Das alte Buch Mamsell
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Peggy Wehmeier zeigt in diesem Buch, dass Märchen für kleine und große Leute interessant sein können - und dass sich auch schwere Inhalte wie der Tod für Kinder verstehbar machen lassen.
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November 2008
Die Prinzessin, die Hexe, ihr Keiler und die zwei Wünsche
von Helga Rougui

Es war einmal eine niedliche, blondgelockte Prinzessin.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben, war sie blondgelockt an den Tagen, an denen die Zofe ihr die Blondieperücke aufs kahle Haupt drückte. Heute war nicht so ein Tag. Also:

Es war einmal eine rassige, schwarzmähnige Prinzessin.

Aaah ja.
Jeder, der sie an diesen Tagen sah, dachte, wie kommt denn das, das ist doch wie verflixt, war sie nicht gestern noch blond, und ach manno, was ist sie bezaubernd, aber die Haare sind zu schön, um wahr zu sein.
Ob blond, ob braun, der Frau ist nicht zu traun, ob blond, ob schwarz, ihr Herz ist wie aus Harz. Harz zu Gold ist keine Hexerei, man muß nur den richtigen Spruch murmeln und mit etwas Charisma salzen. Wichtiger als alles Gold aber ist, zu wissen, wer man ist.

War die Prinzessin blond-, so hatte ihr Herz die Farbe von Butterkaramel, war sie schwarzhaarig, war es wie roter Stahl.

An den Tagen, an denen die Prinzessin blondgelockt war, lag sie den ganzen Tag auf schwellenden Samtkissen in ihrem räucherkerzengeschwängerten Boudoir, fühlte sich wohlgemoppelt, zog sich Trüffel- Maracuja-Pralinen rein, guckte "Anna und die Liebe" in Endlosschleife und süffelte Wodka-Sahne-Shakes, bis sie glaubte, Anna hätte einen Zwilling oder auch zwei, macht vier, und ne Praline fürs Getier.
Lirumlarumlöffelstiel, sangen die Fettröllchen und wabbelten lustig, lirumlarumlöffelstiel, ob alt, ob jung, sie frißt zu viel.

So war es hin und wieder bitter nötig, daß die Prinzessin die Perücke und somit das Programm wechselte, um nicht als dreidimensionale Vollkugel durch die Gegend zu rollen.

An den Tagen nämlich, an denen sie die schwarze Mähne trug, ließ sie einen ihrer feurigen Araberhengste – mit Mähnen gleich der ihrigen - satteln und preschte im Schweinsgalopp querfeldein über Stock und über Stein.
Sie durchritt sonnengrünflirrende Wälder, die schmalen Fesseln ihres Pferdes wühlten den Grund glasklarer, eiskalter Quellflüsse auf, und manch heimliche Lichtung wurde von i ...

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Geschichte gehört zu den Siegergeschichten und erscheint in unserer Literaturzeitschrift Schreib-Lust Print. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns nicht selbst Konkurrenz machen möchten, indem wir die Geschichte ebenfalls hier komplett veröffentlichen.

Vielen Dank!

Andreas Schröter

Letzte Aktualisierung: 30.11.2008 - 21.31 Uhr
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