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Dicke Wälzer auf dem iPad? Bitte nicht! 21.05.2010
Wie fühlt es sich an, wenn man auf Apples Wunderflunder Bücher liest? Börsenblatt-Redakteurin Sandra Schüssel testete das iPad, das ab 28. Mai auch in Deutschland verkauft wird.

Zuerst die Fotos: Unsere Layouterin will einige Bilder vom iPad in Aktion machen. Nach einigen Minuten als Nutzer-Model möchte ich das Gerät gleich wieder ablegen. Mit 700 Gramm – etwa so viel wie ein fettes Taschenbuch – liegt es schwer in der Hand.

Überhaupt ist es recht schwierig, den Tablet-Computer im Stehen zu bedienen. Vom iPhone bin ich es gewohnt, das Gerät mit der linken Hand zu halten und mit der rechten Hand den Bildschirm zu berühren. Das viel breitere iPad halte ziemlich verkrampft an einer Seite oder balanciere es auf der Handfläche. Als das Gerät dann endlich auf dem Tisch liegt, spiegelt das Display so sehr, dass ich es wieder anheben muss, um überhaupt etwas lesen zu können.

Multimedia top, Buch lesen Flop

Videos auf dem iPad machen Spaß: Das Bild ist gestochen scharf, der Ton ist für das kleine Gerät erstaunlich gut. Auch animierte Bücher, wie etwa Alice im Wunderland (siehe Video unten), sind auf dem ersten Blick ein echter Hingucker. Allerdings ist der Wow-Effekt schnell verflogen. Will man den Text wirklich lesen und der eigenen Phantasie Raum geben, lenken die herumschwingenden Uhren und herabriesenden Bonbons eher ab.

Amazon bietet seine E-Books über eine Kindle-App an. Das Herunterladen eines Buchs klappt prima, die Schrift ist scharf, wie man es vom iPhone kennt. Das Umblättern geht blitzschnell und einfach, indem man das Display berührt. Das iPad reagiert hier sogar noch schneller als das iPhone – zumindest gefühlt. Aufgrund der starken Hintergrundbeleuchtung tun mir nach einigen Seiten bereits die Augen weh. Einen dicken Wälzer auf dem iPad? Bitte nicht.

Informieren und Nachschlagen

Angenehmer ist es, Zeitungen und Zeitschriften auf dem iPad zu lesen. Kurze, informative Texte, angereichert durch Bilder, Ton und Videos und Selektionsfunktionen: Hier könne ich mir vorstellen, ein Printabo gegen ein digitales einzutauschen. Ebenso würde das Gerät bei mir zum echten Computer-Rivalen bei allen spontanen Nachschlage-Aktionen im Netz avancieren: "Das muss ich mal im Internet nachschauen" – mit dem iPad geht es fix. Das Gerät ist genauso schnell eingeschaltet wie ein Fernseher, langwieriges Hochfahren entfällt. Kochbücher, Lexika, Gesundheitsratgeber: Für Verlage dieser Sparten könnte das iPad zum Markttreiber werden.

Ich würde das Gerät wohl kaum mit rumschleppen – dafür sind internetfähige Handys viel praktischer. Aber als Zweitgerät für Wohnzimmer und Küche, zum schnellen Nachschlagen und Konsumieren von Multimedia-Inhalten, könnte sich das iPad seine Nische erobern.

Applikationen für das iPhone laufen auch auf dem iPad problemlos. Sie werden in der Display-Mitte angezeigt, und zwar genauso klein wie auf dem iPhone. Ein Vergrößern auf volle Bildschirmfläche ist möglich, allerdings wird das Bild dann pixelig. Lese-Apps, wie etwa die Anwendung von Textunes, sind in der großen Auflösung kaum mehr nutzbar (Textunes bastelt bereits an einer iPad-App.).

Als Skype-Fan vermisse ich eine eingebaute Kamera. Das ist ärgerlich, da der Bildschirm für Video-Chats perfekt geeignet wäre.

Fazit

Als weiteres Hausgerät neben Fernseher und Computer hätte das iPad bei mir Chancen. Ich würde das Gerät hauptsächlich zum Konsumieren von Nachrichten und Multimedia einsetzen und als schnelles Nachschlagewerkzeug nutzen. Bis das iPad den Buchmarkt umkrempelt, insbesondere in der Belletristik, könnte es noch lange dauern.

In Deutschland werden iPads ab 28. Mai in drei WLAN und in drei Mobilfunk-Varianten erhältlich sein. Die WLAN-Varianten kosten ab 499 Euro, mit Mobilfunk-Schnittstelle (3 G) zahlt man ab 599 Euro. Mehrere große Mobilfunkprovider bieten Tarife an. Bei der Telekom kostet die Monatsflatrate beispielsweise 34,95 Euro. Mit dem Verkaufsstart will Apple in Deutschland auch den iBook Store launchen. Damit tritt Apple als Buchhändler auf den Plan. Welche deutschen Buchverlage beteiligt sind, ist noch nicht bekannt.

Einen ausführlichen Bericht über den Marktstart des iPads in Deutschland lesen Sie im aktuellen Börsenblatt.

Sandra Schüssel

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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