Honigfalter
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Januar 2007
Morgens im Möbelhaus
von Jutta Beer

Markus erinnerte sich langsam. Sein Chef blickte ihn eindringlich an. Der beste Ausweg ist mittendurch, diesen Ausspruch hatte Markus irgendwo mal gelesen und es schien auf seine Situation zuzutreffen.

„Wissen sie, ich liebe Bettwäsche.“ Das war es. Ganz einfach zu sagen. Sein Chef schaute ihn weiter an. Er gehört sicher zu den Männern, die ihren Frauen teure Unterwäsche schenken, während ich Bettwäsche bevorzuge, dachte Markus.
Das erste Mal im frisch bezogenen Bett zu schlafen war am reizvollsten. Jeder Bezug hatte eine andere Anmutung. Farbe, Struktur, Material wurden jedes Mal von den Augen, den Ohren und der Haut verschieden wahrgenommen. Der besondere Kick wollte sich dann in den folgenden Nächten nicht mehr einstellen. Markus war klar, dass er unmöglich jeden Nacht frisch gewaschene Bettwäsche von seiner Frau verlangen konnte.

„So, sie lieben also Bettwäsche!“ stellte sein Chef fest. Ein frisch bezogenes Bett, um genauer zu sein, korrigierte Markus in Gedanken.
An einem verregneten Sonntag vor einem Jahr entdeckte er beim Bummel durch ein Möbelhaus, dass es dort reihenweise Betten, fertig bezogen mit verschiedener Bettwäsche, gab. Seine Augen weideten sich an ihnen, seine Hände befühlten Frottee, Seersucker, Satin und Biber. Seine Ohren lauschten dem Geräusch, wenn seine Hände die Decken leicht aufschüttelten.
Von da an bummelte er mit seiner Frau und immer öfter heimlich alleine durch die Schlafzimmerabteilungen von Möbelhäusern. In unbeobachteten Augenblicken kniete er neben den Betten, fuhr mit seinem Arm unter die Decke und legte seine Wange auf das Kissen.

„Oder sind sie ein Wäschefanatiker?“ Sein Chef blickte ihn abschätzig an. Fanatiker, nein ein leidenschaftlich Liebender bin ich, verbesserte Markus abermals in Gedanken.
Vor einem Jahr beschloss er sich auf eine Anzeige hin, in welcher ein Möbelverkäufer gesucht wurde, zu bewerben. Er hatte Erfolg und war von Anfang in der Schlafzimmerabteilung. Abgesehen von den Möbeln gab es dort ein ...

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Geschichte gehört zu den Siegergeschichten und erscheint in unserer Literaturzeitschrift Schreib-Lust Print. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns nicht selbst Konkurrenz machen möchten, indem wir die Geschichte ebenfalls hier komplett veröffentlichen.

Vielen Dank!

Andreas Schröter

Letzte Aktualisierung: 31.01.2007 - 22.10 Uhr
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