Wellensang
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Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
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Hier spukt's | November 2015
Der Fluch hat uns geholt
von Anna Shepherd

Das alte Holz der Bretter war morsch und knarrte bei jedem Schritt. Der Rest des leerstehenden Geb├Ąudes war leer. Das alte Holzhaus an der Ecke Memorial Road war seit Jahrhunderten unbewohnt. Jeder Mensch im Dorf f├╝rchtete sich vor der Dunkelheit des Ortes und auch die Tiere mieden diesen Ort. Es war schwer zu sagen wann der schlechte Ruf des Hauses seinen Ursprunge gefunden hatte, aber es stand fest: an diesem Ort geschehen ungew├Âhnliche Dinge. Doch das Haus war nicht immer unbewohnt, einst lebte ein junges Paar in ihm. Doch eines Tages verschwanden sie ohne auffindbaren Grund. Ihre M├Âbel und Sachen lie├č man eine Weile in dem Geb├Ąude, denn jeder glaubte an eine Wiederkehr. Doch diese blieb aus. Ein Jahr sp├Ąter wurde das Haus wieder verkauft und saniert. Diesmal war der Besitzer ein reicher Manager. Er hatte vor das Haus auszubauen um sein B├╝ro dort einzurichten. Es dauerte nicht lange dann verschwand auch er. Die folgenden Jahre blieb das Haus unbewohnt, denn niemand wusste genau wo die Bewohner waren. Das Ger├╝cht kam im Dorf auf, dass es ein magisches Ort w├Ąre. Ein magisches Geb├Ąude mit viel dunkler Magie. Es wurden Legenden und sagen um das Haus gesponnen. Ein Fluch liegt auf dem Haus war der Entschluss des Dorfs. Niemand traute sich wieder in die N├Ąhe des Hauses. Es verwilderte immer mehr im Wald und kaum einer wusste mehr wie es genau aussah. Doch ein junger Journalist war auf der Suche nach einem sagenumwogenden Ort und beschloss dem Ort einen Besuch abzustatten. Von dem verzweifelten Makler des Gr├╝nst├╝ckes bekam er die Schl├╝ssel und er machte sich auf den Weg au├čerhalb der Stadt. Es war ein dunkles und kleines W├Ąldchen in dem das Geb├Ąude alleine und verlassen stand. Der Eindruck war erschreckend. Die kleinen Fenster, welches von der Gr├Â├če fast einer Villa glich, waren ohne Ausnahme eingeschlagen. Die gro├če mit Marmorierung geschm├╝ckte Eingangst├╝r war mit einem Graffiti fast unkenntlich gemacht. Die gro├čen steinernen Au├čenw├Ąnde waren bedeckt mit verwildertem Efeu. Es hatte eine umwerfende ├ähnlichkeit mit all den pr├Ąchtigen Villen in den Horrorfilmen, die so ber├╝hmt wurden. In jener dieser Villen passierte schreckliches wenn die Sonne unterging. Doch dies traf erleichternder Weise nicht zu. Die helle Sonne strahlte in den Mittagsstunden warm und z├Ąrtlich. Er parkte sein Auto und stellte es auf den verlassenen Vorhof. Unter seinen F├╝ssen knirschte der Kies als er den Weg zur Eingangst├╝r beschritt. Ihm wurde mulmig im Bauch und er hatte kein besonderes Bed├╝rfnis dieses gruselige Haus zu betreten. Seine H├Ąnde drehten gem├Ąchlich den Schl├╝ssel im Schloss und ├Âffnete laut knatschend die Eingangst├╝r. Vor ihm erstreckte sich eine gro├če Marmortreppe und die Fliesen unter seinen F├╝├čen hatten auch schon mal bessere Zeiten gesehen. Ihr vermutlich wei├čer Glanz hat sich in ein graues etwas verwandelt, auf dem er jeden Moment zu fallen drohte. Sein Weg f├╝hrte ihn zu seiner Rechten in eine kleine K├╝che mit einer langen Tafel im Speisezimmer. Es wirkte alles sehr verstaubt und aus einem anderen Jahrhundert. An den W├Ąnden hingen Portraits von grimmigen Ahnen und h├╝bschen Frauen in langen Kleidern. Ein lautes Ger├Ąusch legte sich in die bed├Ąchtig wirkende Stille. Es schien eine Standuhr zu sein, die 12 Uhr einl├Ąutete. Er schaute auf seine silberne Armbanduhr und war erstaunt als er merkte, dass die Uhr richtig zu laufen schien. Dies schien ihm ungew├Âhnlich denn es war niemand da der die Uhr umstellen w├╝rde. Wie konnte es dann sein, dass die Uhr trotz Winter und Sommerzeit richtig lief? Wahrscheinlich nur ein Zufall dachte er sich und ging leisen Schrittes in das n├Ąchste Zimmer. Dies schien das ehemalige Wohnzimmer gewesen zu sen. Zwei gro├če Sessel nahmen den Platz in der Mitte des Raumes ein. Sein Blick fuhr interessiert auf die Bilder an der Wand. Er studierte sie und versuchte zu erahnen wer diese Personen auf den Bildern denn wohl waren, als er Schritte hinter sich h├Ârte. Er fuhr herum und sah eine Frau. Eine junge Frau mit langem blondem Haar, die ihr bis zu den Knien reichte. Das Gesicht kam ihm bekannt vor und sein Blick huscht noch einmal zu den Bildern hin├╝ber. Auf eines der Bilder war sie zu sehen mit einem kleineren Jungen. Sie bemerkte sein verwirrten Blick und sagte: ÔÇ×Der kleine Junge neben mir war mein Bruder! Er ist bei einem Unfall verungl├╝ckt. Sein Fluch lastet auf diesem Haus! Verlassen sie diesen Ort bevor der Fluch auch dich einnimmt!ÔÇť. Er drehte sich nochmals zu dem Bild herum um es nochmal anzuschauen. Das M├Ądchen schien nicht ├Ąlter zu sein als auf dem Foto. Er sch├Ątzte sie auf zwischen 18-21 Jahre. Er drehte sich zu dem M├Ądchen um mit den Worten: ÔÇ×Was ist mit dir und deiner Familie geschehen?ÔÇť. Doch das M├Ądchen war verschwunden. der Wind schien ihm die Antwort zuzufl├╝stern: ÔÇ×Uns hat der Fluch geholt!ÔÇť. Die Stimme verstummte. Es war ruhig im ganzen Haus als w├Ąre er allein. Doch in diesem Haus w├╝rde man niemals allein sein, dass wusste er nun.

Letzte Aktualisierung: 10.11.2015 - 16.36 Uhr
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