Honigfalter
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April 2009
Formsache
von Marika Bergmann

Mir ist kalt, es ist Nacht und stockfinster. Höre Vogelgezwitscher. Es kommt mir so furchtbar laut vor, wenn ich könnte, würde ich mir die Ohren zuhalten, aber diese riesigen kühlen, glatten Dinger, um mich herum – kann mich kaum rühren.
Was ist nur geschehen?

Es ist alles so fremd. Wo bin ich? Traue mich gar nicht, die Augen aufzumachen.
Diese riesigen kalten Teile. Ein eisiger Schauer läuft mir über den Rücken. Ich werde mich einfach ein kleines Stück mehr zur Mitte ausrichten. Hilfe! Da sind ja verdammt viele von den Dingern. Etwas Kaltes umhüllt auch meinen Körper. Ich friere. Man hält mich hier gefangen. Es knistert ein wenig, wenn ich atme.

Was ist nur geschehen! Es ist mir, als sei es gestern gewesen - habe noch den Duft von frischem Kakao in der Nase. Es war wie ein wohltuendes, heißes Bad. Mir wurde ganz warm uns Herz.

Ein Stückchen weiter zur Mitte, nur weg von den glatten Dingern.

Was ist nur los? Wir waren so viele damals. Wo sind meine Kameraden nur geblieben?
Wo bin ich nur?

Ich werde einfach ausharren und warten, bis es hell wird. Bin ganz still und warte.
Die riesigen zu mir gewölbten Objekte sind noch leblos. Werde mich einfach ruhig verhalten bis der Morgen anbricht.

Nicht mehr allzu lange, gleich wird es bestimmt hell. Ich warte.

Bin ganz ruhig und entspannt und sinke noch einmal in die Holzwolle unter mir. Schlafen! Noch ein wenig schlafen! Das Herz pocht laut in meiner Brust. Werde bestimmt gleich aufwachen und alles nur geträumt haben. So ein ungemütlicher, fremdartiger Traum.

Hoppla! Alles bewegt sich um mich herum. Oh Gott, lass mich nur wach werden!
Hab doch tatsächlich geschlafen. Reiße die Augen auf. Etwas Licht scheint durch einen kleinen Spalt in meiner Aluminium-Hülle. Eine große rote Fläche kommt direkt auf mich zu.
Jetzt eine riesige hellblaue. Die feinen, gekräuselten grünen Holzfäden sind mir ein schützender Puffer. Hilfe! Jetzt rollt etwas großes Gelbes in meine Richtung. Die sollen mir nur vom Leib bleiben. Geht bloß weg von mir! Werde an eine Wand aus Ästen gepresst.

Nein! – Weg mit euch! Ich schütze mich weiter mit der hölzernen Wolle.
Bin scheinbar in einem überdimensionalen Korb gefangen, zusammen mit riesigen, bunt gefärbten Gipseiern. Es wird wieder dunkel. Wo bin ich nur? Was ist mit mir geschehen? Aufwachen! Bitte nur aufwachen, hämmert es in meinem Kopf.

Eine riesige Hand streckt sich mir entgegen.
Was für ein übler Traum. Loslassen! Bleib mir fern! – Spüre schon die erste Delle.
Nicht so fest drücken! Hey, pack mich lieber erst mal aus!

Erlösung! – Höre schon das befreiende Knistern.

Aua! Langsam! Vorsichtig! Oh Gott! – Ob es wohl einen Schokoladenhasenhimmel gibt??? –

N e i n !!!

Letzte Aktualisierung: 21.04.2009 - 08.45 Uhr
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