Honigfalter
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März 2009
Tschjuk-juk
von Hajo Nitschke

„Sehet die Federlosen unter den Dächern!
Sie blinken nicht aus, sie glitzern nicht ein,
sie verblitzen nichts in die Tiefen und Höhen.
Und unsere Große Mutter ernähret sie doch.“
(Pfeifers Lobgesang, Sektor 45, Segmente 12 bis 14)


Bruder Jakob

„Tschirr“ und „Kjää“ erscholl es von allen Seiten. Bruder Jakob hatte die Gabe, die anspruchsvollen Worte des Pfeifers so auszulegen, dass es jede Elster verstand. Ja, diese Federlosen! Schnabelfreie Münder, zum Fliegen ungeeignete Arme. Ihr größter Makel: Es fehlte jedes Gespür für die Aufrechterhaltung der Überlebenssysteme. Kein Aussuchen, kein Einsammeln all jener unter Mutters Sonne funkelnden Objekte. Folglich auch kein Verbringen dieser Kostbarkeiten in die vorbereiteten Geheimspeicher. Mediziner sprachen von einem Gen-Defekt. Bruder Jakob aber war sicher: Die Federlosen wurden vom Chaosraben mit Blindheit geschlagen (Gemeinde: „Zirr!“). Man muss ihnen bei der Änderung ihrer verstockten Herzen helfen (Gemeinde: „Grää!“). Mit gutem Beispiel vorangehen (Gemeinde: „Tschjuk“, was soviel wie Amen bedeutete, und „Tschjuk-juk“ – Amen, so sei es!).


Alfred

’Meine über alles geliebte Christina! Gleich werde ich dir mein Herz zu Füßen legen’. Alfred bereitete seine kleine Rede vor: ‚Ich kann ohne dich nicht leben. Bitte, sei die Meine!’ Hm, klang etwas künstlich. ‚Ich liebe alles an dir. Augen, Näschen, diesen bezaubernden Mund, selbst deinen Schatten.’ Schon besser. Ausbaufähig. ‚Liebe Tina, bitte bereicher’ mein Leben und …’ Jetzt, an dieser Stelle, das Überraschungsgeschenk, ein Paar Brillantringe aus 585er Weißgold mit Diamantenensemble in Blütenform. Sie hatten fast vier Monatsgehälter verschlungen, aber das waren sie ihm wert. Christina schwankte zwischen ihm und Heinz von nebenan hin und her. Das sollte sich heute Abend ändern. Es hatte Kreativität bedurft, für seine Angebetete die richtige Ringgröße zu ermitteln. In der kleinen Schmuckschatulle funkelten die hochglanzpolierten Schätze in den Spät ...

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Geschichte gehört zu den Siegergeschichten und erscheint in unserer Literaturzeitschrift Schreib-Lust Print. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns nicht selbst Konkurrenz machen möchten, indem wir die Geschichte ebenfalls hier komplett veröffentlichen.

Vielen Dank!

Andreas Schröter

Letzte Aktualisierung: 31.03.2009 - 21.08 Uhr
Dieser Text enthält 9870 Zeichen.

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