Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten
Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten
In diesem Buch präsentiert sich die erfahrene Dortmunder Autorinnengruppe Undpunkt mit kleinen gemeinen und bitterbösen Geschichten.
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Selbst gemacht | März 2013
Wir verstümmeln uns selbst!
von Thyl Freitag

Eine vollständige Anleitung zur vollendeten Selbstverstümmelung.
Der praktische Leitfaden, auch für den Anfänger.


Die Vorbereitung:

Wir benötigen:
- Eine recht stabile Scheißhaustür
- Ein paar Bierchen
- Sonst nix!


Die Durchführung:

Wir platzieren unsere Hand genau an der Stelle der Tür des Scheißhauses, so dass Mittel- und Ringfinger an der Kante der Tür anliegen.

Nun versuchen wir mit aller Kraft, die Tür ins Schloss zu schmeißen (dabei müssen Mittel- und Ringfinger an der Türkante liegenbleiben).


Das Ergebnis:

Haben wir alles richtig gemacht, hören wir ein eigentümliches, dumpfes „Pöc“.

Wir sehen Sterne und erkennen, wenn wir Mittel- und Ringfinger betrachten, ein leuchtendes Azurblau, welches sich in Kürze in ein friedliches Nachtschwarz verfärben wird.

Sollten wir das Bedürfnis haben, unsere seelischen Qualen noch zu erhöhen, zeigen wir unser Werk einfach irgendeiner Schlampen-Bedienung, die dann witzigerweise mutmaßt, wir hätten uns die Nägel blau angemalt.


Die Folgen:

Erster Tag:
Wir gehen ins Unfallkrankenhaus, wo uns ein Polen-Arzt nach drei Stunden Wartezeit empfängt und spricht: „Ist sich nur angebrochen. Sie mussen hochhalten und kiehlen.“

Zweiter Tag:
Wir gehen zu einem Sado-Arzt, der uns blödes Zeug erzählt und uns mit einem albernen Verband vertröstet.

Vierter Tag:
Endlich ist es soweit! Der Sado-Arzt reißt uns unter hämischem Grinsen und sichtlich vergnügt die eitrigen Nägel raus.


Das Fazit:

Ein seltsames, aber herrliches Gefühl.
Unsere Mühe war also nicht umsonst!


Platz für Notizen:







©thyl

Letzte Aktualisierung: 19.03.2013 - 20.26 Uhr
Dieser Text enthält 1513 Zeichen.

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