Burgturm im Nebel
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"Was mögen sich im Laufe der Jahrhunderte hier schon für Geschichten abgespielt haben?" Nun, wir beantworten Ihnen diese Frage. In diesem Buch.
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Lust(ig) | Februar 2013
Feurige Vulva
von Sylvia Schöningh-Taylor

Titania weigerte sich diesmal standhaft, in den sanften Schlaf zu fallen, den Oberon seit jeher einleitete, um sie zu bewahren vor der erotischen Vielfalt ihrer Gelüste und damit zugleich für seinen besitzerstolzen Wunderstab. Sie hatte nämlich von der feurigen Vulva gehört, die auf dem fernen Planeten Titan auf sie wartete und mit ihr jene sinnliche Traumwelt, deren flammende Bilder sie in jener Nacht so berührt hatten, dass sie von den Erschütterungen eines gewaltigen Traumorgasmus erwacht war. Ihr Höhepunkt hatte Titania hoch hinauf geschleudert zu den Sternen, wo sie jetzt auf der Suche nach Titan ruhelos durch die Galaxien kreiste. Da – ein feucht glitzerndes, silbriges Band – da war sie, die Spur! Sie bestieg sie und schwang sich, ein süßes Streicheln zwischen ihren Schenkeln spürend, hinauf und glitt sanft in das Innere des Planeten. Und siehe da, der Planet vibrierte in den berührendsten Tönen und jeder Ton war wie die Landschaft einer anderen Empfindung, die ihr alle vertraut waren aus sämtlichen Liebesnächten ihres irdischen Zyklus.

Schließlich glitt sie in eine Vielzahl herrlich muskulöser Arme, die sie zärtlich auffingen und einander weiterreichten. Titania erschauerte unter den Berührungen so vieler Hände und sie öffnete ihren Schoß. Tausend drängende Hände umspielten jede Wölbung, jede Vertiefung, jede Öffnung ihres empfänglichen Körpers. Die Losgelöstheit dieser Berührungen von jeglicher Individualität, jedem Geschlecht, erregte die Göttin so sehr, dass die Schlange Kundalini sanft und rhythmisch ihre Hüften hob und ihre Orgasmen feurige Kreise zogen, immer weiter und tiefer hinein ins Universum.

Plötzlich spürte sie die Lippen des Gottes auf den ihren und es begann ein herrliches Spiel zwischen ihren Zungen. Erst tanzten sie sanft umeinander, um sich immer wilder umeinander zu schlingen und sich schließlich in den heißen Urgrund des anderen zu versenken. Von dort streichelten Ihre Zungen jede Körperzelle des anderen, umspülten sie mit Sternenöl und stimulierten ihre Zellkerne, bis sie einander identische Frequenzen erreicht hatten. In diesem Augenblick resonierte die gesamte Galaxie mit ihrem Rhythmus, Gestirne um armten sich und fielen ineinander, der bläulich violette Schaft des Gottes schoss über sich hinaus und durchbohrte die feurige Vulva der Göttin.

Die Erschütterung dieses gewaltigen Orgasmus können wir heute noch als Widerhall im Universum hören.

Letzte Aktualisierung: 11.02.2013 - 09.01 Uhr
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