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Frankfurter Buchmesse: China als Diskussionspunkt 11.09.2009
Ein Thema beherrschte gestern die Vorschaupressekonferenz zur Frankfurter Buchmesse: der Zensurskandal zum Symposium »China und die Welt« am Wochenende. »Nichts bleibt, wie es ist«, die Devise, die Messechef Juergen Boos zur diesjährigen Buchmesse ausgab, gilt aber auch für die unpolitischeren Neuerungen auf der Messe.

Die kritische chinesische Autorin Dai Qing und der exilchinesische Schriftsteller Bei Ling sind kurz vor einem zweitägigen China-Symposium, an dem sie am Wochenende in Frankfurt teilnehmen sollten, wieder ausgeladen worden. Die offiziellen chinesischen Teilnehmer hatten gegen deren Anwesenheit protestiert. Das Symposium "China und die Welt – Wahrnehmung und Wirklichkeit“ soll laut Programm zum Meinungs- und Gedankenaustausch dienen und wird von der Frankfurter Buchmesse gemeinsam mit dem chinesischen Organisationskomitee zur Buchmesse veranstaltet.

Auf der Pressekonfernz antwortete Juergen Boos auf die Forderung, die Günter Nooke, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung, in den Medien formuliert hatte: Die Buchmesse müsse sich klar zur Einhaltung der Menschenrechte bekennen. Boos zitierte den Börsenvereinsvorsteher Gottfried Honnefelder mit den Worten: "Die deutsche Buchbranche tritt jederzeit für Menschenrechte und die Freiheit des Wortes ein. Und wir sind Teil dieser Branche." Auf dem Symposium wolle man mit den Partnern reden und nicht über sie. Daher sei es wichtig, dass die Veranstaltung in jedem Fall stattfinde. Peter Ripken, bei der Buchmesse Projektleiter für das Symposium, ergänzte: "Ich habe mit Dai Qing und Bei Ling gesprochen. Beide wollten nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass die Veranstaltung beschädigt wird." Beide seien darüber hinaus nicht als Mitglieder des Podiums, sondern als Teilnehmer vorgesehen gewesen.

Auf das Buchmesse-Programm und die Berichterstattung hätten die Ereignisse keinen Einfluss, erklärte Boos: "Es gibt keine Möglichkeit für China, auf der Messe die Medien zu kontrollieren. China begibt sich in die Hände der westlichen Medien. Neben dem offiziellen Programm gibt es auch ein mindestens ebenso großes unabhängiges Programm, zum Beispiel mit Exilchinesen und unabhängigen Institutionen."

Die zahlreichen Neuerungen auf der diesjährigen, 61. Buchmesse, waren angesichts des Aufregung um das Symposium beinahe zweitrangig. Neu ist zum Beispiel das "Film & Media Forum", entstanden aus dem bisherigen "Forum Film & TV". Erstmals wird hier die Spiele-Industrie einbezogen. Im Zentrum Bild steht zum ersten Mal ein Gemeinschaftsareal für Bildagenturen und Bildeinkäufer zur Verfügung. Ein Höhepunkt der Messe: Die Konferenz TOC – Tools of Change for Publishing hat in Frankfurt Premiere, allerdings bereits am 13. Oktober. Neu ist auch die Gourmet Gallery in Halle 5.0, wo es Buchausstellungen, Koch-Shows und die entsprechenden Produkte zu sehen gibt.

Bei den Ausstellern rechnet Buchmesse-Sprecher Thomas Minkus mit den Zahlen des Vorjahres. Bislang hätten sich knapp 7000 Einzelaussteller angemeldet, 2008 lag die Zahl bei 7373. Minkus betonte, dass sich viele Aussteller erst recht kurzfristig zur Teilnahme entschließen würden. Halle 3 und 4 seien ausgebucht, für Kinderbuch und Kunstbuch gebe es Wartelisten, der Gemeinschaftsstand Non-Book sei wieder gewachsen, beim Ehrengast China (Halle 6.9) "passt kein Haar mehr zwischen die Stände". Doch auch bei der Buchmesse bleibt die Krise nicht folgenlos. Die englischsprachige Welt (Halle 8)sei vorsichtiger als im Vorjahr, es seien zwar alle Aussteller des Vorjahres da, allerdings zum Teil auf reduzierter Fläche. Positiv entwickle sich der Bereich der südamerikanischen Aussteller (Halle 5.1.)Das Agentenzentrum habe man dagegen in diesem Jahr wieder vergrößert, auf Kosten des Pressezentrums. Merklich gestiegen sei allgemein das Interesse an Fachveranstaltungen. Fast in allen Hallen seien zusätzliche Möglichkeiten dafür geschaffen worden.

Quelle: Börsenblatt online

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www.boersenblatt.net

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