'paar Schoten - Geschichten aus'm Pott
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Das Ruhrgebiet ist etwas besonderes, weil zwischen Dortmund und Duisburg, zwischen Marl und Witten ganz besondere Menschen leben. Wir haben diesem Geist nachgespürt.
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November 2006
Aotearoa
von Manuela Gantzer


Als wir zum ersten Mal ihr riesiges Boot entdeckten, waren wir verunsichert. Von einem befreundeten Stamm hatten wir bereits erfahren, dass sie um Aotearoa segelten – unser Land der langen weißen Wolke.
Der Anblick der Fremden machte mir Angst. Ich sah nur Männer und ihre Haut war bleich. Zuerst dachte ich, diese Menschen müssten große Furcht haben, dann bemerkte ich, dass alle hell waren und dies wohl von den Göttern gewollt war.
Das Boot legte in einer nahe gelegenen Bucht an.
In unseren festlichsten Kleidern erwarteten wir die Fremden am Strand. Zuerst standen wir uns lange schweigend gegenüber. Schließlich trat unser Häuptling vor und begann eine seiner wundervollen Reden. Er begrüßte die Hellhäutigen mit aller Herzlichkeit, fragte aber auch deutlich nach ihren Absichten.
Als Abschluss begannen wir für sie zu tanzen. Den Haka.
Zuletzt als unser Gesang lauter und lauter wurde, wichen die Anderen immer weiter zurück. Ihre Augen weiteten sich und blickten uns starr an.
Beim Herausstrecken unserer Zungen passierte es. Einer der fremden Männer hob seinen Stock.
Es krachte. Ein kleines Feuer blitzte heraus. Nur ganz kurz.
Was wollte uns dieses Volk damit sagen?
Ich war verwirrt und von diesem Zauber so gefesselt, dass ich meine Umgebung erst wieder wahrnahm, als ich jemanden neben mir schreien hörte. Ich wurde zur Seite gestoßen und erst da entdeckte ich, dass Amiri am Boden lag.
Er krümmte sich und stöhnte. Ich sah das Loch in seinem Bauch, aus dem Unmengen von Blut hervorquollen.

Bei den Göttern! Wie war dies möglich?
Niemand hatte ihn berührt! Dieser Stock musste eine unglaubliche Zauberkraft haben.
Sofort brachten einige Männer Amiri in unser Dorf. Ich folgte ihnen wie in Trance. Amiri und ich hatten gleich viele Matariki, Feste der Ernte, erlebt. Wir wuchsen wie Bruder und Schwester auf. Unser Priester bemühte sich um sein Leben. Alle rannten aufgeregt hin und her – versuchten auf ihre Weise zu helfen.
In der Nacht brach Amiris Geist Richtung  ...

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Geschichte gehört zu den Siegergeschichten und erscheint in unserer Literaturzeitschrift Schreib-Lust Print. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns nicht selbst Konkurrenz machen möchten, indem wir die Geschichte ebenfalls hier komplett veröffentlichen.

Vielen Dank!

Andreas Schröter

Letzte Aktualisierung: 09.12.2006 - 18.39 Uhr
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