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Inspiration durch ein Bild | Juni 2013
Eherettung
von Dagmar Hospes

Eva ging in ihrem neuen aufreizenden Negligé, langsam die Stufen der Treppe zum Schafzimmer ihres Mannes hinauf. Sie wusste, dass Kai wie immer, wenn er seine Ruhe brauch ins Schafzimmer hinaufging um Musik zu hören. Dabei konnte er am besten abschalten, so hatte Eva die Möglichkeit, unbemerkt zu ihm ins Schlafzimmer zu gelangen, um ihn so zu überraschen. Mit dem Kopfhörer, die er trug, würde er sie nicht gleich bemerken.

Eva war natürlich vorsichtig, dieses hier durfte sie nicht vermasseln. Es hatte sie viel Überwindung gekostet sich mit diesem Negligé zu ihrem Mann zu begeben. Sie war nervös, aber auch erregt als sie langsam die Treppe hinaufging.
Sie hatte sich vorgenommen endlich etwas Schwung in ihr Liebesleben zu bringen, es konnte schließlich nur am Sex liegen, etwas anderes kam für Eva einfach nicht in Frage.
Den Gedanken an eine andere Frau verdrängte sie, weil ihr nur allzu klar war, dass das auch möglich war.
Leise öffnete sie die Tür zum Schlafzimmer. Kai lag auf dem Rücken mit dem Kopfhörer auf dem Kopf. Eva musste lächeln. Ihr Herz begann heftig zu klopfen, wie würde er reagieren?
Sie hatte sich nach langem Hin und Her für ein Negligé von Beate Uhse entschieden.
Vor Monaten war ihr aufgefallen, dass Kai sich von ihr zurückzog. Er kam später als sonst aus dem Büro. Er wirkte auf Eva distanziert, wenn sie mit ihm schlafen wollte, war er abgespannt und müde. Vielleicht fand er sie auch einfach nicht mehr attraktiv genug. Sie musste also etwas unternehmen. Ihrer weiblichen Intuition folgend, wusste sie, dass sie etwas unternehmen musste.
In dem durchsichtigen Negligé, das schwarz und mit rosa Bändern eingefasst war, fühlte sie sich wunderbar. Sie fand es einfach bezaubernd aufregend, mit dem frechen Schlitz an der Seite, der bis zur Brust hinauf ging und dann durch ein rosa Bändchen wieder zusammengeflochten wurde.
So hoffte sie, doch bei Kai das Notwendige zu erreichen. Er hatte sie noch nie so gesehen, also hegte Eva die leise Hoffnung, dass es ihn erregte. Schließlich glaubte Eva, dass sie nur noch so ihre Ehe retten konnte.
Langsam ließ sie sich aufs Bettende gleiten. Kai würde sie bald bemerken, er schlief nicht, dass wusste sie.
Etwas abwesend, mit einem leicht verschleierten Blick öffnete er seine Augen und sah Eva irritiert an, so als wollte er sagen, ich wollte eigentlich schlafen, stör mich bitte nicht.
Eva warf ihr lang gewelltes Haar in den Nacken und sah ihn herausfordernd an.
„Was gibt es Evalein?“ Gleich darauf sah er seine Frau genauer an. Kai war schließlich nicht blind. Als er ihre aufreizenden Dessous bemerkte, überlegte er, was in seiner Frau, die sich sonst so gar nicht für solche Dinge interessierte wohl vor sich ging.
Seine Frau so aufreizend zu sehen gefiel ihm, gleichzeitig musste er an Julia seine Geliebte denken.
Eva hatte es nicht verdient ausgerechnet nun von ihm zurückgewiesen zu werden.
Kai richtete sich auf um über ihren Busen zu streichen. Eva war schon erregt bevor sie zu ihm ging. Ihre Brustwarzen richteten sich sofort auf und Kai vernahm ein leises Stöhnen. Er musste lächeln, seine Eva, was war mit ihr los?
Auch ihn fing die Lust langsam an zu ergreifen und er massierte sie immer intensiver. Eva bäumte sich ihm entgegen. Dann griff Kai nach ihr um sie heranzuziehen. Er glitt mit einer Hand hinunter zu ihrer Scham und fand sofort offenen Zugang zu ihr. Sie trug einen String mit offenem Schritt, was Kai noch zusätzlich anmachte.
Der Gedanke, was seine Frau, die sonst so bieder war, mit dieser Aufmachung bezweckte, kam ihm nicht in den Sinn, er nahm das, was er als Mann haben konnte und auch wollte.
Kai schob ihr Negligé etwas hoch und zog sie weiter zu sich hinauf. Sanft berührte er mit seiner Zunge ihre Schamlippen. Eva fing an zu schmelzen. Sie wollte ihren Mann verrückt machen, nie wieder sollte er an eine andere Frau denken, wenn es denn da eine gab.
Kurz war sie mit ihren Gedanken abgelenkt.
Bei seinen zärtlichen Berührungen, entglitt ihr ein leiser Lustschrei.
Kai war so erregt, dass er sie wieder zu sich herunterzog, um sofort in sie einzudringen.
Eva ließ das nicht zu, streifte leicht über seine Hoden, um gleich darauf mit einer intensiven Massage zu beginnen, sie genoss diesen Moment. Nie wieder würde Kai zu einer anderen Frau gehen, wenn es denn eine gab.
„ Du gehörst mir“, flüsterte sie lustvoll in sein Ohr. Kai stöhnte auf.
„Oder willst du unsere Ehe aufs Spiel setzen?“, war ihre Frage. Eva wusste, dass es jetzt gefährlich wurde, aber sie war eine Frau und musste nun einmal genau wissen, ob Kai ihr noch gehörte. Hatte ihre Liebe noch Bestand?
Kai gab ihr keine Antwort, er wusste nicht mehr wo er hingehörte. Julia war seine neue Liebe geworden, es war einfach so geschehen. Eva hatte mit ihrem Verführungsversuch alles verändert, warum musste sie gerade in diesem Moment diese Frage stellen?
Er war kaum in der Lage sich von ihr los zu machen, weil ihm schlagartig klar wurde, dass er so nicht weiter machen konnte. Da gab es zwei Frauen die ihn liebten und er nutzte das eigentlich nur aus. Die eine seine Geliebte hatte eine ehrliche Behandlung verdient. Seine Ehefrau erst recht. Er musste das hier sofort beenden.
„ Eva, bitte“, hör auf raunte er und griff hart nach ihrer Hand die immer noch seine Hoden massierte. Erschrocken sah sie ihn an.
„Gefällt dir das denn nicht, was ist los mit dir?“ „Ich muss mit dir reden.“
„Aber doch nicht ausgerechnet jetzt“, sagte Eva.
„Doch, es ist wichtig.“ Eva, wurde wütend. „Gefällt es dir nicht, passen dir meine Dessous nicht? Ich weiß ja, du bist das nicht gewohnt von mir, aber ich habe gedacht es würde dich anmachen.“
„Das hat es auch, aber ich muss mit dir reden, so kann ich nicht weiter machen. Du hast ein Recht darauf von mir die Wahrheit zu erfahren. Es gibt da eine andere Frau.“
Also doch schoss es durch ihren Kopf, am liebsten hätte sie vor Wut laut geschrien.
Beide schwiegen und Eva hatte das Gefühl als sei eine halbe Ewigkeit vergangen, als sie endlich ihre Sprache wiederfand.
„Und wie soll es nun weitergehen?“ Schnell stand Eva auf um das Bett zu verlassen, zog ihr Negligé wütend aus und warf es auf seinen Bauch.
Sie hatte anscheinend immer noch nicht begriffen, wie die Männer tickten, was hatte sie falsch gemacht? Plötzlich liefen heiße Tränen an ihren Wangen hinunter. Auch das noch, dachte sie, so hielt man jedenfalls keinen Mann. Sie drehte Kai den Rücken zu, dass sie weinte musste er nicht bemerken. Kai hatte sich in der Zwischenzeit hastig erhoben, um hinüber ins Bad zu gehen.
Leicht panisch hatte er sich angezogen, und als er das Bad wieder verließ, trug er seinen Kulturbeutel in der Hand.
„Warum hast du nicht eher den Mut gehabt, um mit mir zu reden?“, fragte Eva leise. Kai sah sie traurig an. „Ja, vielleicht sind Männer einfach nur bequem und feige, du hast mich durch dein Verhalten heute dazu gezwungen reinen Tisch zu machen. „ Obwohl es an der Situation nichts ändert, so bewundere ich doch deinen erotischen Verführungsversuch, das hätte eher in unserer Ehe geschehen sollen.“
„Bin ich etwa Schuld, das unsere Ehe kaputt ist, wer hat denn hier eine andere Frau?“
„Lass uns bitte heute nicht mehr darüber sprechen, ich ziehe erst einmal zu Julia.“
Nun gab es auch noch einen Namen für ihr ganzes Elend, sie hätte Kai am liebsten geschlagen, stattdessen wartete sie nur bis er gegangen war.

Version 3

Letzte Aktualisierung: 26.06.2013 - 21.09 Uhr
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