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März 2007
Samstag
von Melanie Müller

Sally war richtig mies drauf. Sie saß im Auto und fuhr zur Arbeit. Und das am Samstagmorgen! Die Radioansage brachte ihre Stimmung auf den absoluten Nullpunkt: „Guten Morgen an diesem freundlichen Samstag morgen! Heute erreicht das Thermometer wieder die 30°-Marke, perfekt für ein Picknick im Grünen!“ Alle ihre Freunde trafen sich heute am See. Wäre ihr blöder Chef am Tag davor nicht zu ihr gekommen um ihr eine komplette Lagerinventur aufzubrummen, würde sie jetzt noch friedlich schlummern. Später hätte sie ihren neuen Bikini eingepackt und wäre mit ihrer Freundin zum See gefahren. Es nützte wirklich nichts sich jetzt mit schönen Gedanken zu quälen. Mit einer ärgerlichen Handbewegung schob sie sie beiseite. Entschieden knallte sie die Autotüre zu und trottete trübsinnig in die Firma.

In ihrem Büro startete sie ihren Rechner, druckte die aktuellen Bestandszahlen aus und ging mit diesen seufzend ins Lager. Dort stellte sie das Radio an und nach kurzer Zeit zählte sie summend die Pakete in den Regalen. Als sie endlich damit fertig war, trug sie die Lieferung vom Vortag nach, die noch auf dem Boden gelagert war. Die Inventur war nach fast vier Stunden beendet, sie musste nur noch die neu gelistete Ware einräumen. Die ersten Kisten schob sie unter Ächzen in die untersten Regale. Nun kamen aber die größeren Kisten dran und die mussten ganz nach oben. Nachdenklich rieb sie sich den schmerzenden Rücken und ging in das benachbarte Lager, um nach einer Hilfe zu suchen. Vielleicht musste ja noch eine arme Seele samstags arbeiten.

Auf ihr Rufen meldete sich endlich vom Ende des Ganges eine Stimme. Sie lief der Stimme entgegen und erkannte den Auszubildenden der Gebäudereinigung. Er war groß und stämmig gebaut und hatte dank seiner dunklen Augen einen sehr intensiven Blick. „Entschuldigung, könntest Du mir helfen? Mein Chef hat wohl vergessen, dass ich kein Bodybuilder bin.“ Sie lächelte ihr charmantestes Lächeln. „Na, klar. Was kann ich tun?“ Sally führte ihn ins Lager, während sie fröhlich auf in einplapperte. Sie zeigte ihm, wohin jedes Produkt einsortiert werden sollte und schaute ihm zu, wie er die großen Pakete mit Leichtigkeit hochhob. Ihr war noch nie aufgefallen, wie gut er eigentlich aussah. Seine Oberarmmuskeln traten sichtbar unter dem engen Pulli hervor. „Trainierst Du?“, fragte sie interessiert. „Hm, ein wenig, aber eigentlich mehr meinen Bauch“, erwiderte er. „Ach, ja?“, fragte sie heiser und ging langsam auf ihn zu. „Das glaube ich Dir nicht.“ Er schaute überrascht auf, aber gleich darauf machte sich ein Lächeln auf seinem Gesicht breit. Mit der linken Hand zog er sein T-Shirt leicht nach oben. „Überzeuge Dich selbst!“, flüsterte er. Sie trat vor ihn und fuhr mit ihrem Finger über seinen Six-Pack und über seinen Nabel bis sie an seinem Hosenbund ankam. Ihr Finger hinterließ eine Spur aus Gänsehaut auf seiner hellen Haut. Sein Blick, der ihrer Hand gefolgt war, richtete sich nun wieder auf ihr Gesicht. Seine Augen schwankten zwischen ihren Augen und Lippen. Sie sah im tief in die Augen, bevor sie sie erwartungsvoll schloss. Zuerst spürte sie seinen Atem auf ihrem Gesicht. Danach trafen seine warmen Lippen auf die ihren. Sie öffnete leicht ihren Mund und spürte seine Zunge sanft und warm. Ihr Herz klopfte hart gegen ihren Brustkorb.

Als sie sich wieder lösten, schaute sie ihn erstaunt an.
"Was ist?"
"Du kannst gut küssen!"
Er lächelte und sie küssten sich wieder.
"Wenn du heute Abend Zeit hast, dann zeig ich dir, was ich noch gut kann! Magst du italienisch?“ Sie strahlte ihn an. Vergessen waren alle Freunde und Seen dieser Welt. „Und ich möchte etwas mehr von deiner köstlichen Haut kosten..“ fuhr er fort, als sich sein Gesicht wieder über das ihre senkte.


Letzte Aktualisierung: 18.03.2007 - 16.50 Uhr
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