Burgturm im Nebel
Burgturm im Nebel
"Was mögen sich im Laufe der Jahrhunderte hier schon für Geschichten abgespielt haben?" Nun, wir beantworten Ihnen diese Frage. In diesem Buch.
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November 2007
George der Schuster
von Esther Schmidt

"Es tut mir wirklich leid, Mister Taylor, aber wir sind vollständig belegt. Wir haben diese Woche die Lacke und Farben ..."
"Ja, ich weiß." Ich winkte resigniert ab. Mit dieser blöden Messe hatte ich nicht gerechnet, sonst hätte ich mein Zimmer im Voraus bestellt.
"Hören Sie." Ich setzte mein bestes Verkäuferlächeln auf. "Ich stelle wirklich keine hohen Ansprüche und ich schlafe wie ein Stein. Ich brauche nur ein Bett, eine Pritsche, eine Matratze auf dem Fußboden, irgendetwas in der Art. Bitte, ich bin sicher, Sie finden irgendwo ein Eckchen für mich."
Der Abendportier musterte mich lange und gründlich, als wolle er meine Eignung als Ackergaul prüfen. Als ich mich schon zu fragen begann, ob er meine Zähne inspizieren würde, nickte er.
"Ich habe noch das Eckzimmer."
Ein erschrockenes Keuchen ertönte von der Seite, wo ein Hausmädchen dabei war, die Plastikblumen zu arrangieren.
"Es ist viel zu früh für das Eckzimmer!"
Der Concierge ignorierte sie.
"Es ist kein Luxuszimmer und ein wenig - hellhörig. Aber wenn Sie müde sind und einen festen Schlaf haben ..."
Ich sah zu dem Mädchen hinüber und ihre Lippen formten warnend das Wort "Geist". Aber ich würde ein gutes britisches Gespenst jederzeit einer Nacht im britischen Regen vorziehen, und so nahm ich das Zimmer.

Es war eine historische Kammer mit morbidem Charme: ein Bett, eine Kommode, ein ausgeblichener Teppich auf den kahlen Dielen. Beeindruckend gemütlich wirkten die beiden abgegriffenen Ledersessel vor dem Kamin. Ich lauschte, hörte aber keinerlei Lärm. Vorsichtshalber nahm ich trotzdem einen Whiskey zu mir, bevor ich mich zur Ruhe begab, erwartend, dass mich erst der frühe Morgen wecken würde.
Leider hatte ich mich getäuscht. Geweckt wurde ich durch die Glocken der nahen Kirche, die dumpf aber durchdringend die Mitternacht anzeigten. Ich blinzelte kurz in ein grünliches Leuchten, das in der Mitte des Zimmers aufdämmerte. Das verhieß nichts Gutes.
Ich kniff die Augen zusammen und tat mein bestes,  ...

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Geschichte gehört zu den Siegergeschichten und erscheint in unserer Literaturzeitschrift Schreib-Lust Print. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns nicht selbst Konkurrenz machen möchten, indem wir die Geschichte ebenfalls hier komplett veröffentlichen.

Vielen Dank!

Andreas Schröter

Letzte Aktualisierung: 02.12.2007 - 14.30 Uhr
Dieser Text enthält 9830 Zeichen.

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