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"Das Kinder- und Jugendbuch gehört ins Feuilleton!" 22.04.2010
Die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj) hat sich in einem Offenen Brief an die Wochenzeitung "Die Zeit" gewandt. Grund ist die Ankündigung der "Zeit", dass das Kinder- und Jugendbuch und der Kritikerpreis Luchs nicht mehr im Feuilleton sondern von nun an in der Nachbarschaft der KinderZEIT stattfinden werden. Hier der Offene Brief:

"Es ist kein Sturm im Wasserglas, es ist kein Strohfeuer, es ist keine kurzfristige Aufregung, es ist auch keine Anmaßung - es ist eine ernste Sorge über den bemerkenswerten Tatbestand, dass die mit Abstand führende, weithin geschätzte, viel gelesene und meinungsbildende Wochenzeitung dieses Landes, DIE ZEIT, in einer lapidaren Mitteilung in der Ausgabe vom 8. April verkündet, das Kinder- und Jugendbuch und der Kritikerpreis LUCHS werden im Feuilleton nicht mehr stattfinden, sondern von nun an in der Nachbarschaft der KinderZEIT. Eine freie Zeitung wie DIE ZEIT kann selbstverständlich tun und lassen, was ihr beliebt - nur ebenso selbstverständlich nehmen wir uns das Recht, dazu eine Meinung zu äußern. Dass DIE ZEIT eine KinderZEIT eingeführt hat, ist eine gut nachvollziehbare Maßnahme, um den jungen Mitgliedern derjenigen Familien, in denen DIE ZEIT gelesen wird, auch etwas Eigenes zu bieten. In einem solchen Teil kommt natürlich auch Literatur für Kinder vor, und das ist gut so. Das zu kritisieren gibt es keinen Grund.

Im Feuilleton wird üblicherweise über Literatur und über Bücher geschrieben. Genau das aber wird Kinder gar nicht und Jugendliche nur sehr begrenzt ansprechen. Dieselben Personen, die sich für Belletristik und Sachbuch interessieren und solche Bücher für sich selbst einkaufen, sind auch die Käufer von Kinder- und Jugendbüchern. Etwa 95% aller Kinder- und Jugendbücher werden von Erwachsenen gekauft. Jeder Buchhändler, jeder Verleger, jeder Autor freut sich, wenn die jungen Leser selbst in die Buchhandlung gehen und ihr Taschengeld oder Gespartes oder Geldgeschenk in Bücher umtauschen. In der Realität des Buchmarkts spielt dieses erfreuliche Phänomen jedoch nur eine winzige Rolle, denn die große Masse der Kinder und Jugendlichen, auch die aus bildungsintensiven Schichten, "kaufen" selbst nur Medien, die für sie de facto gratis sind: Fernsehen, Internet und die öffentliche Bibliothek.

Wir erlauben uns diesen Hinweis auf das Bücherkaufen nicht deshalb, weil es uns vordergründig um das Geschäft geht (das zu befördern sie zu Recht nicht als Ihr Anliegen verstehen werden), sondern weil die Lektüre des Feuilletons ja zum Lesen der Bücher anregen und die Lektüre der Bücher selbst nicht etwa ersetzen soll (in der Regel ist der Erwerb eines Buches die Voraussetzung für dessen Lektüre). Das ist einer von vielen Gründen, warum eine Kinderseite nicht der richtige Ort für Literaturkritik ist - mal abgesehen davon, dass höchst zweifelhaft ist, ob sich ein einziger Jugendlicher im Kinderteil seine Lektüreempfehlungen holen wird.

Einen anderen Grund hat Jutta Richter in ihrem (inzwischen von vielen namhaften Autoren unterzeichneten) offenen Brief vom 17. April eindringlich und klar zusammengefasst: wie und warum die Literatur für Kinder und Jugendliche ein Teil der Literatur und nicht ein Teil der Didaktik ist. Wir unterstützen diesen Brief ausdrücklich. Der Vorstand der avj hat seine Mitglieder gebeten, sich explizit der Bitte anzuschließen, den Umzug in die KinderZEIT rückgängig zu machen. Bis zum heutigen Tag haben sich die unten angeführten Verlage diesem Appell angeschlossen:"


Annette Betz Verlag
Aufbau Verlag
Bajazzo Verlag
Baumhaus Verlag
Beltz & Gelberg
Bibliographisches Institut
Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher
bohem press
Boje Verlag
Carl Hanser Verlag
Carlsen Verlag
cbj Verlag
cbt Verlag
Cecilie Dressler Verlag
Coppenrath Verlag
Deutscher Taschenbuch Verlag
Dorling Kindersley Verlag
edition zweihorn
Ellermann Verlag
Esslinger Verlag
Fischer Schatzinsel
Franckh-Kosmos Verlag
Gerstenberg Verlag
headroom sound production
Hörcompany
Karl-May-Verlag
Klett Kinderbuch
Klopp im Ellermann Verlag
Lappan Verlag
Loewe Verlag
Menschenkinder Verlag
Michael Neugebauer Edition
Oetinger Media
Oetinger Taschenbuch
Patmos-Verlagsgruppe
Peter Hammer Verlag
Ravensburger Buchverlag
SCM Verlag R. Brockhaus
Terzio Möllers & Bellinghausen Verlag
Thienemann Verlag
Titania Verlag
Tulipan Verlag
Velber Verlag
Verlag Carl Ueberreuter
Verlag Freies Geistesleben
Verlag Friedrich Oetinger
Verlag Jungbrunnen
Verlag Urachhaus
Verlagshaus Jacoby & Stuart

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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