Schreib-Lust Print
Schreib-Lust Print
Unsere Literaturzeitschrift Schreib-Lust Print bietet die neun besten Geschichten eines jeden Quartals aus unserem Mitmachprojekt. Dazu Kolumnen, Infos, Reportagen und ...
mehr ... ] [ Verlagsprogramm ]
 SIE SIND HIER:   HOME » MITMACH-PROJEKT » SCHREIBAUFGABE » Robert Poleschny IMPRESSUM
NEWSLETTER
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Jetzt anmelden! ]

UNSERE TOP-SEITEN
1.) Literatur-News-Ticker
2.) Leselust
3.) Forum
4.) Mitmach-Projekt
5.) Schreib-Lust-News 6.) Ausschreibungen 7.) Wettbewerbs-Tipps
Juni 2009
Das Café
von Robert Poleschny

Gerade als die Ampel auf grün umschaltete, waren sämtliche Straßen und Häuser im näheren Umfeld wie leer gefegt. Die sonst so geräuschvolle Kulisse der Metropole wich einer Stille, die nur durch die erhobene Stimme einer einzelnen Frau durchbrochen wurde.

“Du kannst ihm ruhig sagen, dass er mich mal am Arsch lecken kann!”

Plötzlich hielt sie inne, erschreckt durch ihre eigenen widerhallenden Worte, die durch die Schluchten von Manhattan schallten und ihnen eine beängstigende Leere verliehen.
Langsam hob sie den Kopf, während ihre Augen von rechts nach links wanderten. Dann nahm sie den Finger von ihrem Ohr, den sie eben noch brauchte, um überhaupt verstehen zu können, was Nina am anderen Ende des Telefons zu sagen hatte.
Sie traute ihren Augen nicht. Dort, wo eben noch Tausende von Menschen hin und her wuselten und eine Betriebsamkeit herrschte wie in einem Bienenstock, war nun gähnende Einöde. Sie war allein.
Das Handy fiel auf den Boden und eine Hitzewelle durchströmte sie, während gleichzeitig eine Gänsehaut über ihren Körper fuhr.
Für einen kurzen Moment kam es ihr in den Sinn, dass sie vielleicht der „Versteckten Kamera“ auf den Leim gegangen war. Aber nein, alles Quatsch. Wer konnte schon innerhalb einer Sekunde alles Lebendige verschwinden lassen?
Eine Panikattacke kam angerast, wie ein Schnellzug aus einem Tunnel, ohne eine Chance für Susan, rechtzeitig von den Gleisen zu springen. Sie hatte das Gefühl, gleich völlig durchzudrehen oder das Bewusstsein zu verlieren. Zusammensinkend setzte sie sich auf den Asphalt, da ihre Beine sie nicht mehr halten konnten. Sie musste nachdenken. Plötzlich fiel ihr wieder das Telefonat mit Nina ein und sie hob das Handy auf.

“Nina, bist du noch da? Nina?”

Die Vermutung wurde zur Gewissheit. Am anderen Ende der Leitung war niemand mehr zu hören. Tränen der Verzweiflung und der Ohnmacht, nichts tun zu können, um dieser Situation zu entkommen, liefen ihr nun die Wangen hinunter. Tausende von Gedanken schosse ...

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Geschichte gehört zu den Siegergeschichten und erscheint in unserer Literaturzeitschrift Schreib-Lust Print. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns nicht selbst Konkurrenz machen möchten, indem wir die Geschichte ebenfalls hier komplett veröffentlichen.

Vielen Dank!

Andreas Schröter

Letzte Aktualisierung: 30.06.2009 - 22.08 Uhr
Dieser Text enthält 8606 Zeichen.

Druckversion

 LINKTIPPS: Naturwaren Diese Website wird unterstützt von:

www.mswaltrop.de
Copyright © 2006 - 2019 by Schreiblust-Verlag - Alle Rechte vorbehalten.