Der Cousin im Souterrain
Der Cousin im Souterrain
Der nach "Dingerchen und andere bittere K├Âstlichkeiten" zweite Streich der Dortmunder Autorinnengruppe "Undpunkt".
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Juni 2008
Aufruhr im Schuhschrank
von Robert Pfeffer

Pantoffeln f├╝hren ein geruhsames Leben. Wenn was ├╝berkocht auf dem Herd, es pl├Âtzlich klingelt, ja, dann geht es auch f├╝r uns ausnahmsweise schnell, ansonsten bewegen wir uns eher langsam. Oder gar nicht. Oft stehen wir stundenlang herum. Wir kennen in unserem Inneren wohlig warme, mitunter auch eiskalte F├╝├če. Manche sind frisch gewaschen, andere stinken zum Erbarmen. Sie sehen, so unterschiedlich kann unser Dasein verlaufen. Wir haben ├╝brigens nicht so wahnsinnig viel Kontakt zu anderen Schuhen, weil die ja meistens drau├čen unterwegs sind. Der Schuhschrank ist deshalb der Ort, an dem wir zusammenkommen. Hier ist Zeit zum Austausch und wir reden, was wir und unsere F├╝├če den Tag ├╝ber oder in der Nacht so treiben.

Wussten Sie, dass sich alle Schuhe untereinander duzen? Wir haben ein recht zwangloses Miteinander. Ich hei├če ├╝brigens Walter. Im Schuhschrank bin ich der Dienst├Ąlteste. Auch wenn ich schon etwas durchgelaufen bin, werde ich wohl noch eine Weile bleiben. Eigentlich gibt es nur zwei M├Âglichkeiten: Pantoffeln werden entweder nie benutzt, dann liegen sie im Laden oder Keller und versauern im Karton. Oder sie sind als Liebling der F├╝├če daheim im Dauereinsatz. Wir werden meist getragen, bis wir auseinanderfallen. So ein Lieblingsschluffen bin ich. Harte Zeiten gab es nur, als meine F├╝├če einen Dackel hatten. Nepomuk hie├č der. Er hat mich ÔÇ×apportiertÔÇť und dabei immer gebissen. Tja ... jetzt ist Nepomuk im Hundehimmel ... und ich bin noch da. Einige Monate war Ruhe. Dann kam Jennifer. Ich erz├Ąhl Ihnen mal die Geschichte. Eines Abends wurde sie in unseren Schuhschrank gestellt. Als nach einer Weile das Licht ausging ...

ÔÇ×Werte Kolleginnen und Kollegen. Ich komme heute direkt aus dem Studio zu Ihnen. Mein Name ist Jennifer. Jennifer LackschuhÔÇť.
ÔÇ×Ha, ne Lackierte. Ich fass es nicht. Da geht mir ja der Tonfall schon auf den SenkelÔÇť, unterbrach Reinhold die Ansprache.
Reinhold ist unser Wanderstiefel. Er protzt gern damit, wo er s ...

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Geschichte geh÷rt zu den Siegergeschichten und erscheint in unserer Literaturzeitschrift Schreib-Lust Print. Wir bitten Sie um Verstńndnis, dass wir uns nicht selbst Konkurrenz machen m÷chten, indem wir die Geschichte ebenfalls hier komplett ver÷ffentlichen.

Vielen Dank!

Andreas Schr÷ter

Letzte Aktualisierung: 19.07.2008 - 14.01 Uhr
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