Wellensang
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Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
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November 2009
Mister Fitch und die Liebe zum Leben
von Renate Hupfeld

Etwa Besseres konnte mir im Moment gar nicht passieren, als entspannt zu sitzen und auf die Töne der Gitarre zu horchen, die in das zunächst unerbittliche Schwarz im Rhythmus der Musik leuchtende Farbbänder schufen, Gelblichgrün allmählich zu einem satten Grün übergehend, sich wandelnd zu Bläulichgrün, weiter fließend über Violett zu einem rauschenden Rot, das sich langsam in Orange auflöste und wieder zusammenzog, ein nicht endendes Farbenspektakel über meinem Kopf. Der Wein schmeckte, wie er sollte, nach dunklen Beeren und aus einem Suppentöpfchen vor mir auf dem Tisch duftete es nach Tomaten und Basilikum. Ich fasste die beiden Henkel und schlürfte es genüsslich leer. Dann nahm ich noch einen Schluck aus dem Glas und spürte die Wärme sich wohlig in meinem Körper ausbreiten.
Ein viel versprechendes Menü hatte ich an der Rezeption bestellt, die weiteren Speisen würde man mir hoffentlich nicht zu schnell hintereinander servieren. Nach einem anstrengenden Arbeitstag hatte ich dieses Nurfürmichsein mehr als verdient. Endlich vorbei der Trubel in den Hallen, die vielen Gesichter, Gespräche, das ständige Lächeln, das sich im Laufe des Tages in meinem Gesicht festgesetzt hatte, als könnte es niemals enden. Ich schob die Mundwinkel nach unten, dann in die Breite, zog den Mund quer zu einem breiten Grinsen, klimperte mit den Augen und bewegte die Brauen hoch und runter. Dieses Grimassenspiel machte ich eine ganze Weile. Wie gut das tat. Einfach nicht mehr funktionieren.
Meine Finger tasteten über den Teller. Der zweite Gang war angekommen. Zucchini, Gurken, Paprika und Karotten, mundgerecht in Streifen. Das Besteck ließ ich beiseite, griff zu und steckte die vitaminreichen Sticks nacheinander in den Mund. Schön knackig.
Doch in dem Moment war es auch schon wieder vorbei mit der Entspannung.
„Vergiss nicht den Dip!“, ermahnte ein Gegenüber am Tisch.
War das nicht wie verhext? Einfach so tun, als hätte ich nichts gehört. Warum sollte denn ausgerechnet ich gemeint sein ...

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Geschichte gehört zu den Siegergeschichten und erscheint in unserer Literaturzeitschrift Schreib-Lust Print. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns nicht selbst Konkurrenz machen möchten, indem wir die Geschichte ebenfalls hier komplett veröffentlichen.

Vielen Dank!

Andreas Schröter

Letzte Aktualisierung: 30.11.2009 - 21.04 Uhr
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