'paar Schoten - Geschichten aus'm Pott
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Juni 2006
Haarsträubende Diätversuche!
von Andrea Jordan

Ich habe ein paar Kilo zugenommen, schlussfolgernd muss ich dringend zum Friseur. Nicht dass mein Haar so schwer wäre, nein es ist sogar leider dünn und federleicht. Genau genommen ist meine Kopfzierde so wie ich gerne als Ganzes wäre, nur mit schwerem langem Haar.
Nein, mein Barbier ist kein Zauberer, der unten mit oben vertauscht oder umgekehrt, aber da ich weiß, dass ich momentan für eine Diät mental zu schwach bin, muss eben eine andere Veränderung meines Gesamtbildes her.
Kleidungskauf scheidet aus, wegen des bereits erwähnten Grundes der Gewichtszunahme, ich gebe mir doch nicht auch noch die Frustration eine Nummer größer kaufen zu müssen.
Ergo dessen ist dringend der Friseurbesuch angesagt. Bis jetzt habe ich leider auch noch nie eine Frisur gefunden die Hüftspeck kaschiert, denn dafür sind meine Haare nun wieder zu kurz, aber eine gute Haarkünstlerin schafft schon manchmal das Wunder der Ablenkung von den Problemzonen durch ein neues Erscheinungsbild am Kopf.
Also erst einmal die Frisurenmagazine durchstöbert auf der Suche nach dem optimalen Schnitt für dünnes Haar und einer Farbe die mindestens um fünf Jahre jünger macht.
Die kennen mich schon in meinem Stammsalon, es ist nicht einfach mit mir, denn selten passen meine Vorstellungen mit der tatsächlichen Machbarkeit der Frisur zusammen.
Nun ja, dafür bin ich ihnen schon bald seit Jahrhunderten treu, so fühle ich mich wenigstens im Augenblick.
Nachdem ich es geschafft habe eine Termin zu bekommen, ich brauch den immer schon gestern oder vorgestern, setzen wir uns nun zusammen um die neuesten Trends mit meinen leicht konservativen Ansichten zu verbinden.
Ich bin ja im Grunde genommen noch immer für Pagenkopf und Pferdeschwanzfrisur, aber leider lässt sich das weder mit meinem Alter, noch mit meiner Figur vereinbaren ohne auszusehen wie die klassische Hausfrau anno 1950.
Meine Lieblingsstylistin hat mich wieder einmal überzeugt. Ein flotter Kurzhaarschnitt in der Farbe Herbstkastanie wird es diesmal und ich sehe mich schon in der Boutique nebenan nach den neuen quietschgrünen Teilen suchen, denn die verjüngen mit der Haarfarbe mindestens um zehn Jahre. Auch wenn ich sie in einer Größe nehmen muss, die ich glatt verleugne.
Das Werk ist vollendet, ich bin überzeugt so flott und attraktiv auszusehen, wie nie zuvor. Als ich auch noch eine apfelgrüne Bluse finde die einfach einzigartig ist, bin ich wieder glücklich, bis zum nächsten Morgen zumindest.
Da versuche ich nämlich mir einschwungvolles Haarbild zu zaubern, so wie es mir die Friseurin am Tag zuvor gezeigt hat.
Nach etlichen verzweifelten Versuchen, ungefähr zwei Kilo Haarwachs und drei Haarwäschen später, kämme ich meine neue Frisur so ähnlich wie ich es schon vor dem Besuch des Schönheitsladens hatte und beschließe nun doch mit der Diät anzufangen, denn das mit dem trendigen Styling kriege ich wohl nie hin.

Letzte Aktualisierung: 28.06.2006 - 08.29 Uhr
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