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"Die Verlässlichkeit von Web-Infos kann kaum ein Nutzer prüfen" 28.04.2011
Am 3. Mai startet in Berlin eine neuartige Veranstaltung: die Informare! Bis zum 5. Mai können sich Info-Professionals über neueste Entwicklungen im Informationssektor austauschen. Boersenblatt.net sprach mit Initiator und Veranstalter Arnoud de Kemp (Akademische Verlagsgesellschaft AKA, Heidelberg).

Warum ist eine Konferenz zum Thema Information so wichtig?

de Kemp: Weil sich die Welt der Information ständig ändert. Es werden Unmengen an Informationen produziert, deren Verlässlichkeit kaum ein Nutzer prüfen kann – vor allem in sozialen Netzwerken, Foren und Blogs. Um festzustellen, ob beispielsweise eine Information aus einem Wikipedia-Artikel stimmt, braucht man zusätzliche Quellen. Außerdem ändert sich ständig die Technologie: Wir haben es heute mehr und mehr mit einem Internet der Dienste zu tun; wir erleben die Anfänge des Semantic Web; wir haben neue Suchmaschinen, die uns kombinierte Präsentationen aus Texten, Bild- und Audiodateien liefern, die ebenfalls geprüft werden müssen. Die Informare! will eine Plattform von Informations-Profis für Informations-Profis sein – für eine definierte Zielgruppe, die in Deutschland mindestens 3000 Leute umfasst. Wir haben deswegen eine "Community" gestartet und wollen auch die Studierenden erreichen.

Mit knapp 300 gemeldeten Teilnehmern erreichen Sie also rund zehn Prozent der Zielgruppe. Worin unterscheidet sich denn das Konzept dieses Informationsgipfels von anderen Konferenzen?

de Kemp: Im Vordergrund steht der Wissenstransfer – von der Theorie in die Praxis, aber auch umgekehrt. Deshalb gibt es neben dem klassischen Konferenzteil Workshops, Poster Sessions, in denen Thesen diskutiert werden, die Ausstellung »Die Kunst der Information« als begehbare Experimentierlandschaft und die lange Nacht der Suchmaschinen, in der die Praxis das Sagen hat. Am Schluss steht die Unkonferenz »Informare!Camp«, die zugleich Event-Charakter hat. Wissensvermittlung, Wissenstransfer, Informationskompetenz – das sind die Schlüsselbegriffe, unter die man die Informare! fassen kann.

An welcher Schnittstelle zwischen Informationsmanagement, Wissenschaft und Publizieren ist die Informare! angesiedelt?

de Kemp: Wir bringen Gruppen zusammen, die sich normalerweise nicht begegnen: Wissensmanager, Dokumentare, Mitarbeiter von Informationsportalen, Verlagen, Infodienstleistern, Fachbibliotheken und Forschungseinrichtungen. Inhaltlich geht es um die Verbreitung von Information – was Aufgabe der Verlage ist – sowie um die Vermittlung, Erfassung und Speicherung von Informationen, die Bibliotheken, Zentralbibliotheken und Archive leisten. In technologischer Hinsicht stehen die Möglichkeiten des digitalen Publizierens (beispielsweise über XML-Datenhaltung), Suchmaschinen, E-Reader und Spielekonsolen im Mittelpunkt.

Welche Erkenntnisse können Verlage von der Informare! mitnehmen?

de Kemp: Die Fach- und Wissenschaftsverleger können die Konferenz zum Austausch über neueste Entwicklungen nutzen – denn sie müssen ihre Strukturen ständig den Veränderungen in der Forschung und auf der Nutzerseite anpassen. Und dabei spielt die Digitalisierung der Produktion und des eigenen Angebots eine wichtige Rolle.

Auf der Informare! findet auch eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Urheberrecht statt. Ist das Urheberrecht überhaupt der Herausforderung Internet gewachsen?

de Kemp: Das Problem ist nicht das Urheberrecht, sondern die Auffassung von seiner Wirksamkeit und Geltung, die sich schneller ändert als die Gesetzeslage. Hier muss man sicher über einiges neu nachdenken – vielleicht auch über ein flankierendes Leistungsschutzrecht. Wie wichtig das Thema ist, zeigt auch die Gründung der Deutschen Content Allianz vor wenigen Tagen, in der sich Produzenten zusammengefunden haben, die sonst wenig Gemeinsames haben.

Interview: Michael Roesler-Graichen

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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