Berlinern. Dijon-Senf, bei der Vorstellung seine Wiener, oder N├╝rnberger wie die Wiener sie nennen, in Dijon-Senf zu tauchen wurde ihm schlagartig schlecht und bewusst wie Sinnlos sein Leben war. Er war immer so Lebenslustig gewesen, ein Mann von Welt, ein Playboy. Er war immer hinter dem n├Ąchsten Rock her, doch nun war eine Rocktr├Ągerin sein Herr. Also beschloss er dass zu tun was er immer tat, wenn er sich in einer schwierigen Situation befand. Ein bisschen Dampf ablassen mit der n├Ąchsten Blondine.Kaum raus aus dem Laden, da sah er auch schon ein ihn ansprechendes Modell, aber bei der Vorstellung noch eine Dijon-Senf-Tussi sich einzufangen starb die letzte Lust in ihm ab.
Er stieg in den Aufzug um in den obersten Stock zu gelangen. Seine Augen waren fest auf den Boden gerichtet. Er w├╝rde es tun, es reichte ihm. Er w├╝rde. Es tun. Er w├╝rde.
Warum so traurije Aujen?, h├Ârte er von halblinks und blickte auf. Eine nette Br├╝nette in Tippsenuniform die er bisher noch nicht bemerkt hatte sprach ihn an. Er blickte sich um, au├čer ihnen beiden war niemand in dieser sterilen Stahlspiegellandschaft zugegen. Er sagte, ne is okay, aber diese Frau lie├č ihn nicht er stieg mit ihrem stillen Einverst├Ąndnis im 6. aus. Er knallte sie gegen den leeren Chefsessel an diesem verkaufsoffenen Sonntag, Riss die Kn├Âpfe ihrer grau melierten Bluse auf und verschlang l├╝stern ihren Hals mit seinen S├╝dl├Ąndischen K├╝ssen die seinem glutroten Mund entsprangen. All den Druck den er hatte die letzten 2 Jahre mit seiner Dijon-Senf Freundin legte er in seine Lenden. Sie keuchte, schnaubte, schrie. Es war der Fick ihres Lebens, ein Orgasmus nach dem anderen. Doch er h├Ąmmerte weiter auf sie ein, so dass ihre F├╝├če langsam taub wurden. Schlussendlich versank auch sie in eine friedliche Ohnmacht. Als sie eine halbe Stunde sp├Ąter erwachte, war er immer noch da und versuchte als er sah das sie erwachte versuchte er sie wachzuk├╝ssen. Sie l├Ąchelte und bemerkte dass sie einen Kaffee auf dieses Ereignis vertragen k├Ânne. Er wollte sich darum k├╝mmern und als er schon halb im Aufzug verschwunden war rief sie ihm nach, er solle noch ne Worscht mitbring mit Diyong-Senp.

Letzte Aktualisierung: 00.00.0000 - 00.00 Uhr
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