Der Cousin im Souterrain
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Der nach "Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten" zweite Streich der Dortmunder Autorinnengruppe "Undpunkt".
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Kommentar: Literatur im TV: Erlebnis statt Kritik 18.02.2010
Mehr als ein Dutzend Literatursendungen flimmern über deutsche Bildschirme – doch die große Debatte über Bücher lösen sie nicht aus. Und es fällt kaum auf, wenn sich ein Format nach kurzer Zeit und mit schwindsüchtigen Einschaltquoten verabschiedet – wie jetzt die WDR-Sendung "west.art" mit Christine Westermann. Ein Kommentar von Börsenblatt-Redakteur Michael Roesler-Graichen.

Wie lange ist es her, dass es ein TV-Literaturkritiker auf das Cover eines großen Nachrichtenmagazins geschafft hätte? An die Stelle von Kritikerpapst Marcel Reich-Ranicki sind Literaturmoderatoren getreten, die es weder mit seiner Verve, weder mit seiner rhetorischen Wucht noch mit der Schärfe seines literarischen Urteils aufnehmen können. Vielleicht ist es aber auch ungerecht, die singuläre Gestalt Reich-Ranicki zum Maßstab zu machen.

Ohnehin hat die Literaturkritik in den meisten Sendungen der vergangenen Jahre – auch befördert durch Elke Heidenreichs Erfolgsprodukt "Lesen!" – den Rückzug angetreten. An die Stelle des Urteils trat das Erlebnis, das als Kaufstimulanz ebenso taugt wie Lob oder Verriss – und sich mehr dem Zeitgeist anbiedert. Nun kündigt sich der nächste Schritt an: die Abkehr vom Buch, die Hinwendung zur Person – mit einer besonderen Vorliebe für den Skandal. Nur geschickten Moderatoren wie Denis Scheck ("druckfrisch") oder dem Duo Thea Dorn / Felicitas von Lovenberg (die abwechselnd "Literatur im Foyer" moderieren) gelingt der goldene Schnitt: geistreiche Konversation, das Interesse am Autor und scharfsinnige Kritik gewitzt miteinander zu verbinden.

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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