Sexlibris
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Feuer und Flamme | August 2013
Liebe gebucht
von Dagmar Hospes

Katja lag bewegungslos auf dem aus dunklem Holz gefertigten breiten Bett. Drau├čen wurde es bereits hell, aber sie sp├╝rte das Feuer noch immer in ihrem Schoss und sie wusste nicht, wie sie es je wieder l├Âschen konnte. Ihre Haut brannte und die Erregung war immer noch nicht ganz abgeebt. Sie f├╝hlte ├╝berall die H├Ąnde dieses Mannes auf ihrem K├Ârper. Das konnte nicht gut gehen, sie war nur f├╝r eine Nacht bestimmt.
Kai war bereits gegangen, m├╝hsam erhob sie sich, um ihre Jeans und ihren Pulli anzuziehen. Griff nach BH und H├Âschen, um sie einfach in die Taschen ihrer Jeans zu stecken. Nach einem kurzen, pr├╝fenden Blick in den Spiegel nahm sie ihre Handtasche vom Stuhl, dann verlie├č sie das Zimmer. Der lange Flur war nur sp├Ąrlich beleuchtet, aber sie kannte den Weg bereits gut. Hastig lief sie auf den Fahrstuhl zu, der sie ins Erdgeschoss brachte.
Katja w├╝rde wie gewohnt ihren Weg fortsetzen, in die U-Bahn steigen und zur├╝ck nach Hause fahren. Dort warteten bereits ihr Mann und ihre kleine Tochter auf sie.
Aber diesmal war alles anders, dieser Mann hatte sie nicht nur f├╝r ein paar sch├Âne Stunden, f├╝r eine Nacht gebucht. Tief in sich sp├╝rte sie, dass Kai etwas in ihr ver├Ąndert hatte, das war nicht einfach nur Sex gewesen, das war mehr. Katja stellte sich die Frage, wieso musste ausgerechnet ihr das passieren?
Langsam, ganz langsam, hatte sich dann in ihr dieses Gef├╝hl entwickelt, das sie noch nicht benennen konnte. Unruhe machte sich in ihr breit.
Sie sprachen kaum miteinander, wenn sie zusammen waren. Er wollte keinen schnellen Sex, er wollte genie├čen, sie sollte genie├čen. Das verstand Katja nicht, es war nicht ihr Job, zu genie├čen, sie war dazu da, ihn einfach nur zu befriedigen. Kai hatte alles auf den Kopf gestellt. In ihr wurden von ihm Gef├╝hle erweckt, die sie bei Peter ihrem Mann, nie so empfunden hatte. Sie durfte diesen Mann nicht wiedersehen.
Die U-Bahn hielt und sie wurde aus ihren Gedanken gerissen. Katja lief hastig die Stra├če hinunter, ihr Mann hasste es, wenn sie nicht rechtzeitig vor Schulbeginn ihrer Tochter zu Hause war, um diese in die Schule zu bringen.
ÔÇ×Da bist du ja endlichÔÇť, schnauzte ihr Peter bereits, als sie den Flur noch kaum betreten hatte. Er war seit einem Jahr arbeitslos, aber er half ihr keineswegs bei der Hausarbeit, um Lara k├╝mmerte er sich auch nicht. Peter hatte wieder angefangen zu trinken und so wurde alles nur noch schlimmer. Der Schuldenberg wurde immer gr├Â├čer, aber er war einfach zu stolz endlich Hilfe anzunehmen.
Katja wurde das erste Mal richtig w├╝tend. Bis jetzt hatte sie nie etwas gesagt und sich eingeredet, dass er ja nichts dazu konnte, wenn er erst einmal wieder Arbeit bekam, dann w├╝rde sich das hoffentlich ├Ąndern. Allerdings glaubte sie schon lange nicht mehr daran, dass Peter es je wieder schaffen w├╝rde.
Sie wollte nicht mehr von anderen M├Ąnnern angefasst werden. Bis jetzt hatte sie eigentlich Gl├╝ck gehabt, die M├Ąnner behandelten sie anst├Ąndig. Aber dieser Kai war ganz anders. Sie wusste l├Ąngst, dass sie sich in ihn verliebt hatte, auch wenn sie es immer noch nicht wahrhaben wollte. Sie konnte nicht mehr mit anderen M├Ąnnern schlafen.
Katja war verzweifelt sie wusste nicht, was sie tun sollte, sie brauchten schlie├člich das Geld.
Peter fasste sie sowieso nicht an, sie ertrug seine Ber├╝hrungen einfach nicht mehr. Sie waren mechanisch und lieblos. Wie sollte sie ihm klarmachen, dass sie gehen w├╝rde? Seine st├Ąndigen Wutausbr├╝che machten ihre Angst noch gr├Â├čer.
Katja brachte Lara in die Schule. Ihr Tag verging schnell und sie hoffte, f├╝r diese Nacht einmal keinen Anruf zu bekommen. Ihr Wunsch, endlich mal wieder eine ganze Nacht durchschlafen zu k├Ânnen, sollte nicht in Erf├╝llung gehen.
Um 19 Uhr l├Ąutete ihr Handy. Es war Kais Nummer, sie kannte sie bereits. Katja z├Âgerte, sie wollte ihn nicht wiedersehen, oder doch?
Peter betrat das Zimmer und sah sie fragend an. ÔÇ×Willst du nicht mal rangehen?ÔÇť, br├╝llte er sie an, wir brauchen schlie├člich das Geld, einer sollte hier wenigstens arbeiten.
Katja war entsetzt ├╝ber seine heftige Reaktion, sie kam sich auf einmal benutzt vor. Sie sollte arbeiten gehen, mit M├Ąnnern schlafen und er trank hier sein Bier.
Katja sprang auf und verlie├č das Schlafzimmer, wo sie sich gerade hingelegt hatte. So wollte sie sich nicht von Peter behandeln lassen, sollte er doch mal nach Arbeit suchen, um seine kleine Familie wieder zu ern├Ąhren.
Katja nahm den Anruf an, war froh seine Stimme zu h├Âren. Kai gab ihr eine Adresse zu der sie kommen sollte. Bevor sie los fuhr, nahm sie sich viel Zeit, um sich gut zu Recht zumachen. Nerv├Âs strich sie sich mit einer Hand durch ihre langen schwarzen Locken. Sie suchte ihre sch├Ânsten Dessous aus ihrem Schrank, zog ihre vollen Lippen mit einem dezenten Lippenstift nach. Dann benutzte sie ihr neustes Parf├╝m. Auf einmal freute sie sich auf Kai, ihr Herz schlug etwas schneller. Heute war es ihr egal, ob sie gebucht war.
ÔÇ×Ruf dir ein Taxi, Katja ich m├Âchte nicht, dass du mit der U-Bahn f├Ąhrst.ÔÇť Eigentlich sollte sie mit ihren Kunden nur ins Hotel gehen. Katja wusste, dass sie sich nicht richtig verhielt, aber es war unwichtig. Die st├Ąndigen Streitereien mit Peter trieben sie regelrecht aus dem Haus, in die Arme eines anderen Mannes.
Nach einer halben Stunde hielt das Taxi vor einem alten Fachwerkhaus. Es war eine sch├Âne Gegend, hier wohnten keine armen Leute. Katja war kaum ausgestiegen, da stand Kai auch schon neben ihr. Kurz steckte er dem Taxifahrer das Fahrgeld zu.
ÔÇ×KommÔÇť, sagte er nur, um dann ihre Hand zu ergreifen. Sie sp├╝rte sofort, wie seine W├Ąrme auf sie ├╝bergriff. Katja sch├╝ttelte den Kopf, ihre langen Locken flogen wild durch den Wind. Auf ihren hohen Schuhen konnte sie ihm nicht so schnell folgen, aber er zog sie hinter sich her. Kurz darauf befanden sie sich in seinem Hausflur und hielten sich an den H├Ąnden. Mit seinen blauen Augen sah er sie viel zu lange an.
Wie kleine Kinder standen sie hilflos voreinander. Ganz langsam, aber bestimmt zog er Katja in seine Arme. Seine Lippen ber├╝hrten sanft die ihren und Katja schloss die Augen.
Kai schob ihren langen Rock nach oben, um gleich darauf, mit seinen H├Ąnden an ihren halterlosen Str├╝mpfen, langsam an ihren langen schlanken Beinen nach oben zu streicheln.
Sie lie├č es geschehen, weil sie das Feuer in ihrem Schoss bereits sp├╝rte.

V.2

Letzte Aktualisierung: 22.08.2013 - 12.27 Uhr
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