Der Cousin im Souterrain
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Fürs Lesen ist die Mama zuständig 03.11.2009
Traurig, traurig: Vier von fünf Vätern lesen ihren Kindern nicht vor. Der soeben in Hamburger Literaturhaus vorgestellten repräsentativen Studie der Stiftung Lesen, der „Zeit“ und der Deutschen Bahn zufolge ziehen Väter aktionsreiche Spiele und Herumtoben dem Vorlesen vor, das sie mit einer Einschlaf-Situation assoziieren.

Dabei setzen Väter als wichtige Lese-Vorbilder, insbesondere für Jungen, wichtige Lernprozesse in der Lesesozialisation in Gang.

In der vom Link Institut für Markt- und Sozialforschung Frankfurt durchgeführten Studie wurden Väter befragt, die ihren Kindern gar nicht oder höchst selten vorlesen. Die Väter nannten drei Hauptgründe:

Erstens denken sie, für das Vorlesen sei die Mutter zuständig (55 Prozent), die auch besser lesen könne (38 Prozent).

Zweitens behaupten sie, keine Zeit zu haben (63 Prozent).

Drittens setzen sie in der mit den Kindern verbrachten Zeit andere Prioritäten wie aktionsreiche Spiele (38 Prozent).

Bei der Alterstruktur zeigen sich erhebliche Unterschiede: Je jünger die Väter sind, um so weniger wichtig erscheint ihnen Vorlesen, je mehr sind sie mit den Kindern draußen aktiv und greifen lieber zu Spielzeugen wie Eisenbahn, Lego, Puppen. Auch sagten 50 Prozent der 20- bis 29-jährigen Väter, Vorlesen mache ihnen wenig Spaß, während es bei den 40- bis 49-Jährigen nur noch 34 Prozent waren. Wenig überraschend ist, dass vor allem Väter mit niedrigeren Bildungsabschlüssen an ihren Vorlesefähigkeiten zweifeln.

Immerhin versucht die Hälfte der Väter, die angeben, zu wenig Zeit zum Vorlesen zu haben, am Wochenende, im Urlaub oder auf Reisen etwas vorlesen.

Befragt nach den Gründen, warum ihnen Vorlesen keinen Spaß mache, antwortet knapp die Hälfte dieser Väter, dass sie nicht so viel Geduld hätten und Vorlesen als ermüdende Tätigkeit empfänden. Zitat: „Weil das total langweilig ist – ja, ist halt langweilig – für diese Geschichten sind Erwachsene halt nicht zu begeistern, logischerweise.“ (Vater, 35 Jahre, 3 Töchter). Ein Viertel würde gern andere Bücher vorlesen: lustige Geschichten, Sachbücher, aus denen Kinder etwas Praktisches lernen können, spannende Texte und Bücher, die sie aus ihrer eigenen Kindheit kennen.

Interessantes Fazit der Studie ist auch, dass Väter mehrheitlich zustimmen, dass Vorlesen für die Entwicklung eines Kinds wichtig sei. Als dafür zuständig sehen sie aber die Frauen. Zitat: „Ich finde es ungeheuer wichtig – deswegen versuche ich immer wieder, meine Frau zum Vorlesen zu motivieren.“ Am Rollenverständnis scheint sich hier wenig verändert zu haben.

Auch Sabine Elias, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsstelle für Leseforschung und Kinder- und Jugendmedien der Universität Köln (ALEKI), hat in einer gerade bei Juventa veröffentlichten Studie festgestellt, dass das Rollenverständnis des Vaters als Erzieher seiner Kinder (und nicht nur als Ernährer) die Handlungsformen der Lesesozialisation sehr positiv beeinflusst.

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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