Das alte Buch Mamsell
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Peggy Wehmeier zeigt in diesem Buch, dass Märchen für kleine und große Leute interessant sein können - und dass sich auch schwere Inhalte wie der Tod für Kinder verstehbar machen lassen.
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August 2008
Transfer
von Heike Pauckner

Das Licht über Ede Pawlowski flackerte unruhig und machte ihn nervös.
Er schaute zur weiß getünchten Decke hoch und sah eine lange Reihe nüchterner Leuchtstoffröhren.
Sein Blick irrte die makellosen weißen Wände herab, wanderte den weißen Boden entlang, seine Beine hoch. Der Stuhl, auf dem er saß, war weiß, was auch sonst?
Irgendetwas stimmte hier gewaltig nicht. Was zum Teufel tat er hier und wie war er hierher gekommen? Edes Verstand weigerte sich, in diesem weißen Einerlei irgendein buntes Bild zu zeichnen, das ihm eine Erklärung gab.
„Tach!“
Ede zuckte zusammen. Erst jetzt nahm er wahr, dass in diesem weitläufigen Raum sehr viele Menschen saßen und auf irgendetwas zu warten schienen. Als hätte jemand eine über ihn gestülpte Glocke hochgehoben, drang plötzlich Gemurmel auf ihn ein. Er drehte den Kopf zur Seite und blickte in die Augen eines schmächtigen Mannes mit fliehendem Kinn, dessen zurückgezogene Mundwinkel wohl ein Lächeln andeuten sollten, ihm aber das Aussehen eines Frettchens gaben.
„Paul Hübner. Hab mich schon gefragt, wann du endlich hier auftauchst. Dein Körper war schon ´ne Weile da, aber du hast ausgesehen, als hätte dich ein Muli getreten. Du hast zur Decke geschaut und gleichzeitig auf den Boden. Hab schon gedacht, ich müsste die Wartezeit mit ´nem Dämel neben mir verbringen!“ Paul lachte hicksend. „Wer bist´n du?“
Ein Rucken ging durch die Stühle und sie sausten gut zwanzig Meter nach rechts. Erschrocken schaute Ede nach unten und erkannte erst jetzt, dass die Stühle auf einer Art Förderband standen.
„Ede Pawlowski! Wo bin ich hier? Ich kapier´ gar nichts mehr!“
„Woran erinnerst du dich denn?“ fragte Paul. Er nahm einen Spiegel aus seiner Tasche und prüfte den korrekten Sitz seiner dünnen Haare.
In Ede blitzten Erinnerungen auf. Es war eine laue Nacht gewesen. Als er aus der Kneipe gekommen war, hatte er dagestanden. Ein Mercedes 300 SL Roadster aus den sechziger Jahren. Wie hätte er da widerstehen können? Die alten Dinger waren w ...

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Geschichte gehört zu den Siegergeschichten und erscheint in unserer Literaturzeitschrift Schreib-Lust Print. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns nicht selbst Konkurrenz machen möchten, indem wir die Geschichte ebenfalls hier komplett veröffentlichen.

Vielen Dank!

Andreas Schröter

Letzte Aktualisierung: 31.08.2008 - 22.13 Uhr
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