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August 2009
Im Zeichen des Wassermanns
von Hajo Nitschke

Alles begann damit, dass das Witwenleben der steinreichen Tante Amalie plötzlich dahin geschmolzen war. Gerade hatte Willi ein paar ausgeleierte Kondolenzmetaphern mit den anderen Hinterbliebenen ausgetauscht, da ließ Notar Vonderstück ein feines Räuspern aus der Kehle gleiten. Willis Gesicht war mit schwarzen Trauerfloren verhangen. Neben ihm seufzte es schwer. Einen Stuhl weiter sagte jemand: „Ach ja, die Teure“. Rechts wischte eine Cousine pflichtbewusst ihre Augen auf, während in der zweiten Reihe ein leiser Schluchzer seinen Weg fand. Doch das Rennen machte der Eigner des umflorten Antlitzes – Willibald Pengwitz, zweiundfünfzig Jahre, Stadthauptsekretär. Und plötzlich Alleinerbe eines sehr viele Millionen schweren Nachlasses!

Mit der geölten Wendigkeit prozentualer Honorarerwartung verlas der Jurist das Testament, das allerdings mit zwei Einschränkungen schloss: Willi habe den kleinen Männe in Pflege zu nehmen und ihn bis zum 31. Oktober dieses Jahres ohne fremde Hilfe zu einem wohlerzogenen Musterexemplar aller Vierbeiner abzurichten. Der Beweis habe pünktlich zum Stichtag durch Zertifikat eines Hundetrainers vorzuliegen, andernfalls werde der Notar das Erbe an die übrige Verwandtschaft verteilen. Im Erfolgsfalle allerdings würden dem Hundebesitzer zunächst nur jedes Jahr dreihunderttausend Euro zugeteilt. Er habe dafür die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis einzureichen, um das Hündchen Zeit dessen Lebens wie ein eigenes Kind zu hegen und zu pflegen. Auch dies sei regelmäßig zu überwachen. Erst nach dem Tode Männes werde das restliche Vermögen frei.

So erhielt der Labi-Senn-Mix mit dem Namen „Männeken“ sein neues Zuhause. Der Vater Labrador, die Mutter reinrassige Berner Senne mit einem Wurf von acht Welpen. Einen davon hatte es durch des Schicksals Fügung in die Villa von Tante Amalie verschlagen und auf Anhieb zum Schoßhündchen avancieren lassen. Auffallend eigensinnig und lernunwillig, strahlte es jedoch eine Liebenswürdigkeit aus, der die alte Dam ...

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Geschichte gehört zu den Siegergeschichten und erscheint in unserer Literaturzeitschrift Schreib-Lust Print. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns nicht selbst Konkurrenz machen möchten, indem wir die Geschichte ebenfalls hier komplett veröffentlichen.

Vielen Dank!

Andreas Schröter

Letzte Aktualisierung: 31.08.2009 - 21.18 Uhr
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